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Panasonic IPL ES-WH90 im Beauty-Test



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Zugeordnete Tags Panasonic | Produkttest | Test
Bereiche

Bewertung
Zeitaufwendige aber schmerzfreie Haarentfernung
4

 Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Schickes Design
  • Gutes Handling
  • Schmerzfrei
  • Kurzfristige Wirksamkeit

 Contra

  • Zeitaufwendig
  • Langfristige Wirksamkeit

Als die Frage aufkam, wer gerne das Panasonic IPL ES-WH90 Haarentfernungssystem mit der innovativen IPL-Technologie testen möchte, musste ich nicht lange überlegen und habe mich sofort gemeldet. Das tägliche Rasieren ging mir mächtig auf die Nerven und laut Hersteller entfernt das IPL-Gerät Haare ja dauerhaft, was wahrlich nach einem kleinen Beauty-Traum klingt. Glatte und gepflegte Beine sehen nun mal einfach toll aus. Mal sehen, ob mir das IPL ES-WH90 Haarentfernungssystem von Panasonic dazu verhilft!

Lieferumfang

Der Panasonic IPL ES-WH90 im Unboxing

Beginnen wir mit dem Lieferumfang, zu dem es jedoch nicht all zu viel zu sagen gibt. In dem weißen Karton befinden sich neben dem IPL-Gerät inklusive Kappe nur noch ein Aufsatz für das Gesicht, das Ladegerät und eine Bedienungsanleitung.

Letztere solltet ihr übrigens unbedingt vorm ersten Benutzen gründlich durchlesen. Bei der Entfernung von Haaren mit einem Laser lauern nämlich viele Gefahren!

Im Test: Panasonic IPL ES-WH90 Haarentferungssystem
Weißer Karton
Rückseite der Verpackung
Lieferumfang: IPL-Gerät, Kappe, Ladegerät & Bedienungsanleitung
Im Test: Panasonic IPL ES-WH90 Haarentferungssystem
Design & Verarbeitung

IPL ES-WH90: Pink-weiße Beauty-Queen

Vom ersten Eindruck her überzeugt der ES-WH90 schon mal. Der Laser fühlt sich gut verarbeitet an und wirkt damit recht hochwertig. Scharfe Kanten oder sonstige Mängel konnte ich bei meinem Testgerät nicht entdecken.

Zum größten Teil besteht das Haarentfernungssystem aus Kunststoff. Bei einem IPL-Gerät Metall zu verwenden, wäre meiner Meinung nach auch eine Fehlentscheidung, da man den Laser eine längere Zeit in Betrieb hat und zusätzliches Gewicht nur hinderlich wäre. So fühlen sich die 335 Gramm Gesamtgewicht angemessen und nicht zu schwer an.

Farblich ist der ES-WH90 überwiegend in Weiß gehalten. Einzig die schmale Abgrenzung zum Laser-Kopf leuchtet mir in einem kräftigen Pink entgegen. Diese Farbwahl ist typisch für Beauty-Produkte, gefällt mir aber persönlich sehr gut.

Schickes, reduziertes Design in Weiß-Pink - das sieht doch schon mal gut aus.
Nicht nur auf Pressefotos sieht der Panasonic IPL ES-WH90 schick aus.
Schickes, reduziertes Design in Weiß-Pink - das sieht doch schon mal gut aus.
Was ist IPL?

IPL steht für "Intense Pulsed Light"

Bevor es jedoch zum eigentlichen Test geht, möchte ich sicherstellen, dass alle wissen, womit wir es eigentlich zutun haben. Was heißt IPL überhaupt und wie funktioniert das?

IPL steht für „Intense Pulsed Light“. Der Laser sendet dabei in regelmäßigen Abständen Lichtblitze aus, welche auf die dunklen Haarwurzeln treffen. Durch die entstehende Hitze werden die Nährstoffzellen in der Wurzel verödet. So soll das Haarwachstum dauerhaft gehemmt werden und das heißt: weniger rasieren und weniger Stoppeln.

Positiver Nebeneffekt: Das ausgestrahlte Licht und die Wärme stimuliert die Hautzellenerneuerung, wodurch das Hautbild insgesamt ebenmäßiger und frischer wirken soll.

Vorbereitungen

Erstmal aufladen & Anleitung lesen

Als erstes habe ich den Laser erstmal komplett aufgeladen und die Bedienungsanleitung gründlich durchgelesen. Gleich zu Anfang warnt der Hersteller davor direkt in den Laser zu schauen. Dies könnte nämlich zu Augenreizungen führen.

An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob nicht auch die Lichtblitze selbst, ohne, dass direkt in den Laser geschaut wird, schädlich sein könnten. Schutzmaßnahmen in Form von einem zusätzlichen Gel oder einer Schutzbrille sind jedoch nicht dabei. Man kann nur das Beste hoffen. ;)

Testablauf

Jetzt geht's den Haaren an die Wurzel!

Um zu lasern, einfach den IPL auf die Haut leicht aufdrücken.
Das Lichtaustrittsfenster des Panasonic IPL S-WH90
Die aktuelle Lichtintensitäts-Stufe wird blau leuchtend angezeigt.
Um zu lasern, einfach den IPL auf die Haut leicht aufdrücken.

