Tests

Haarentfernung leicht gemacht mit Silk'n Infinity



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Bereiche

Bewertung
Schmerzfrei haarlos sein braucht seine Zeit
4

 Pro

  • Einfache Handhabung
  • App-Unterstützung
  • Nahezu schmerzfreie Anwendung

 Contra

  • Lange Behandlungszeit für erste Ergebnisse
  • Anwendung vergleichsweise aufwändig
  • Lauter Lüfter

„Du rasierst dir die Beine?!?“ Beginnen wir gleich mit dem Elefanten im Raum: Warum teste ich als Mann ein scheinbar „unmännliches“ Produkt zur Haarentfernung, nämlich Silk’n Infinity eHPL? Antwort: Es gibt ein sicheres Zeichen, an welchem sich Rennrad-Neulinge erkennen lassen: ein unansehnliches Fell an den Beinen! Dabei gibt es gute Gründe, sich als Radsportler die Beine zu rasieren – außerdem ist es 2017!

  • Es macht schneller, zumindest im Kopf
  • Man(n) sieht die Muskeln besser
  • Wunden verheilen besser ohne störende Haare
  • Es ist nicht nur ein ungeschriebenes Gesetz sondern auch Velominati-Regel 33

Zugegeben, abseits des Radsports provozieren haarlose Männerbeine zuverlässig soziale Reaktionen aller denkbaren Couleur – aber das hat ja auch etwas für sich. Gut, dass das heute zu testende Produkt sowohl für Männer als auch für Frauen funktioniert und in diesen Test Impressionen beider Geschlechter einfließen, denn neben mir hat auch Kollegin Anne den Silk’n Infinity getestet.

Lieferumfang

Unboxing – Nette Kollegen sind etwas tolles

Eines Tages erwartete mich das Testgerät am Arbeitsplatz. An sich nichts ungewöhnliches, hätten ein paar Kollegen dieses nicht ganz bewusst „verschönert“: Statt einer blonden Dame blickte mich mein höchsteigenes Antlitz von der Verpackung aus an – wie war das gleich nochmal mit den sozialen Reaktionen? Davon unberührt finde ich in der Verpackung das Silk’n Infinity, verschiedene Steckeraufsätze für das Netzteil, mit denen sich das Gerät auch an Steckdosen anderer Länder betreiben lässt (zum Beispiel im Urlaub), eine praktische Aufbewahrungsbox, die das Gerät auf Reisen und beim Transport schützt, und eine Hautlotion. Mehr braucht es auch nicht und so kann die Behandlung direkt starten.

In der Verpackung des Silk'n Infinity befinden sich:
Aufbewahrungstasche, Pflegelotion,
das Gerät selbst sowie Netzkabel und Handbuch
Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde...
Das Infinity von Silk'n macht einen schicken Eindruck.
Die Einknopf-Bedienung ist denkbar einfach.
Zu sehen: Lichtaustrittsfenster, darüber der Hautsensor
Die Unterseite liefert die galvanische Energie und muss bei der Behandlung berührt werden.
Ein-/Ausschalter und Stufenwahl werden ebenfalls mit einem Knopf bedient.
In der Verpackung des Silk'n Infinity befinden sich:
Funktionsweise

Innovative eHPL-Technologie

Silk’n möchte eine schmerzfreie und dauerhafte Alternative zu traditionellen Haarentfernungsmethoden wie Rasieren, Waxing oder Epilieren bieten und setzt dazu auf eine eigens entwickelte Technologie namens eHPL. Dahinter verbirgt sich eine Kombination aus optischer und galvanischer Behandlung: Mit starken Lichtimpulsen sollen die Haarwurzeln zuverlässig abgetötet und der Haarwuchs nach Abschluss der Behandlungsserie so um mehr als 90 Prozent reduziert werden. Damit das optimal funktioniert, kombiniert Silk’n starke Lichtimpulse mit Stromimpulsen, die die Poren öffnen und so eine schonendere und effektivere Behandlung erlauben sollen. Hier gibt es mehr Informationen dazu.

Vorbereitung

Vorbereitung der Behandlung – Einmal haarlos, bitte

Die Anwendung sollte möglichst im Winter stattfinden, da man in den Tagen vorher mit den betroffenen Hautpartien nicht in der Sonne gewesen sein darf. Aufgrund der langen Anwendungszeit macht ein Start im Herbst/Winter auch mehr Sinn, da die Ergebnisse dann im Sommer auch richtig zu sehen sind.

Vor der Behandlung gilt es zunächst, alle zu behandelnden Stellen zu rasieren, denn laut Handbuch funktioniert die Behandlung dann am besten, wenn die Haare schon wieder einige Millimeter nachgewachsen sind. Also, gesagt – getan: Rasiert und über ein zwei Tage etwas nachwachsen lassen. Als nächstes muss die Intensitätsstufe auf einer Skala von 1 bis 5 ermittelt werden, was sich aus Handbuch oder App, Hautfarbe und Körperpartie ableitet – in meinem Falle Stufe 4. Das Praktische daran: Im Gegensatz zu anderen Systemen funktioniert eHPL von Silk’n mit so ziemlich jeder Haut- und Haarfarbe – sehr gut!

Nun kann es also endlich losgehen!

