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AW2518H- Alienwares Gaming-Monitor im Test



Zugeordnete Tags Dell | Games | Display
Bereiche

Bewertung
Schnell, schick & teuer
4

 Pro

  • Hochwertige Verarbeitung & Materialien
  • Schmale Ränder
  • LED-Panels auf der Rückseite
  • hohe Bildwiederholrate von 240 Hz

 Contra

  • Hoher Preis
  • „Nur“ Full HD
  • Mit 24,5 Zoll recht klein

Die bis dato eher für Gaming-PCs und Gaming-Notebooks bekannte Dell-Tochter Alienware stellte nun den ersten Bildschirm des Unternehmens vor: Der Monitor richtet sich speziell an anspruchsvolle Gamer und setzt auf ein blitzschnelles TN-Panel mit einer Bildwiederholrate von sagenhaften 240 Hertz. Der Alienware AW2518H(F) ist in zwei Versionen wahlweise mit Nvidia G-Sync oder AMD FreeSync (erkennbar durch den Zusatzbuchstaben F) erhältlich und zielt auf finanzkräftige Spieler mit höchsten Ansprüchen an die Bildqualität. Ob der Preis von über 500 Euro diesem Premium-Produkt angemessen ist, klärt unser Testbericht.

Lieferumfang

Unboxing & Ersteindruck

In puncto Formensprache orientiert sich der Bildschirm klar am aktuellen Alienware-Design: Sehr kantig, durchaus futuristisch und auf jeden Fall außergewöhnlich. Rundungen sucht man hier vergeblich, alles ist gerade oder eckig. Die im typischen Alienware-Grau gehaltene Rückseite wird durch drei LED-Leisten und ein leuchtendes Alienware-Logo aufgewertet. Die Farben dieses sogenannten AlienFX Lighting lassen sich über das Bildschirmmenü anpassen oder auch einfach regenbogenartig durchrotieren und verleihen dem Monitor absolute Premium-Optik.

Der Fuß des Monitors ist aus Metall gefertigt und gibt ihm einen grundsoliden Stand – da wackelt nichts. Gleichzeitig ist die ganze Konstruktion auch überaus raumgreifend und bringt den Bildschirm recht nah an die Augen des Betrachters – was bei eher schmächtigen 25 Zoll prinzipiell auch keine schlechte Idee ist. Sämtliche Kabel werden elegant durch den Fuß des Monitors geführt und verschwinden anschließend unter einer Abdeckklappe – Freunde aufgeräumter Schreibtische freuen sich.

Die Verpackung lässt mehr Monitor vermuten...
als sich dann tatsächlich im voluminösen Karton befindet.
Die Verpackung lässt mehr Monitor vermuten...
Technische Daten

Technische Daten & Bildqualität

Der Alienware AW2518H bringt es auf eine Diagonale von 24,5 Zoll beziehungsweise 62,2 cm im 16:9-Breitbildformat, was für heutige Gaming-Monitore eher die Kategorie „klein“ einzuordnen ist. Konstruktionsbedingt wandert das Display jedoch recht nah ans Auge des Betrachters, was das ganze wieder etwas ausgleicht. Die Auflösung liegt bei 1.920×1.080 Pixeln und entspricht damit dem Erwartbaren – angesichts des Preises hätte es hier auch gern etwas mehr sein dürfen. Ein Kontrast von 1.000:1 verhilft dem Bildschirm zu farbstarken Bildern mit sehr tiefem Schwarz. Und mit einer Helligkeit von 400 cd/qm strahlt er auch an hellen Tagen ausreichend hell. Das schon angesprochene TN-Panel hat eine blitzschnelle Reaktionszeit von lediglich einer Millisekunde und gibt bis zu 240 Hertz bzw. Bilder pro Sekunde wieder. Lediglich bei flachen Betrachtungswinkeln bemerkt man, dass es sich hier um ein TN-Panel handelt – es kommt zu Farbänderungen. Je nach Variante sind außerdem Nvidia G-Sync oder AMD FreeSync an Bord.

Auch in puncto Konnektivität sieht es nicht schlecht aus beim Alienware-Erstling: ein DisplayPort 1.2, ein HDMI 1.4, vier USB3.0 (davon zwei an der Unterseite und zwei hinten am Bildschirm) und schließlich noch je ein Line-Out und ein Kopfhörerausgang lassen wenige Wünsche offen. Schmerzlich aufgefallen ist im Testbericht jedoch das Fehlen interner Lautsprecher. Klar – in den Monitor eingebaute Lautsprecher klingen meist nicht besonders gut. Aber sie gleich weglassen? Hier sollte Alienware – auch angesichts des Preises – beim nächsten Modell nachbessern und vielleicht auch noch einen dritten Video-Eingang spendieren.

