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TFA Galileo Plus Funkwetterstation (Modell 35.5001) im Test



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WETTERdirekt-Technologie mit an Bord
Eines der deutschen Lieblingsthemen, neben Autos und Sport ist wohl das Wetter. Cyberport bietet in der Kategorie Wetterstationen Produkte zweier verschiedener Hersteller an, welche aber beide auf dieselbe WETTERdirekt-Technologie (Wetterdaten von WetterOnline werden über ein Pagernetz zur Verfügung gestellt) zurückgreifen. Da das Display mehr als eine einfache Temperaturanzeige hergeben sollte, beginnt die Auswahl der interessanten Artikel bei circa 40 Euro. Die Unterschiede zwischen den beiden Firmen sind eher im Gehäusedesign zu suchen, als in den Features. Besonders gut sieht man dies beim Vergleich der TFA Eos und der Proficell WD 4000 – selbes Display, unterschiedliche Gehäuse. Da mir beide Stationen vom Aussehen her nicht zusagten, entschied ich mich daher für die TFA Galileo Plus.
Überblick und Arbeitsweise
Zuallererst sollte man sich nicht von dem auf der Verpackung und in der Beschreibung zu sehenden Satelliten täuschen lassen und annehmen, dass die Wetterstation einen Satellitenempfänger hat. Das „Satellitengestützt“ bezieht sich nur auf die Verteilung der Wetterdaten von der Zentrale zu den Funkmasten. Von dort werden die Informationen über das Pagernetz von e*message an die Wetterstationen verteilt. Die Firma betreibt laut eigener Aussage circa 800 Sendestationen.

Für die Galileo Plus wurde Deutschland in 50 Regionen aufgeteilt, damit bekommt man nur die Großwetterlage für seine Region. Wohnt man im Randbereich einer dieser Regionen kann es passieren, dass die Daten für die falsche Region angezeigt werden. Man kann ich zwar die empfange Region anzeigen lassen, ändern lässt sich diese aber nur durch eine andere Platzierung der Wetterstation. Wer eine genauere Vorhersage wünscht, sollte sich bei den WETTERdirekt 300-Stationen umschauen, in welcher Deutschland in 300 Regionen aufgeteilt ist.

Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehören neben der Wetterstation selbst, der Außensensor, zwei Mignon-Batterien (AA) und Befestigungsmaterial für diesen sowie zwei Baby-Batterien (LR-14) für die Wetterstation selber (dadurch gewinnt diese an Gewicht und einen sichereren Stand). Außerdem gibt es ein Faltblatt mit Betriebsanleitung, eines mit der Konformitätserklärung und ein Übersichtskarte der 50 verschiedenen Regionen.

Verpackung
Hardware
Unterlagen und Montagematerial für Außensensor
Unterlagen und Montagematerial für Außensensor
TFA Galileo Plus – Teil 1″

Inbetriebnahme
Die Installation, wenn man überhaupt davon reden kann, ist relativ schnell erledigt: Batterien in der richtigen Reihenfolge (zuerst im Außensensor, dann in der Station) einlegen, Geräte aufstellen, warten. Laut Handbuch kann es mehrere Stunden dauern, bis die Daten für die Vorhersage angezeigt werden. In meinem Fall dauerte es gerade mal 20 Minuten bis diese angezeigt wurden.

Die Werte des Sensors waren sofort verfügbar und mit der Anzeige der Station identisch, so das man davon ausgehen kann das zumindest die Sensoren gleich kalibriert sind. Um zu beurteilen ob auch die exakte Temperatur gemessen wird, fehlt mir die professionelle Ausstattung. Die ermittelte Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit wird vom Sensor aller fünf Sekunden zur Station gesendet. Eine Beeinträchtigung der Funkverbindung, hier circa sieben Meter und Mauerwerk, durch andere Geräte konnte ich in den Wochen seit Inbetriebnahme nicht feststellen. Der entsprechende Frequenzbereich (868 MHz) ist in Deutschland zusätzlich zur Nutzung für Außenthermometer auch für Kurzstreckenfunk (SRD – andere Wetterstationen, Funkschlüssel, Alarmanlagen) freigegeben.

