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Gadget des Monats: Zepp Golf Kit Golfsensor



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Bewertung
Top Gadget für Golf-Anfänger
4,5

 Pro

  • Einfache Bedienung
  • Ausführliche Statistiken
  • Video-Aufnahmen
  • Vergleichs-Option

 Contra

  • Preis
  • Akku

Willkommen zum Gadget des Monats. Immer zum ersten Montag des Monats stelle ich euch hier einen Gadget-Test vor – und das kann von Kitsch bis Wearable alles sein.

Bei meinem ersten Test war ich zunächst nicht sonderlich begeistert. Denn unser Produktmanager Sven hat mir den Zepp Golfsensor in die Hand gedrückt. Also nichts gegen Gadgets, aber Golf? Ehrlich? Spielen das nicht nur Langweiler? Und ich muss jetzt auch? Aber da Sven so nett gefragt hat, konnte ich es ihm nicht abschlagen.

Wie sich der Zepp Golfsensor geschlagen und wie sich mein Verhältnis zu Golf entwickelt hat, lest ihr jetzt hier.

Lieferumfang

Schickes Design & zweckmäßiger Lieferumfang

Schicke Verpackung...
...mit Fenster zum Gadget.
Seitlich geöffnet enthüllt die Box...
...einen überschaubaren und zweckmäßigen Lieferumfang.
Schicke Verpackung...

Da ich noch nie gegolft gespielt habe, schnappte ich mir einfach meinen golfspielenden Kumpel Matze und wir verabredeten uns am regnerischsten Tag der Woche, um ein paar Bälle zu schlagen und den Golfsensor zu testen. Bei schönen Wetter kann das ja jeder.

Bevor wir uns aber zum Crossgolfen in den matschigen Wald trauen, haben wir das Gadget ausgepackt. Dieses kommt in einer schicken Verpackung daher, die sich aufklappen lässt und den Blick auf den Zepp Golfsensor freigibt. Um ihn dann aus seiner schwarz-grünen Box zu befreien, muss der seitliche Papier-Reißverschluss aufgezogen werden, der beim Ziehen immer wieder abreißt. Nervig, aber es gibt schlimmeres.

Im Inneren befindet sich neben dem Sensor selbst ein Ladegerät mit USB-Anschluss, ein Clip, um das Gadget am Golf-Handschuh zu befestigen und eine kurze Anleitung. Mehr braucht es auch nicht.

Bevor es losgeht, stecke ich das Gadget in die Ladestation und hänge es an den USB-Port des PCs. Die Ladezeit nutze ich, um mir die „Zepp Golf„-App aus dem Google Play Store zu laden und einzurichten. Nutzt ihr ein iPhone, steht euch die iOS-Version der App in Apples App Store zur Verfügung.

Software

Schicke, umfangreiche App ohne Zurück

Erste Einrichtung der "Zepp Golf"-App
Erste Einrichtung der "Zepp Golf"-App

Die App ist schnell heruntergeladen und natürlich benötigt auch diese Software eine Registrierung. Wie es mir auf die Nerven geht. Aus Bequemlichkeitsgründen wähle ich hierfür die Verbindung mit Facebook – ein Klick und das Nutzerprofil ist eingerichtet.

Anschließend geht es an die Einstellungen. Die ersten Angaben befassen sich mit eurer Person – also Geschlecht, Körpergröße und ob ihr Links- oder Rechtshänder seid. Danach könnt ihr noch Angaben zu eurem Equipment machen und eure Ziele festlegen. Hier stehen euch Tempo, Rückschwung, Schläger- und Handebene sowie verschiedene Einstellungen im Bereich Schlägerkopfgeschwindigkeit zur Verfügung.

Nachdem ich alles eingerichtet habe, klicke ich mich etwas durch das Menü. Hier sticht mir sofort der Reiter „Profispieler“ ins Auge, der euch drei Golfprofis anzeigt, die euch in einigen Videos ihre Techniken erläutern. Zudem habt ihr hier auch die Möglichkeit, die Schwünge der Profis untereinander oder mit euren eigenen Schwüngen zu vergleichen. Weitere Trainings-Videos findet ihr auch unter dem Menüpunkt „Trainingscenter“.

Im Bereich „Meine Spieler“ könnt ihr andere User hinzufügen und so schnell die verschiedenen Profile wechseln – damit lässt sich ein Golfsensor auch von mehreren Spielern nutzen.

Natürlich gibt es hier auch verschiedene Statistiken, aber zu denen komme ich später.

Die App lässt sich gut nutzen, ist intuitiv, allerdings macht es mich wahnsinnig, dass der Android-Zurück-Button kein „Zurück“ initiiert, sondern die App beenden will. Das geht komplett konträr zu meinem Benutzerpräferenzen und hat mich einige Male fluchen lassen.

