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Apple Watch im Test



4
Zugeordnete Tags Produkttest | Apple | Smartwatch
Bereiche

Bewertung
Praktische Smartwatch mit Verbesserungs-potenzial
3,5

 Pro

  • Verarbeitung & Qualität
  • Große Auswahl an Armbändern
  • Große Auswahl an Modellen
  • Kostenloses XL-Armband auf Wunsch
  • Schnelle Einrichtung

 Contra

  • Wenig Speicher
  • Geringe Auswahl Apps
  • Relativ hoher Preis
  • Weckermodus nur mit Ladegerät

Mit Smartphones ist man überall erreichbar und die immer besseren Datenübertragungsraten machen die mobile Nutzung noch leichter. Das Smartphone hat sich damit komplett in unseren Alltag integriert. Seit einigen Jahren gibt es nun auch Smartwatches mit vielfältigen Funktionen, die sich in Zukunft ebenfalls zur technischen Selbstverständlichkeit entwickeln könnten. Eine davon ist die Apple Watch Sport, die ich für euch getestet habe.

Auswahlmöglichkeiten

Silber, space grau oder doch rosé gold

Sich das richtige Modell auszusuchen, ist gar nicht so einfach. Apple bietet eine große Auswahl an Modellen. Zuerst muss man sich für eine Display-Größe entscheiden. Die Watch mit dem 38 Millimeter großen Display ist etwas filigraner, als das 42-Millimeter-Modell und daher eher für schlanke Arme geeignet. Das gängigste Modell ist wohl die Watch Sport. Diese gibt es in den Gehäusefarben silber, roségold, space grau und gold. Dazu lassen sich Armbänder in unterschiedlichen Farben und aus verschiedenen Materialien kombinieren.

Die Apple Watch hat einen Speicher von 8 Gigabyte, wovon aber lediglich 2 Gigabyte für Musik und 75 Megabyte für Fotos zur Verfügung stehen. Die Akkulaufzeit beträgt bei normaler Nutzung zwei Tage. Beträgt der Akkuladestand unter 10 Prozent, kann eine Art Energiesparmodus eingeschaltet werden, bei dem nur noch die Uhrzeit angezeigt wird.

Es gibt viele Ausführungen der Apple Watch. Mein Testgerät ist die ganz Rechte.
Es gibt viele Ausführungen der Apple Watch. Mein Testgerät ist die ganz Rechte.
Lieferumfang & erster Eindruck

Fluorelastomer & Aluminium

Da Apple nichts dem Zufall überlässt, ist schon das Auspacken ein kleines Erlebnis. Die Watch Sport kommt in einer schlichten aber schicken länglichen Verpackung daher. Zum Lieferumfang gehören neben der Smartwatch selbst, das magnetische Ladekabel, ein USB-Netzteil, die Bedienungsanleitung und ein Armband, welches anpassbar auf die Längen S/M und M/L ist. Sollte das Armband dennoch zu klein sein, kann man sich kostenlos eine XL-Variante bei Apple ordern.

Das Sportarmband aus Fluorelastomer, einem flexiblen Kunststoff, ist sehr leicht und schmiegt sich angenehm dem Handgelenk an. Das Aluminium-Gehäuse wirkt sehr hochwertig und robust. Das Display ist zudem durch das verbaute Glas aus Aluminiumsilikat, auch Ion-X Glas genannt, resistent gegen Kratzer.

Ich habe mich für das 42-Millimeter-Modell in roségold und altweiß entschieden
Ich habe mich für das 42-Millimeter-Modell in roségold und altweiß entschieden
Software

Intuitive App & vielfältige Einstellungen

Nach dem Auspacken geht es ans Einrichten. Wie von Apple gewohnt, gestaltet sich das intuitiv und unkompliziert. Einfach die App „Watch“ öffnen und das iPhone mit der Smartwatch via Bluetooth verbinden. In der App gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten, so zum Beispiel kann festgelegt werden, wann die Uhrzeit angezeigt werden soll: Beim Heben des linken oder rechten Arms, wenn man das Rädchen, auch unter dem Namen „Digital Crown“ bekannt, drückt oder durch Tippen auf das Display. Zudem können die Apps, die für die Watch zur Verfügung stehen,  vom iPhone gespiegelt werden.