Die Bildschirmdiagonale beträgt 24,5 Zoll beziehungsweise 62,2 cm.
Das Design ist Alienware-typisch sehr kantig.
Die beiden Füße des Monitors sind aus Metall gefertigt.
Die Bildschirmdiagonale beträgt 24,5 Zoll beziehungsweise 62,2 cm.
Technologien erklärt

Nvidia G-Sync & AMD FreeSync

Bei beiden Bezeichnungen handelt es sich um Technologien zur Synchronisation von Grafikkarte und Monitor. Die noch recht jungen Standards sollen für ein flüssiges Spielgefühl ohne Darstellungsfehler sorgen. Das Prinzip ist dabei leicht zu verstehen: Während herkömmliche Bildschirme stets mit festen Bildwiederholraten arbeiten, sind die gelieferten Bildraten der Grafikkarte abhängig von ihrer Leistungsfähigkeit, dem aktuellen Spiel und den getroffenen Grafikeinstellungen. Der Ansatz von G-Sync und FreeSync ist nun, beides in Einklang zu bringen, indem sich der Monitor flexibel an den Rhythmus anpasst, in dem die Grafikkarte frisches Bildmaterial liefert. Der Alienware AW2518H erreicht dabei Bildwiederholraten von bis zu 240 Hertz und sollte sich somit optimal an das Signal der Grafikkarte anpassen können.

Der Bildschirm ist höhenverstellbar.
Auf der Rückseite findet sich ein Alienware-Logo.
Durch dieses Gelenk ist der Bildschirm vielseitig einstellbar.
Der Bildschirm ist höhenverstellbar.
Hardware

Der Monitor im Gaming-Einsatz

Kommen wir zum eigentlich Bestimmungszweck dieses Bildschirms – Gaming. In diesem Sinne positiv zu erwähnen sind die matte Beschichtung des Displays, die Spiegelungen vorbeugt und die zahlreichen Verstellmöglichkeiten des Standfußes. Der Alienware AW2518H ist dabei nicht nur in der Höhe verstellbar, sondern lässt sich auch drehen, neigen und kippen. Er ist damit in alle erdenklichen Richtungen einstellbar, was ergonomisch anspruchsvollen Nutzern sehr entgegenkommen dürfte. Wenn gewünscht, sind sogar volle 90 Grad Drehung und damit Hochkantmodus möglich.

Das On-Screen-Display tut sein Übriges für Spielefans, hält es doch gamingspezifische Anpassungen bereit. Ob Anpassung der Reaktionszeit, ein Timer oder die aktuelle Bildwiederholrate (sehr interessant) – der Alienware-Monitor hält auf Wunsch zahlreiche Zusatzinformationen bereit. Abgerundet wird das durch vorkonfigurierte Anzeigemodi für verschiedene Spielegenres wie RTS oder FPS, die dann verschiedene Bildeinstellungen für ein besseres Spieleerlebnis anpassen. Übrigens: Abseits dieser Modi gibt es fast keine Optionen, um die Bilddarstellung des Bildschirms zu verändern. Lediglich Helligkeit und Kontrast lassen sich regeln, für Farbtemperatur und ähnliches gibt es keine Einstellungen.

Schließt man den AW2518H an eine aktuelle Nvidia-Grafikkarte an und startet ein kompatibles Spiel, kommt man endlich in den Genuss von G-Sync – mit einigermaßen aktuellen PCs sind in älteren Spielen wie Portal 2 so beispielsweise konstante 240 Bilder pro Sekunde möglich. Und das ist wirklich beeindruckend – so flüssig muss man erstmal spielen können. Selbst bei schnellsten Drehungen in Ego-Shootern kommt es zu keinerlei Tearing oder Bildflackern – es ist einfach nur atemberaubend flüssig und schnell. Anhand der FPS-Anzeige des Monitors lässt sich sogar nachverfolgen, wie sich die Bildwiederholrate ständig ans Spiel anpasst.

Das On-Screen-Display ist recht spartanisch gehalten.
Der Bildschirm ist höhenverstellbar sowie dreh-, neig- und kippbar.
Die Kabel werden durch den Fuß des Bildschirms geführt.
Das On-Screen-Display ist recht spartanisch gehalten.
Fazit

Schnell & schick, aber nicht billig

Es ist wirklich beeindruckend, wie flüssig und ruckelfrei Spiele in 240 Hertz auf einem so schnellen Monitor aussehen können. Das lässt sich leider nur beschränkt in Wort und Bild wiedergeben – sowas muss man schon mit eigenen Augen gesehen haben. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind die schnellen Reaktionszeiten und die hervorragende Bildqualität. Auch die Anschlussvielfalt, die allgemeine Ausstattung und Verstellbarkeit taugt für die Oberklasse. Einziges Manko: Für den Preis ist der Bildschirm doch relativ klein, außerdem offenbart das TN-Panel Schwächen bei flachen Blickwinkeln. Und bei der Auflösung hätte es dabei gern mehr als Full HD sein dürfen. Insgesamt ist er aber trotzdem ein schneller und schicker Monitor, der mit Sicherheit so einige Gamer glücklich machen wird.

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