Der Sensor besitzt ein Display, in welchem abwechselnd die Temperatur und Luftfeuchte angezeigt werden. Aber braucht man das wirklich? Auf der Terrasse oder dem Balkon macht es sicher Sinn, bringt man den Sensor aber so an, das er zwar Wettergeschützt ist, aber trotzdem soviel wie möglich Frischluft bekommt – ohne allzu weit unter einem Dach zu verschwinden – sieht man das Display nicht mehr. Hier hätte ich mir als Alternative eine Version ohne Display gewünscht, auch um die Funktionsdauer durch den damit verbundenen geringeren Stromverbrauch zu verlängern. Bei der Montage des Außensensors sollte man auch beachten, das dieser nur in die Halterung einge„clipt“ wird, sich also mit einem Handgriff ab- und damit mitnehmen lässt.

Außensensor
Station mit Innentemperaturanzeige
Seitenansicht
Seitenansicht
TFA Galileo Plus – Teil 2″

Praxiserfahrung
Nach mehreren Wochen Nutzung bin ich immer noch mit dieser Anschaffung zufrieden. Vom Design her – mit dem schwarzen Rahmen immer noch schick. Das große Display ist auch aus einigen Metern gut ablesbar – für Details in der Vorhersage muss man natürlich näher ran.

Mir persönlich fehlt die Möglichkeit den in der Vorschau dargestellten Tagesabschnitt (Morgen, Nachmittag, Abend, Nacht) manuell festzulegen. In der Grundeinstellung wird immer der folgende Abschnitt gezeigt, zum Beispiel am Abend der für die Nacht. Für den aktuellen Tag geht das in Ordnung, aber da dieser Abschnitt auch für die folgenden drei Tage verwendet wird muss man doch wieder Hand anlegen. Am Abend interessiert mich eher das Wetter für den nächsten Morgen und nicht das für die Nacht, wenn ich schlafe. Mittels Tastendrucks kann man die vier Tagesabschnitte automatisch abwechselnd darstellen lassen. Jeder ist für einige Sekunden sichtbar. Leider wirkt die ganze Anzeige dadurch etwas unruhig (Video). Ebenso kann manuell zum gewünschten Abschnitt gewechselt werden, dieser wird aber nur 20 Sekunden dargestellt.

Die Vorschausymbole können sich aus mehreren Teilen zusammensetzen, so das sich gut erkennen lässt, was auf einen zukommt: Regen und Schnee können dabei drei unterschiedliche Stärken haben, für die Bewölkung reicht sie Skala von Wolkenlos bis bewölkt.

Was könnte noch von Interesse sein? Die Galileo Plus kann nur aufgestellt, aber nicht aufgehängt werden. Für die angezeigte Uhrzeit gibt es laut Hersteller eine Toleranz von +/- 2 Minuten. An der Station selber gibt es keinen Luftfeuchtigkeitssensor, was interessant wäre. Gerade im Winter, wenn in den Räumen durch die zusätzliche Heizung öfters zu geringe Luftfeuchtigkeit herrscht. Die Anzeige des Datums kann umgestellt werden, so das dieser Bereich die Sekunden, den Wochentag oder die Innentemperatur anzeigt. Ebenso kann die Wetterstation als Wecker genutzt werden.

Fazit
Insgesamt ist die TFA 35.5001 Galileo Plus eine gute Kombination um die aktuellen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte zu erhalten. Die Vorschau, auch wenn sie mehrmals täglich aktualisiert wird, sollte dagegen nur zur groben Orientierung genutzt werden, da die zusammengefassten Regionen einfach zu groß sind. An die Vorschau, mit den automatisch wechselnden Tagesabschnitten muss man sich gewöhnen und etwas genauer hinschauen. Interessenten außerhalb Deutschlands sollten auf einen Kauf verzichten, denn die Vorhersagefunktion steht auf Grund des Funknetzes nur in Deutschland zur Verfügung.

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1 Kommentar

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    Mart telger schrieb am
    Bewertung:

    Diese wetterstation ist eigentlich gut wenn sie richtig geht aber technoline ist eh besser als tfa dostmann

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