Funktionen

Mehr als eine Uhr?

Apple bietet unterschiedliche Ziffernblätter, auch Smartfaces genannt.
Time Travel - eine Zeitreise durch anstehende Termine
Apple bietet unterschiedliche Ziffernblätter, auch Smartfaces genannt.

Aber was kann die Apple Watch noch außer die Uhrzeit anzeigen? Für mich persönlich ist es wichtig erreichbar zu sein. Meist habe ich Anrufe verpasst, weil ich es nicht gehört habe oder gerade nicht rangehen konnte. Durch die Vibration bei eingehenden Anrufen, SMS und WhatsApp-Nachrichten werde ich nun über meine wichtigsten Benachrichtigungen informiert.

Nachrichten können dabei über kurze, vorgegebene Antworten, Sprachnachrichten oder Emojis beantwortet werden. Auf Anrufe kann unterschiedlich reagiert werden. Legt man die Hand auf das Display, wird die Watch stumm geschaltet. Wird der Anruf angenommen, kann direkt über den Lautsprecher der Watch telefoniert werden. Natürlich kann der Anruf auch über das iPhone angenommen und geführt werden.

Weiterhin finde ich den Timer sehr praktisch. Gerade beim Kochen ist dieser sehr hilfreich. Es können mehrere Zeiten gestellt werden und, wenn der Timer am iPhone eingestellt wird, meldet sich auch die Watch. Mit einem Wisch nach oben, hat man außerdem Zugriff auf den Musikplayer, die Pulsmessung, die Akkuanzeige, den Aktivitätsring, den Kalender und vieles mehr. Sehr hilfreich ist hierbei die Kalender-Funktion. Die anstehenden Termine können ganz normal im Kalender angeschaut werden oder über Time Travel, eine Art Zeitreise durch die eigenen Termine.

Viele kompatible Apps gibt es leider noch nicht, allerdings vermisse ich bisher nichts. Regelmäßig nutze ich die App von Spiegel Online und Zeit Online sowie die Karten-App. Die Navigation ist vor allem beim Fahrradfahren sehr nützlich, da man sich voll auf den Weg konzentrieren kann und das iPhone nicht am Lenkrad festmachen muss.

Funktionen

Fitness-Tracker & Wecker

Schließen sich die Ringe am Ende des Tages, hast du dein Tagesziel erreicht.
Die Apple Watch im Nachtmodus, was leider nur mit Ladegerät funktioniert.
Schließen sich die Ringe am Ende des Tages, hast du dein Tagesziel erreicht.

Auch als Aktivitäts-Tracker kann die Apple Watch genutzt werden. Als erstes müssen die üblichen Parameter angegeben werden. Danach werden die Aktivität des Nutzers gemessen und in drei Bewegungsarten eingeteilt: Stehen, Bewegen und Trainieren. In der Aktivitäts-App werden diese dann durch drei verschiedenfarbige Ringe angezeigt. Sind die Ringe am Ende des Tages geschlossen, habe ich mein Tagesziel erreicht. Zusätzlich gibt es noch eine Wochenübersicht. Die gleiche App gibt’s auch für das iPhone, wodurch sogar eine Monatsansicht angezeigt werden kann

Zudem werden die Daten auch in die Health-App übertragen. Ich nutze diese Funktion täglich, denn sie hilft mir meinen Schweinehund zu überwinden. Für etwas anstrengendere sportliche Aktivitäten steht die Workout-App bereit. Bei einer Radtour zum Beispiel werden verbrauchte Kalorien, verstrichene Zeit und absolvierte Kilometer angezeigt.

