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Robomow RC308U – intelligenter Rasenexperte im Test



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Bereiche

Bewertung
Gut funktionierendes Gesamtpaket
4

 Pro

  • Überzeugendes Mähergebnis
  • Lautstärke sehr niedrig
  • Praktische Einrichtung per App

 Contra

  • App verliert manchmal Verbindung
  • Diebstahlalarm schreckt nicht ab
  • Feiner Grasstaub setzt Unterseite zu und verursacht Geräusche

Saugroboter, Fensterputzroboter, Rasenmähroboter – die Smart-Welle macht auch vor Haushalts– und Gartengeräten nicht halt. Besonders bei Letzteren sehen die Hersteller offensichtlich großes Potenzial auf dem deutschen Markt, hat sich doch das Angebot in den letzten Jahren stark verbreitert und verbessert. Bekanntlich liegt dem durchschnittlichen deutschen Hausbesitzer sein Rasen sehr am Herzen – und technikverliebt sind die meisten auch noch. Was liegt da also näher, als beides in einem smarten Rasenmäher zu vereinen? Doch Klischees beiseite: Im folgenden Testbericht lest ihr, was der Mähroboter Robomow RC308u kann und wie er sich auf dem Testrasen schlägt.

Lieferumfang

Robomow RC308U ausgepackt

Der vom Hersteller als „unser schönster Roboter“ titulierte Rasenexperte kommt in einem farbenfrohen Karton daher und ist schnell ausgepackt. Beim Mähroboter fällt auf, dass er auf ein großes Stahlmähkreuz als Schneidmesser setzt – ganz wie bei herkömmlichen Rasenmähern und anders als bei anderen Mährobotern. Es hinterlässt einen sehr stabilen Eindruck und dürfte für die nötige Robustheit sorgen.

Neben dem Roboter findet sich noch einiges Zubehör im Karton: So liegen abseits der obligatorischen Lade- und Parkstation des Mähers noch 200 Meter Begrenzungsdraht inklusive 250 Rasennägel bei, mit denen der Mähbereich abgespannt wird. Außerdem gibt es noch Kabelverbinder, mit denen sich der Begrenzungsdraht reparieren lässt.

Der Rasenroboter kommt im schicken Karton daher
Roboter & Zubehör sind gut verpackt
Im Lieferumfang befindet sich alles, um den Roboter in Betrieb zu nehmen:
Roboter, Begrenzungsdraht, Erdnägel, Ladestation, Anleitung
Der Rasenroboter kommt im schicken Karton daher
Technische Daten

Ausstattung

Beim Robomow RC308u handelt es sich um einen Mähroboter, der sich für mittlere Rasengrößen mit einer Fläche von 800 bis 1.500 Quadratmeter eignet. Das Schneidmesser sitzt nicht mittig sondern auf der rechten Seite, sodass er auch Kanten gut schneidet. In puncto Schnitthöhe stehen 15 bis 60 Millimeter zur Auswahl. Je nach Bedarf mäht der Robomow im normalen Modus, im leistungsstärkeren Turbo-Modus oder im intelligenten SmartMow-Modus.

Der Akku des Mähers fasst 3 Amperestunden und versorgt den Robomow etwa eine Stunde lang mit Strom. Im Anschluss sollte der Akku in etwas mehr als der gleichen Zeit wieder aufgeladen sein. Der Stromverbrauch liegt je nach Einsatzhäufigkeit bei 14 Kilowattstunden im Monat.

Der Robomow nimmt über Bluetooth Verbindung mit Smartphones auf und lässt sich darüber ganz einfach konfigurieren. Außerdem hat er einen integrierten Regensensor und pausiert so bei Regen das Mähen.

Aufbau & Einrichtung

Aufbau & Einrichtung

Zunächst gilt es, den Mähbereich des Roboters abzustecken – schließlich muss das Gerät ja wissen, wo es mähen soll. Dabei wird zuerst ein geeigneter Ort für die Ladestation bestimmt – das kann auf der Rasenbegrenzung oder etwas außerhalb des Rasens in einer Art Parkbucht sein. Danach geht’s ans Verlegen des Begrenzungsdrahtes. Dabei trifft es „abstecken“ ziemlich gut, denn die Abgrenzung wird tatsächlich mittels der beiliegenden Rasennägel und einem daran befestigten Draht realisiert. Der Draht liegt dabei auf dem Boden und darf sogar leicht eingegraben werden.

Beim Verlegen ist zu beachten, dass größere Objekte wie Bäume und Gartenhäuschen eher nicht abgesteckt werden müssen, da sie der Roboter selbstständig umfährt. Teiche, Gräben und Beete sollten jedoch entsprechend mit Begrenzungsdraht markiert werden. Der Rasen wird dabei unterschieden in Hauptzone, Nebenzonen und separate Zonen.