Anwendung

Silk'n Infinity im Praxiseinsatz

Nach dem Einschalten läuft im Silk’n Infinity sofort ein gut hörbarer Lüfter an, der das Innere des Haarentferners kühlen muss, da die Lichtblitze ja doch einiges an Leistung schlucken. An entspanntes Abblitzen beim Fernsehen ist da nicht mehr zu denken – dafür müssen schon Kopfhörer her. Eine LED an der Unterseite des Silk’n Infinity gibt Auskunft über die gewählte Intensitätsstufe. Nachdem diese korrekt eingestellt ist, kann die Behandlung starten: Ich setze den Barcodescanner-ähnlichen Apparat auf meinen Unterschenkel und drücke auf den großen Knopf auf der Oberseite. Ein integrierter Hautsensor prüft, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind und puff erhellt ein Blitz das Zimmer und es riecht ganz leicht nach verbranntem Haar. Das scheint ja schon mal funktioniert zu haben.

Das „Blitzen“ an sich tut nicht weh, manchmal zieht es ein kleines bisschen. Aber Achtung: Man darf mit dem Silk‘n nicht auf Tätowierungen kommen, denn das schmerzt ordentlich.

Nach gleichem Schema fahre ich fort und blitze so Hautpartie um Hautpartie ab. Es ist dabei nicht immer einfach, die schon behandelten Stellen von den unbehandelten Stellen zu trennen, das nicht besonders große Lichtaustrittsfenster des Infinity macht das auch nicht gerade einfach. Schmerzhaft ist es jedoch nie. Nach etwa 15 Minuten ist die Behandlung am ersten Bein abgeschlossen und es geht mit dem anderen weiter. Die Anwendung kann dabei übrigens auf zwei verschiedene Arten erfolgen: Entweder setze ich den Silk’n Infinity jedes Mal an und löse einzeln aus oder ich halte einfach die Auslösetaste gedrückt und ziehe ihn über die Haut, während das Gerät etwa im Sekundentakt kontinuierlich blitzt – so lässt sich einiges an Zeit sparen.

Manchmal streikte das Gerät mitten in der Behandlung aus mysteriösen Gründen und wollte einfach keinen Blitz mehr auslösen. Dem lässt sich aber mit einer kurzen Pause oder einer Warmlaufphase nach dem Einschalten entgegenwirken.

Das Gerät liegt gut in der Hand von Kollegin Anne
Man erreicht ganz einfach den Auslöser
und die galvanische Energiequelle
Danach gilt es, den Silk'n Infinity anzusetzen und auszulösen.
Und schon blitzt es hell und ein deutliches "Plopp" ist zu hören.
Der Erfolgt zeigt sich am leichten Geruch nach verbranntem Haar.
Nach etwa 30 Minuten sind beide Beine behandelt.
Das Gerät liegt gut in der Hand von Kollegin Anne
Software

Übersichtliche App

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Infinity-Systems von Silk’n ist die zugehörige App: Diese ist für Android und iOS erhältlich und nimmt, einmal installiert, per Bluetooth Verbindung zu Silk’n Infinity auf. Nun erklärt die App alle erforderlichen Schritte zur Behandlung und hilft mit ein paar Fragen bei der Auswahl der nötigen Intensitätsstufe.

In der App lassen sich Behandlungen planen, sodass ich rechtzeitig daran erinnert werde. Das erweist sich im Praxiseinsatz als sehr hilfreich, da die Behandlungen ein paar Wochen auseinander liegen. Ebenfalls protokolliert die App alle durchgeführten Behandlungen und die Anzahl der ausgelösten Blitze. Co-Testerin Anne hatte zwei Mal Verbindungsprobleme mit der App, was das Tracken der Behandlung natürlich verhindert – sehr ärgerlich.

Wer kein Smartphone besitzt oder die App nicht verwenden möchte, kann natürlich auch ganz ohne App agieren – muss sich dann aber merken, wann die nächste Behandlung fällig ist.

Die App bietet sowohl ein Behandlungstagebuch ...
... als auch Tipps zur Benutzung des Silk'n Infinity
Die App bietet sowohl ein Behandlungstagebuch ...
Fazit

Ergebnisse & Fazit

Für die Anwendung, besonders an den Beinen, sollte man genügend Zeit einplanen. Es dauert in der Regel 30 Minuten oder länger, um die Beine sauber abzufahren. Besonders dadurch, dass ein erstes Ergebnis erst nach fünf bis sechs Behandlungen zu sehen ist, muss man sich am Anfang sehr disziplinieren, die Anwendungen sauber und regelmäßig durchzuführen, denn nur dann ist auch mit Erfolg zu rechnen. Die Anwendungen finden zu Beginn alle zwei Wochen, später alle vier Wochen statt.

Kollegin Anne zieht als Fazit: Gestartet habe ich die Behandlung am 8. März 2017, nach drei Monaten waren erste Ergebnisse auszumachen. Vor dem Silk’n musste ich mindestens zwei Mal in der Woche meine Beine rasieren, jetzt reicht bereits ein Mal pro Woche. Von dem Versprechen, dass die Haare komplett entfernt werden, bin ich aber noch ein Stück entfernt. Für mich persönlich wäre das Gerät nichts – dazu bin ich zu ungeduldig. Dann lieber ab und zu für zwei bis drei Minuten die Beine rasieren.

Und ich resümiere: Ich habe die Behandlung ebenfalls im März gestartet und Mitte des Jahres erste Ergebnisse gesehen. Statt einer Rasur alle vier bis fünf Tage tun es nun auch mal zehn Tage oder gar zwei Wochen, ohne dass die Beine zu stoppelig werden. Das Versprechen einer schmerzfreien Behandlung kann Silk’n Infinity erfolgreich einlösen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Die Haarentfernung mit Silk’n eHPL an sich ist einfach, komfortabel und nahezu schmerzfrei. Der Zeitaufwand ist hoch und es dauert bis Ergebnisse zu sehen sind. Aber hey – was tut man nicht alles für schöne, glatte Beine.

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