Tests

Synology Diskstation DS216j im Test



2
Zugeordnete Tags NAS | Synology
Bereiche

Bewertung
Sehr guter Netzwerkspeicher mit Extras
4

 Pro

  • Geräuschentwicklung
  • Performance
  • Software
  • Design
  • Erweiterbarkeit
  • Anschlüsse
  • Preis

 Contra

  • Geschwindigkeit

Während ich vor einiger Zeit das Drobo 5D als reinen lokalen Speicher getestet haben, widme ich mich heute einem Netzwerkspeicher von Synology, eine der führenden Marken in diesem Bereich. Der große Nachteil des Drobo 5D war im Test die geringe Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssysteme sowie die Verfügbarkeit der Daten auf anderen Geräten. Genau hier setzt die Synology Diskstation DS216j an, ein Netzwerkspeicher der alle Daten auf verschiedensten Geräten zur Verfügung stellen kann, sogar außerhalb des eigenen Netzwerks und dabei noch vieles mehr zu bieten hat. Welche Vorteile und natürlich auch Nachteile dies mit sich bringt, erfahrt ihr jetzt.

Lieferumfang

Verpackung und Inhalt

Die Verpackung gestaltet sich sehr schlicht: ein Pappkarton beschriftet mit allen wesentlichen Daten. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem NAS selbst noch das Netzteil, welches glücklicherweise recht schlank ausfällt und ein kurzes Netzwerkkabel.

Die Synology Diskstation DS216j gibt es ähnlich wie auch das Drobo 5D in unterschiedlichen Ausführungen mit oder ohne bereits integrierte Festplatten. Ich habe mich hier für die Version ohne Speicher entschieden. Mein Ziel war es hierbei erstmal nur eine Festplatte zu verbauen, mit der Option später eine weitere dazu zu kaufen.

Warum das vorerst auch kein Nachteil ist, klären wir später. Natürlich kann man das NAS auch bereits voll bestückt in qualitativ und quantitativ unterschiedlichen Ausführungen kaufen.

Heute im Test: die Synology Diskstation DS216j
Die Synology DS216j gibt es in unterschiedlichen Ausführungen.
Heute im Test: die Synology Diskstation DS216j
Hardware

Einbau der Festplatten

Um die Festplatten in das Synology-NAS einzubauen, muss als erstes der Deckel zur Seite geschoben werden. Im Inneren des NAS ist nun ein großer Schacht für maximal zwei übereinander eingebaute 3,5-Zoll-Festplatten zu sehen. In diesen Schacht schiebt ihr die Festplatte einfach rein, bis die Kontakte einrasten.

Anschließend wird die Festplatte mit den beiliegenden Schrauben an beiden Seiten festgeschraubt – Deckel wieder drauf, festgeschraubt und fertig. Zusammengefasst: Die Installation war sehr einfach und hat keine 10 Minuten gedauert.

Die Festplatten werden einfach in den Schacht des NAS eingeschoben...
...bis die Kontakte einrasten.
Insgesamt war die Installation der Festplatten sehr einfach.
Die Festplatten werden einfach in den Schacht des NAS eingeschoben...
Software

Unkomplizierte Ersteinrichtung

Ebenso einfach wie der Einbau der HDD ist die Ersteinrichtung des DS216j. Nach dem ersten Einschalten fährt das NAS hoch und installiert sich selbst. Sobald es einsatzbereit ist signalisiert es das mit einem kurzen Ton.

Ein Programm, um das NAS im Netzwerk zu finden, könnt ihr euch zudem von der Herstellerseite herunterladen. Dabei müsst ihr nur das eigene NAS auswählen und gelangt sofort über den Webbrowser auf die Einrichtungsseite.

Hier müsst ihr euch zunächst einloggen, um danach auf die Desktop-Umgebung des Netzwerkspeichers zu gelangen. Auch hier ist alles sehr einfach und leicht verständlich gehalten sowie in wenigen Minuten erledigt.

Hardware

Gute Anschlussmöglichkeiten

Neben dem selbstverständlichen Gigabit-Netzwerkanschluss bietet das DS21j auch noch zwei USB-3.0-Anschlüsse. Diese dienen jedoch nicht dafür Daten mit dem PC auszutauschen, sondern um externe Datenträger an das NAS anzuschließen.

Ob dies nun ein USB-Stick ist, dessen Daten man einfach im Netzwerk freigeben möchte oder auf dem NAS sichern möchte oder eine komplette Festplatte bleibt jedem selbst überlassen. Außerdem kann man ein WLAN-Dongle anschließen, um das NAS mit WLAN zu betreiben.

Neben dem Gigabit-Port bietet das NAS noch zwei USB-3.0-Anschlüsse.
Neben dem Gigabit-Port bietet das NAS noch zwei USB-3.0-Anschlüsse.
Software

Benutzeroberfläche und Funktionen

Der große Vorteil des DS216j gegenüber dem Drobo 5D ist die grandiose Benutzeroberfläche und das universelle System. Die Benutzeroberfläche sieht nicht nur sehr ansprechend aus und lässt sich komplett anpassen, sie reagiert auch sehr schnell und bietet viele nützliche Funktionen.

Dateien werden im Netzwerk bereitgestellt und sind somit unabhängig von dem genutzten Betriebssystem. Ganz gleich, ob Mac OS oder Windows, ihr könnt von überall auf die Daten und die Oberfläche zugreifen. Das geht selbstverständlich auch vom Tablet oder Smartphone und sogar von unterwegs. Für die mobile Nutzung könnt ihr dabei auch den herstellereigenen Dienst nutzen, der eine gesicherte Internetverbindung zum NAS herstellt.