Kommen wir zum eigentlichen Testablauf:

Schritt 1: Als erstes habe ich den zu lasernden Bereich von Schweiß, Fett und Schuppen gereinigt, glatt rasiert und abgetrocknet. Hierbei sei zu beachten, dass der ES-WH90 nur für die Achselhöhlen, Arme, Beine, Bikinizone oder das Gesicht – mit dem entsprechenden Aufsatz – geeignet ist. Wird an anderen Stellen gelasert, können Verbrennungen, Rötungen oder andere Hautreizungen auftreten.

Schritt 2: Jetzt kann’s auch schon losgehen mit Probe-Lasern. Vor der eigentlichen Prozedur solltet ihr nämlich erstmal ausprobieren, ob ihr den Sofort-Blitz aus der Xenon-Leuchte überhaupt vertragt. Dazu stellt ihr den ES-WH90 mittels der Select-Taste erstmal auf Lichtintensitäts-Stufe 1. Danach drückt ihr den Laser leicht auf die Haut.

Der Vorsatz, in dem sich das Lichtaustritts-Fenster befindet, gleitet zurück in das Gehäuse und der Blitz wird automatisch ausgelöst. Sollte nun nach circa 15 bis 20 Minuten keine Rötungen oder sonstiges an der entsprechenden Stelle auftreten, seid ihr IPL-geeignet.

Testablauf II

Zeitaufwendig, aber schmerzfrei

Schritt 3: Ich hatte zum Glück keine Probleme mit den IPL-Blitzen, sodass ich ohne Bedenken loslasern konnte. Für den Anfang empfiehlt Panasonic erstmal Stufe 1 zu nutzen und sich dann nach und nach zu steigern, um die Wurzeln und Haare erstmal an das Licht zu gewöhnen. Gesagt, getan! Die Lichtintensität stellt ihr einfach über den Select-Button ein. Die aktuelle Stufe wird durch ein blaues Licht angezeigt.

Das Lasern der Beine hat mich dabei insgesamt 20 Minuten gekostet, Bikinizone und Unterarme dauerten jeweils 20 Blitze, also etwa 5 bis 10 Minuten pro Körperpartie. Mit insgesamt 40 bis 50 Minuten war ich also mit der IPL-Prozedur durch. Lasern dauert damit deutlich länger als Rasieren, aber auch das ist mittlerweile allgemein bekannt und hat mich nicht überrascht.

Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass das Lasern mit dem Panasonic IPL ES-WH90 wirklich kaum weh getan hat. Bei gesteigerter Lichtintensität nimmt das Zwicken zwar zu, aber auch das hielt sich sehr in Grenzen. Natürlich sind die Beine schmerzresistenter als der Bikini-Bereich, aber wie gesagt: Ihr braucht keine Angst haben, es tut wirklich kaum weh.

Schritt 4: Um dauerhaft haarlos zu werden, benötigt es natürlich mehrere Laser-Sessions. Ich habe nun über einen Zeitraum von drei Monaten aller zwei Wochen meine Beine gelasert und meinen Bikinibereich und meine Unterarme wöchentlich.

Nach zwei Monaten empfiehlt der Hersteller die Wiederholungsfrequenz auf aller drei Wochen auszudehnen. Da die Haare bei mir jedoch relativ gut wieder nachgewachsen waren, blieb ich beim 14-Tage-Rhythmus.

Fazit

Und, sind die Haare jetzt weg?

Jein! Der Haarwuchs hat sich tatsächlich verringert, aber leider nicht wie beschrieben in kurzer Zeit, sondern es dauert deutlich länger, um Ergebnisse überhaupt erst sehen zu können. Weiterhin sind auch nicht alle Haare verschwunden. Einige sind auch wieder gewachsen – aber wenigstens waren die Haare nicht mehr so dick wie am Anfang.

Das heißt: Den Rasierer kann das IPL-Gerät noch nicht komplett ersetzen. Immerhin musste ich den Rasierer aber nicht mehr jeden Tag verwenden. Nun ist Winter und ich habe eine Laser-Pause gemacht habe. Die Haare wachsen leider wieder nach, sodass ich wieder täglich rasieren muss. Um zum Sommer wieder enthaarte Beine zu haben, bietet sich also an im Februar oder März anzufangen.

Preislich befindet sich der Panasonic IPL ES-WH90 mit circa 330 Euro in der oberen Preis-Kategorie. Aktuell sind IPL-Geräte jedoch alle relativ kostenintensiv. Wahrscheinlich ist die verwendete Technologie einfach noch zu neu, um für unter 100 Euro angeboten zu werden.

Wer viel Geduld, Disziplin und Zeit mitbringt, sich bereits im Winter mit der Enthaarung für den Sommer zu beschäftigen, für den bietet der Panasonic IPL ES-WH90 ein praktische und schmerzfreie Variante zur Haarentfernung.

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1 Kommentar

  1. avatar
    Sabina schrieb am
    Bewertung:

    Hallo und danke für den Test zum Panasonic IPL Gerät. Es stimmt, dass man insbesondere am Anfang Geduld mitbringen muss, da die Haare erst nach und nach ausdünnen bzw. ausfallen.

    Was ich vermisse ist der Verweis auf die Risiken einer Behandlung mit IPL, deswegen hier ein Link zu einem Artikel, der sich damit beschäftigt: https://iplhaarentfernung.org/ipl-risiken/

    Viele Grüße

    Sabina

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