Einsatz auf dem Platz

Auf in den Matsch - Test bei Regen

Zepp Golfsensor am Golfhandschuh
Ausführliche Statistiken & anschauliche Animation
Vergleich von Ziel & Status Quo
Video-Aufnahme
Zepp Golfsensor am Golfhandschuh

Nachdem wir mit der Einrichtung fertig sind, regnet es immer noch. Aber was soll’s, wir sind ja nicht aus Zucker. Als wir in einem Waldstück ankommen, statte ich zunächst Matze mit dem Zepp Golfsensor aus, der sich problemlos via Bluetooth mit meinem Tablet verbindet. Zuerst muss er seine Hände am Schläger positionieren, was die App genau trackt und dann kann er loslegen und abschlagen, während ich den Screen im Auge behalte.

Mit einem lauten Piep signalisiert mir mein Tablet, dass der Schlag getrackt wurde, ohne dass man zwingend aufs Display schauen muss. Clever. Hat der Caddy (in dem Falle ich) dann doch Gelegenheit, während der Schläge den Screen zu beobachten, sieht man die animierte Aufzeichnung des Schwungs. Diese Animation lässt sich im Bereich „Verlauf“ auch nachträglich jederzeit aufrufen und anschauen. Zudem könnt ihr euch neben dem Schlägerradius in Strich- oder Ebenendarstellung auch den Schwung eurer Hand anzeigen lassen.

Unter der Animation findet ihr verschiedene Menüpunkte. Hier könnt ihr euer Eisen wechseln, die Statistiken aufrufen und euch sogar beim Abschlag filmen lassen. Dazu positioniert ihr die Kamera so, dass sich der Spieler in der grünen Schablone befindet, dann einfach auf Aufnahme klicken und los geht es. Leider lassen sich die Videos nicht außerhalb der App anschauen oder teilen, was ich ein wenig schade finde.

Neben all dem kann ich euch empfehlen, die Zepp-App auf einem Smartphone zu testen und dieses während des Spiels an der Hüfte zu tragen – auf diese Weise misst die App auch euren Hüftschwung.

Nun zwingt Matze auch mich an den Schläger. Ich lege also Handschuh und Golfsensor an, ohne dass wir mir ein separates Profil erstellen – dafür ist es draußen zu nass. Nach ein paar Einweisungen schlage ich ab und es passiert… nichts. Es dauert gut zehn Schläge, bis Zepp auch bei mir zuverlässig arbeitet. Woran das genau liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht hatte das Gadget einfach ein paar Probleme, den neuen Nutzer im alten Profil zu erkennen.

Seid ihr mit eurem Spiel fertig, könnt ihr in Ruhe die Statistiken auswerten und die einzelnen Schläge vergleichen – die Daten geben auf jeden Fall viel her und einen guten Aufschluss darüber, wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.

Akku

Durchschnittliche Akku-Dauer

Zepp Golf & Ladestation
Zepp Golf & Ladestation

Nach gut einer Stunde ist das kleine Gadget aufgeladen. Die verbauten LEDs zeigen euch an, wie viel Power euch noch zur Verfügung steht.

Als wir gespielt haben, war Zepp die ganze Zeit verbunden und zu drei Vierteln Geladen, nach gut einer Stunde gab es bereits eine Akku-Warnung auf dem Tablet-Screen. Hier ist sicher noch Luft nach oben.

Allerdings hat das Gadget auch bei niedrigem Akku-Stand noch wacker durchgehalten und unaufhörlich die Schläge gemessen. Ein bis zwei Übungsstunde macht der Golfsensor also definitiv mit.

Fazit

Top-Gadget für Anfänger

Ich habe beim Test das erste Mal einen Golfschläger in der Hand gehabt, daher gebe ich einfach die Meinung meines Kumpels Matze wieder. Er war vom Zepp Golfsensor begeistert. Gerade Anfänger erhalten hier wichtige Daten, um ihren Abschlag zu verbessern und wissen auf diese Weise, in welchen Bereichen es noch Luft nach oben gibt. Das spart sicher die ein oder andere Trainer-Stunde.

Vor allem die Video-Funktion und der Statistik-Vergleich sind gute Analyse-Möglichkeiten, um irgendwann den perfekten Schwung zu erlangen. Zudem hält das Gadget am Handschuh bombenfest, auch wenn ihr mit viel Power abschlagt.

Und was mich angeht, ich bringe offenbar ein gewisses Golf-Talent mit und hatte daher wirklich Spaß – selbst bei Regen. Vielleicht mache ich demnächst ja doch noch einen Golfkurs, so spießig scheint mir der Sport gar nicht zu sein.

Wenn ihr das auch vorhabt, findet ihr das Zepp Golf Kit für 149 Euro im Cyberport-Webshop. Ich kann es euch auf jeden Fall empfehlen, auch wenn der Preis für ein derart kleines Gadget durchaus stattlich ausfällt.

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