Zwischen Hauptzone und Nebenzonen wechselt der Robomow selbstständig, sofern die Durchfahrt zwischen den Zonen ausreichend breit ist. In separate Zonen muss er per Hand befördert werden. Die separaten Zonen dürfen auch nicht zu groß sein, damit dem Mähroboter nicht zwischendurch der Saft ausgeht. Die 400 Quadratmeter meines Testrasens dürften für dieses Modell also eher in die Kategorie „Spielwiese“ fallen.

Notwendiges Werkzeug zum Verlegen des Drahtes: Hammer, Zange & Co.
Die Ladestation wird mit Erdnägeln befestigt
Der Stromkreis wird per Kabelverbinder geschlossen
Das geschieht in der Nähe der Ladestation
Diese muss mit dem Stromnetz verbunden werden.
Der geschlossene Begrenzungsdraht wird dann
mit der Ladestation verbunden
Notwendiges Werkzeug zum Verlegen des Drahtes: Hammer, Zange & Co.
Software

App-Steuerung

Ja – auch Rasenmähroboter sind 2017 app-fähig. In der für iOS und Android verfügbaren Robomow-App lassen sich Zeitpläne einstellen, in denen der Mähroboter aktiv sein soll. Außerhalb der Zeitpläne ist der Mäher per Button ganz einfach zu starten oder zu stoppen.

Ebenfalls konfigurierbar sind diverse Optionen des rasenmäherischen Alltags, wie zum Beispiel der Mähmodus (Turbo, Normal, SmartMow) oder der Abstand, den der Robomow zum Begrenzungsdraht einhalten soll. Wer möchte, kann sogar die volle Kontrolle über den Mähroboter übernehmen und ihn mit dem Smartphone als Controller in Echtzeit steuern.

Die App ist für Android und iOS verfügbar, geht wunderbar von der Hand und sieht auch noch schick aus. Bei mir verlor sie jedoch manchmal die Verbindung zum Rasenmäher.

Die App bietet zahlreiche Einstellungen für Zeitpläne
und erlaubt es sogar, den Roboter fernzusteuern
Die App bietet zahlreiche Einstellungen für Zeitpläne
Einsatz

Was zählt, ist auf dem Rasen

Gut – soviel zur Ausstattung, Vorbereitung und App-Steuerung. Doch nun zum praktischen Einsatz: Kann der Robomow RC308u halten, was er verspricht?

Nachdem ich also die Ladestation aufgebaut und die Mähfläche abgesteckt habe, kann es nun endlich losgehen. Resultat: Der Robomow macht sich auf den Weg und bleibt bereits nach wenigen Metern stecken. Den Begrenzungsdraht hindernisfrei abzustecken ist nämlich gar nicht so einfach.

Doch nach einigen kleinen Korrekturen sieht die erste volle Fahrt sehr vielversprechend aus. Das Fahrmuster ist dabei ähnlich dem eines Saugroboters: Mal von Kante zu Kante, dann zirkelnd über den Rasen und dann wieder an der Kante entlang mäht der Robomow fröhlich-leise vor sich hin. Nach zwischenzeitlichem Aufladen ist der Testrasen nach einigen Stunden und ohne weitere Zwischenfälle vollständig „bearbeitet“.

Das Mähergebnis überzeugt: Weder nicht gemähte Stücke noch kahl geschorene Flecken stören das Rasenbild. Und das trotz leichtem Abhang und einigen Dellen und Löchern, durch die sich der Robomow kämpfen musste. Die Unterseite des intelligenten Gartengerätes setzt sich bei nasser Witterung nach einiger Zeit mit feuchtem Grasschnitt zu, was sich dann durch ein schleifendes Messer und höhere Geräuschentwicklung äußert – das ist aber nicht wirklich schlimm.

Im Praxisbetrieb fällt auch auf, dass der integrierte Diebstahlalarm wohl eher nutzlos ist: Entnimmt man den Mähroboter ungefragt seiner Ladestation, beginnt er ebenso wie das Ladegerät zu piepen – und das wars dann auch schon. Für eine wirklich abschreckende Wirkung ist das zu leise – auch eine Meldung in der App hätte der Hersteller integrieren können.

Der Roboter mäht auch die Kanten gut
Die Schnitthöhe ist zwischen 15 und 60 Millimetern verstellbar
Die Unterseite setzt sich mit Gasstaub zu – das macht Geräusche
Der Roboter mäht auch die Kanten gut
Fazit

Gut funktionierendes Gesamtpaket

Ein perfekt geschnittener Rasen ohne großen Aufwand – für welchen Gartenfreund klingt das nicht vielversprechend? Festzuhalten ist, dass der Robomow RC308u dieses Versprechen sehr gut einlösen kann. Einmal den Begrenzungsdraht abgesteckt und die Mähzonen und -zeiten eingerichtet, verrichtet der Mähroboter sein Tun selbstständig.

Die App-Steuerung ist einfach und sehr flexibel, das Schnittergebnis überzeugt. Auch die niedrige Lautstärke des Gerätes dürfte die Nachbarn erfreuen. Verbessern kann sich der Hersteller noch bei der Verbindungsstablität der App und beim Diebstahlalarm, der potenziellen Langfingern nur ein müdes Lächeln entlocken dürfte.

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