Weiterhin nützlich finde ich die Wecker-App. Wie auch beim Timer meldet sich die Watch zur Weckzeit mit einer Vibration. Die Uhr kann aber auch seitlich auf dem Nachttisch gelegt werden und mit Hilfe des Ladegerätes schaltet die Watch in den Weckermodus. Bevor die Zeit zum Aufstehen naht, wird das Display heller und der Text gelb. Leider wird nur der voreingestellte Weckton ausgegeben, eigene Töne oder Lieder können nicht abgespielt werden.

Fazit

Praktisch, aber verbesserungswürdig

Die Apple Watch hilft im Alltag durchaus weiter und sie ist durch aus mehr als nur eine Spielerei. Das Wearable kann zu mehr Bewegung motivieren und hilft dabei wirklich wichtige Benachrichtigungen nicht zu verpassen. Auch das Design und die Verarbeitung ist positiv hervorzuheben. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Individualisierung durch die unterschiedlichen Ziffernblätter sowie Farbe und Material der Smartwatch.

Allerdings gibt es durchaus Verbesserungspotenzial. Mehr kompatible Apps, mehr Weckertöne und eine längere Akkulaufzeit sowie ein größerer interner Speicher für eigene Daten wären beispielsweise wünschenswert. Also können wir nur hoffen, dass die neue AppleWatch, die schon in den Startlöchern sitzt ein paar Überraschungen bereit hält.

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4 Kommentare

  1. avatar
    Tobias schrieb am
    Bewertung:

    Optisch gefällt mir die Apple Watch schon, aber wenn man sie mal aufs wesentlich reduziert, es handelt sich um eine Uhr, die die Zeit anzeigen soll. Zumindest das sollte auch über längere Zeit gewährleistet sein. Es ist schon seltsam, wenn ich morgens aus Haus gehe und je nach Nutzung nachmittags oder abends nicht mehr die Zeit von meiner Uhr ablesen kann, weil der Akku alle ist.

    Ich habe längerer Zeit diese Bluetooth-Uhr https://de.casio-shop.eu/shop/uhren/funktion/bluetooth-uhren/stb-1000-4ef/ und nutze sie fast täglich mit meinem iPhone und der Runtastic App und ich musste sie noch nicht aufladen.

    Ich muss schon andauernd mein iPad und iPhone laden, da möchte ich nicht noch ein Gadget haben, dessen Akku andauernd nach "Aufladen!" schreit.

    Weckermodus nur mit Ladegerät finde ich auch witzig, da kauft man sich eine Uhr und der Wecker funktioniert nur wen die Apple Watch am Ladegerät angeschlossen ist. Eine Uhr sollte einfach funktionieren, ohne dass man sich viel Gedanken machen muss, das ist bei der Apple Watch meiner Meinung nach noch nicht erreicht.

  2. avatar
    Dirk Lindner schrieb am
    Bewertung:

    Hallo Tobias, da hast du natürlich recht – eine Uhr sollte primär die Zeit anzeigen. Testerin Nicole kommt hier auf Laufzeit von zwei Tagen, auch bei intensiver Nutzung sollte ein Tag wirklich immer drin sein. Wer etwas mehr Akkulaufzeit wünscht, kann aus meiner Sicht auch zur Pebble greifen. Beste Grüße, Dirk.

  3. avatar
    Tobias schrieb am
    Bewertung:

    Hallo Dirk, einige Kollegen haben die Apple Watch und der Akku macht schon am Tage schlapp. 2 Tage würde ich durch aus okay finden.

  4. avatar
    Bewertung:

    einen Tag hält die Apple Watch 42 locker auch unter Extremsituationen durch. Im Schnitt komm ich auf 1,5 bis 2 Tage.

    Der Wecker geht natürlich auch ohne Ladegerät. Was hier gemeint ist, ist die Nachtanzeige welche nur bei angeschlossenem Ladegerät funktioniert. Also ein spezielles Nachtdesign welchen hochkant angezeigt wird. Die hat man dem eigentlichen Wecker aber nicht zu tun.

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