Die Systemeinstellungen lassen neben Benutzer und Gruppen auch diverse Einstellungen an den Freigaben für verschiedene Benutzer zu, man kann das komplette Design anpassen oder den Lüfter steuern. Natürlich kann man das NAS auch nach einem Zeitplan starten oder herunterfahren und diverse Sicherheitsmaßnahmen anpassen. Außerdem könnt ihr euch sogar per E-Mail Benachrichtigungen zuschicken lassen.

Die Benutzeroberfläche des Synology DS216j ist einfach zu bedienen...
... und sehr übersichtlich.
Die Benutzeroberfläche des Synology DS216j ist einfach zu bedienen...
Software

Spannende Extras als Highlight

Nun kann man das DS216j schon sehr gut als reinen Speicher für verschiedene Benutzer im lokalen Netzwerk betreiben, oben drauf bietet das NAS aber noch einige Extras in Form von Erweiterungen. Diese lassen sich ganz einfach über das „Paket-Zentrum“ auswählen und mit einem Klick installieren.

In der Synology Photo Station beispielsweise werden Fotos und Videos gesammelt in Alben dargestellt. Man kann dabei sowohl das Design anpassen, sich Vorschaubilder anzeigen lassen und zusätzlich bekommt man ein schönes Fotoalbum präsentiert. Dabei kann jeder Benutzer seine eigene Bibliothek privat nutzen oder Inhalte auch öffentlich teilen.

Der Video Player bietet eine Übersicht über die auf dem NAS befindlichen Videos, diese lassen  über das Programm auch abspielen – für Filmesammler eine gelungene Erweiterung, um eine ansprechende Bibliothek anzulegen.

Weiterhin gibt es diverse Erweiterungen für Internet- und Webdienste. So lassen sich eigene iTunes Server, Mailserver, VPN-Server und ganze Webseiten erstellen. Wer schon immer mal seinen eigenen Blog haben wollte, kann per Klick WordPress installieren und sofort anfangen seine eigene Webseite zu betreiben.

Ebenfalls sehr interessant sind die Synchronisierungstools. Hier kann die komplette Festplatte oder einzelne Ordner auf ein anderes NAS oder in Clouddiensten wie OneDrive, Google Drive oder Dropbox gesichert und synchronisiert werden.

Im Paket-Zentrum könnt ihr die Erweiterungen ganz einfach installieren.
In der Systemsteuerung könnt ihr den Login-Stil anpassen.
In der Synology Photo Station 6 könnt ihr eure Bilder verwalten...
... und euch die Bildinformationen anschauen oder Kommentare schreiben.
Im Paket-Zentrum könnt ihr die Erweiterungen ganz einfach installieren.
Hardware

Gute Performance

Der große Vorteil des Drobo 5D war die sehr hohe Performance in Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Dies lag an dem genutztem RAID und der schnellen Thunderbolt-Verbindung. Genau hier liegen jedoch die Schwächen des DS216j von Synology. Sämtliche Daten werden über das Netzwerk gesendet und das damit deutlich länger: Schreibraten von 50 Megabit pro Sekunde sind hier eher der Standard.

Die Performance allgemein des Synology-NAS ist aber sehr gut. Der verbaute Marvell Armada 385 Dual-Core-Prozessor in Verbindung mit dem 512 Megabyte großen DDR3-Speicher leistet gute Dienste und entpackt ZIP-Dateien sowie rendert Foto- und Videodateien erstaunlich schnell. Wer hier noch mehr Performance sucht, kann sich bei den größeren Schwestermodellen umsehen.

Das Synology-NAS bietet allgemein eine gute Performance.
Das Synology-NAS bietet allgemein eine gute Performance.
Technische Daten

Geringe Geräuschentwicklung

Die Geräuschentwicklung hängt natürlich maßgeblich von den verbauten Festplatten ab, jedoch dämpft das DS216j Geräusche sehr gut. Hierbei helfen auch die Schwingungsdämpfer. Im Standby ist das NAS quasi nicht hörbar, sogar wenn man sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Bei extremer Belastung hört man lediglich die Festplatte etwas, der Lüfter hingegen ist ebenfalls kaum wahrnehmbar. Das NAS kann damit problemlos auch im Wohnzimmer als Filmdatenbank genutzt werden.

Fazit

Fazit und Empfehlung

Wer einen flexiblen Netzwerkspeicher mit sehr viele Erweiterungen, auf den man von überall zugreifen kann und über den man auch den ein oder anderen Internetdienst nutzen kann, wird kaum etwas Besseres finden als ein Synology Diskstation DS216j.

Die Photo Station oder die Möglichkeit Daten mit Clouddiensten zu synchronisieren sind sehr praktisch und den individuellen Einstellungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und mich hat das Synology-NAS in keinem Punkt enttäuscht.

Ich nutze den Netzwerkspeicher aktiv nun schon zwei Monate und möchte es nicht mehr missen. Daher kann ich nur eine klare Kaufempfehlung abgeben.

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2 Kommentare

  1. avatar
    synologymaster schrieb am
    Bewertung:

    Obige Aussage "kein RAID" stimmt gemäß Synology Beschreibung nicht! Eine Spiegelung RAID 1 ist möglich! https://www.synology.com/de-de/products/DS216j#spec

  2. avatar

    Da hast du natürlich Recht. Selbstverständlich unterstützt das Gerät auch verschiedene RAID zur Datensicherung und dem Ausfallschutz.

    Die Funktion habe ich nur leider nicht gesondert testen können.

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