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Das Dell Inspiron 13 5368 im Test



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Bewertung
Dell Inspiron 13 - ein stimmiges Gesamtpaket
4,5

 Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Gutes und präzises Touch-Display
  • Genügend Leistungsreserven im Alltag
  • Hervorragende Tastatur mit Beleuchtung
  • Keine Fremdsoftware installiert
  • Kaum Lüftergeräusche
  • Lange Akkulaufzeit
  • Wartungsklappe vorhanden
  • Großes, präzises Touchpad
  • Gute Lautsprecher

 Contra

  • Nicht sehr hohe Display-Helligkeit
  • Ungünstige Platzierung von Power-Button & Lautstärkewippe

Dell ist bekannt dafür, hochwertige Business-Notebooks auf den Markt zu bringen. Mit der XPS-Reihe beweist der Hersteller dies jedes Jahr aufs Neue. Doch auch im Consumer-Bereich zeigt Dell mit den neuen Inspiron-Modellen der 5000er und 7000er Serien, dass man den Trend der Zeit erkannt und jetzt ebenfalls gut ausgestattete Convertibles in den Größen 13, 15 und 17 Zoll im Angebot hat.

Alle Geräte sind mit aktueller Hardware, einem 360-Grad-Scharnier und einem Touchscreen ausgestattet. Ich darf das Dell Inspiron 13 5368-1104 mit Intel i5-6200u, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, 256 Gigabyte SSD und Full-HD-Display testen. Wie es sich im Alltagstest so schlägt, lest ihr jetzt.

Unboxing

Gut verpackt im dunkelgrauen Maßanzug

Beim Auspacken des Dell Inspiron 13 gibt es keine Überraschungen. Der Lieferumfang beschränkt sich auf das Netzteil mit Ladekabel und einer Schnellstartanleitung. Das Inspiron selbst macht auf den ersten Blick keinen auffälligen Eindruck. Das Design gefällt eher mit schlichter Eleganz und setzt nur mit dem silbernen Dell-Logo ein Highlight.

Trotz Kunststoff-Gehäuse ist die Haptik hervorragend. Das liegt zum einen an der insgesamt guten Verarbeitung, es knackt und knarzt nichts, und zum anderen an der ergonomisch sinnvollen Gestaltung. Die Ober- und Unterkanten des Deckels und Gehäuses sind abgerundet, so dass keine scharfen Kanten beim Schreiben, Tragen oder Öffnen des Convertibles stören.

Einzig die Platzierung des Power-Buttons und der Lautstärkewippe vorne an der rechten Seite wurde ungünstig gewählt. Wenn man nicht darauf achtet, kann es schon einmal vorkommen, dass man beim Verschieben oder Anheben des Notebooks die Tasten berührt und es versehentlich an oder ausschaltet oder die Lautstärke verstellt.

Lieferumfang: Notebook, Netzteil, Netzkabel
Design-Highlight: das silberne Logo
Die Verarbeitung ist gut
Das matt-graue Kunststoffgehäuse ist nicht anfällig für Fingerabdrücke
Lieferumfang: Notebook, Netzteil, Netzkabel
Display

Ordentliches IPS-Display mit guter Touch-Funktionalität

Bei dem 13-Zoll-Bildschirm des Dell Inspiron 13 handelt es sich um ein IPS-Display mit Full-HD-Auflösung und Touch-Funktion. Der Touchscreen reagiert stets präzise und schnell auf Eingaben. Die Darstellung ist insgesamt gut und die Blickwinkelstabilität überzeugend. Nur aus sehr flachen Betrachtungswinkel verdunkelt sich das Display leicht. Text wird sehr scharf dargestellt. Allerdings wirken die Farben etwas blass.

Die maximale Helligkeit reicht aus, um Reflexionen auf dem glänzenden Bildschirm in Innenräumen zu überdecken. Bei direkter Sonneneinstrahlung oder im Freien können Bildschirminhalte jedoch nur noch eingeschränkt abgelesen werden.

Das Display des Dell Inspiron 13 lässt sich um 360 Grad drehen. Die Scharniere bestehen aus Metall und halten das Display stets fest in seiner Position. Es wippt nur leicht nach, wenn es berührt wird.

Das Display lässt sich um 360 Grad umklappen
Die Blickwinkelstabilität ist dank IPS sehr gut
Bei seitlichen Betrachtungswinkeln nimmt die Helligkeit ab
Bei starkem Lichteinfall spiegelt das Display sehr
Die Farbwiedergabe des Panels ist gut
Die Touchbedienung ist sehr präzise
Das Display lässt sich um 360 Grad umklappen
Hardware

Aktuelle Ausstattung mit genügend Leistungsreserven

Dell hat dem Inspiron 13 moderne Hardware und ausreichend Anschlüsse spendiert. Das einzige was vielleicht fehlt, ist ein USB-Type-C-Port. Aber ansonsten ist das Convertible mit HDMI, zweimal USB 3.0, einmal USB 2.0, Kopfhörer und Kartenleser für den Alltag bestens gerüstet. Im Inneren ist ein Intel i5-6200U Prozessor mit 8 Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher verbaut.

Zusammen mit der 256 Gigabyte großen SSD ergibt das eine sehr gute Performance für Office- und Multimedia-Anwendungen. Selbst bei mehreren parallelen Anwendungen (Virenscan, 10-15 Browser-Tabs, Musik) konnte ich keinerlei Leistungseinbußen feststellen. Erfreulich unauffällig arbeitet in diesem Zusammenhang auch die Kühlung des Dell Inspiron. Der Lüfter muss im Alltag nur sehr wenig arbeiten und wenn er doch einmal zum Einsatz kommt, ist er angenehm leise.

Das verbaute WLAN-Modul Intel Dual Band Wireless-AC 3165 gehört sicher nicht zu den Leistungsstärksten in diesem Bereich, allerdings hatte ich zu keiner Zeit Empfangs- oder Verbindungsprobleme. Selbst über eine Entfernung von 10 bis 12 Metern über zwei Zimmer hinweg konnte ich problemlos HD-Videos streamen.

Die Lautsprecher bieten einen vernünftigen, wenn auch bassarmen, Klang. Allerdings ist dafür die Maximallautstärke umso beeindruckender. Bei einem halben Meter Entfernung konnte ich bis zu 75 Dezibel messen.

Dell verbaut neben der normalen HD-Webcam noch einen Infrarotsensor, sodass die Nutzung von Windows Hello unter Windows 10 möglich ist.

Alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden
Die Platzierung des Power-Buttons und der Lautstärkewippe ist ungünstig
Effiziente Kühlung - der Lüfter arbeitet sehr leise
Wartung: Die Unterseite kann geöffnet werden
Dank Infrarot-Sensor unterstützt die Webcam Windows Hello
Alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden
Tastatur

Das Schreibgefühl der Extra-Klasse

Besonders hervorheben möchte ich die Tastatur des Inspiron 13. Mit dieser lässt sich sehr gut arbeiten und das Schreibgefühl ist meiner Meinung nach hervorragend. Der Anschlag ist relativ hart, der Hub eher kurz und dennoch klappert nichts an der Tastatur. Die Tasten selbst sind nicht allzu groß, wodurch Dell den Abstand zwischen diesen jedoch etwas größer gestalten konnte. Dadurch lassen sich die Tasten sehr zielsicher treffen.

Die integrierte Beleuchtung verdient ebenfalls ein Lob, denn sie ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Allerdings hätte sich Dell die zweite Helligkeitsstufe auch sparen können, da der Unterschied quasi nicht existent ist. Insgesamt ist die Beleuchtung gleichmäßig und blendet auch bei kompletter Dunkelheit nicht.

Auch beim Touchpad hat sich Dell große Mühe gegeben. Es ist sehr groß, gut verarbeitet und arbeitet sehr präzise. Besonders der Klick-Bereich reagiert überaus zuverlässig. Zudem besitzt das Touchpad eine angeraute Oberfläche, wodurch die Finger sehr schön und flüssig über die Fläche gleiten.

Die Tastaturbeleuchtung ist gleichmäßig und ausreichend hell
Die Tastatur schafft ein hervorragendes Schreibgefühl
Das Touchpad ist groß und funktioniert stets präzise
Die Tastaturbeleuchtung ist gleichmäßig und ausreichend hell
Akku

Genügend Ausdauer für einen Arbeitstag

Gerade die Akkulaufzeit ist bei leistungsfähigen Convertibles der Knackpunkt. Die Geräte sollen leicht, handlich, viel Leistung und eine lange Akkulaufzeit bieten. Oft muss man dabei Kompromisse eingehen. Dell hat es zumindest geschafft, ein handliches Notebook mit ausreichend Power und einer vernünftigen Akkulaufzeit zu entwickeln.

Dass dabei das Gewicht von 1,7 Kilogramm über dem der Konkurrenz liegt, lässt sich in meinen Augen verschmerzen. Im Office- und Multimedia-Mix schafft das Inspiron 13 etwa 6-8 Stunden Laufzeit bei mittlerer Displayhelligkeit. Dabei habe ich zwei Drittel der Zeit mit Surfen und Schreibarbeit verbracht und ein Drittel mit Musik hören und YouTube. Im reinen Office-Betrieb mit aktiviertem WLAN und mittlerer Displayhelligkeit sind sogar 8-10 Stunden Akkubetrieb möglich. Das Dell Inspiron 13 übersteht also einen ganzen Arbeitstag ohne Netzteil problemlos.

Eine Akkuladung reicht für einen Arbeitstag
Trotz des Gewichtes von knapp 1,7 Kilogramm...
...ist das Dell Inspiron 13 noch handlich.
Eine Akkuladung reicht für einen Arbeitstag
Fazit

Der beste Allrounder in der Mittelklasse

Convertibles schießen momentan wie Pilze aus dem Boden und jeder Hersteller will seinen Teil dazu beitragen. Manchen gelingt dies mehr oder weniger erfolgreich. Ich konnte schon einige 2in1-Notebooks in Augenschein nehmen und das Dell Inspiron 13 5368-1104 ist in der Preisklasse von 650 bis 850 Euro meiner Meinung nach das beste Gerät.

Es gibt sicher Convertibles mit einem besseren Display, oder auch leichtere Geräte, aber als Gesamtpaket hat Dell mit dem Inspiron 13 ein hervorragendes Produkt auf den Markt gebracht. Das fängt bei der guten Verarbeitung an und geht mit der sehr guten Tastatur mit Beleuchtung, den leistungsfähigen Komponenten und der herausragenden Kühlung weiter. Nicht zu vergessen ist die Ausdauer des Akkus für einen Arbeitstag und Dell verschont den Nutzer mit ominöser Drittanbieter-Software, welche das System nur ausbremst oder sogar eklatante Sicherheitslücken aufweisen kann.

Wer ein Convertible ohne gravierende Schwächen sucht, ist mit dem Dell Inspiron 13 5368-1104 sehr gut bedient. Für 799 Euro bekommt man meines Erachtens momentan kein besseres 2in1-Notebook.

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