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Adobe Creative Cloud Foto-Abo oder Photoshop Elements 2018?



Zugeordnete Tags Adobe | Fotografie | Software
Bereiche

Adobe hat im Bereich Foto- und Videobearbeitung einiges an Software zu bieten, sodass es inzwischen schwer fällt, sich für die passende zu entscheiden. Nicht nur, dass es inzwischen größere Bundles aus mehreren Programmen gibt, sie richten sich auch noch an ähnliche Zielgruppen, sind aber dennoch sehr verschieden. Um die Unterschiede aufzuzeigen und Empfehlungen abzugeben, habe ich beide Pakte getestet und stelle sie euch hier vor.

Am Ende dieses Artikels könnt ihr übrigens eine von fünf Lizenzen für Adobe Photoshop Elements 2018 gewinnen. Was ihr dazu tun müsst, lest ihr unten.

Creative Cloud Foto-Abo

Adobe Creative Cloud im Foto-Abo

Das Fotopaket der Adobe Creative Cloud besteht im Grunde aus Photoshop CC und dem bisher bei Einsteigern bis hin zum Profifotografen bekannten Lightroom, welches durch zusätzliche Programme und Apps erweitert wurde. Zusätzlich gibt es 20 Gigabyte beziehungsweise ein Terabyte Cloud-Speicher. Besonders für die Fotoentwicklung und grundlegende Bearbeitung ist Lightroom weiterhin das Tool, das Maßstäbe setzt und bisher wie kaum ein anderes darauf ausgelegt ist, eine große Anzahl an Bildern gleichzeitig zu verarbeiten. Eine ausgereifte Bibliotheksverwaltung und der in meinen Augen beste RAW-Konverter für die Entwicklung von Rohmaterial direkt aus der Kamera wissen zu überzeugen.

Lightroom CC als Mobilversion
Lightroom CC als Mobilversion
Creative Cloud Foto-Abo

Adobe Photoshop CC & Lightroom CC

Seit diesem Jahr ist Adobe Lightroom nur noch als Abo erhältlich, das heißt ihr müsst hierfür jährlich bezahlen, bekommt dafür aber auch Photoshop CC gratis dazu. Photoshop CC spricht vor allem Profis an, benötigt gern den ein oder anderen Lehrgang und kann von der grundlegende Bilderstellung bis hin zu Vektorgrafiken nahezu alles, was man sich als Grafiker wünschen kann. Zeichnen, Gestalten sowie Retuschieren ist mit kaum einem anderen Programm einfacher möglich. Bis vor kurzem war diese Software für mehrere hunderte Euro vor allem den Firmen vorbehalten, die damit ihr Geld verdienen. Dementsprechend groß und vielseitig ist der Funktionsumfang, der nun auch kleineren Kunden bezahlbar zugänglich geworden ist.

Neu im Creative Cloud Abo ist Lightroom CC, welches speziell für die Nutzung an Notebooks, Tablets und Smartphones konzipiert ist und die übersichtliche Bearbeitung von Fotos auch an kleineren Endgräten ermöglicht. Hierbei handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem ihr nicht zeichnet oder gestaltet, sondern bestehende Fotos entwickelt, bearbeitet und anschließend teilt. Über die Adobe Cloud werden die Dateien synchronisiert und auf allen verbundenen Geräten bereitgestellt.

Photoshop CC - das Profitool
Photoshop CC - das Profitool
Zielgruppen

Creative Cloud Foto-Abo & seine Zielgruppen

Die Software-Lösung und das gesamte Bundle richtet sich an Hobby- oder Profifotografen, welche eine Komplettlösung angefangen bei der Organisation von Bildern und vollständiger RAW-Entwicklung bis hin zu professioneller Bildgestaltung suchen. Außerdem stellt das Foto-Abo eine App für alle mobilen Endgeräte zur Verfügung, um Bilder auch unterwegs zu bearbeiten und zu teilen. Jeder mit einer Kamera, der halbwegs regelmäßig Fotos bearbeitet, kann hier glücklich werden. Nur wenn man diese Anwendung selten nutzt, lohnt sich der monatliche Preis auf lange Sicht kaum.

Das Creative-Cloud-Abo bietet Optionen für jedermann.
Das Creative-Cloud-Abo bietet Optionen für jedermann.
Photoshop Elements 2018

Der Photoshop-Elements-Organizer

Neben dem Foto-Abo habe ich mir auch noch Photoshop Elements 2018 genauer angesehen. Diese Software besteht aus dem Organizer und dem eigentlichen Editor. Das Organizer-Programm erleichtert das Finden von Fotos, unterstützt aber keine echte Mehrfachbearbeitung wie Lightroom, da jedes dort ausgewählte Foto erst in Photoshop Elements geöffnet werden muss. Hier können dafür Alben und Ereignisse übersichtlich erstellt und Fotos nach Gesichtern und Orten durchsucht werden. Zum schnellen Finden von Fotos ist der Organizer gut geeignet. Eine erste leichte Bearbeitung, im wesentlichen bestehend aus vorgefertigten Vorlagen für Schärfe, Helligkeit und Farbe sowie einigen Effekten und Filtern, wie ihr sie aus Instagram und Co. kennt, gibt es hier ebenfalls. Diese genügen für eine kleinere, weniger anspruchsvolle Bearbeitung ohne Eingriff in Details der Fotoentwicklung.

Vorgefertigte Filter für schnelle Lösungen
Schnelle Anpassungen der Helligkeit
Farbfilter ohne detaillierte Einstellungen
Gesichtererkennung funktioniert zuverlässig
Vorgefertigte Filter für schnelle Lösungen
Photoshop Elements 2018

Der Photoshop-Elements-Editor

Erst durch ein Klick auf den Editor startet die eigentliche Software von Photoshop Elements 2018 und öffnet das zu bearbeitende Bild zunächst im RAW-Konverter. Hier können grundlegende Fotoeinstellungen getroffen werden, die aber nicht an die Optionen von Lightroom heranreichen.

Angelehnt an das eigentliche Photoshop steht mit Photoshop Elements 2018 eine Software zur Verfügung, welche grundlegend auf Adobe Photoshop aufbaut, jedoch in den Menüs und Funktionen eine andere Zielgruppe anspricht. Zwar werkeln im Hintergrund dieselben Mechaniken, der Vordergrund und die Bedienung ist jedoch deutlich einfacher gestaltet. In der Standardansicht werdet ihr durch große Menüs geführt und gefragt, was ihr tun möchtet. So kann man zwar beispielsweise die Belichtung anpassen, dies aber nur mit einem einfachen Regler, der das gesamte Bild aufhellt, ohne dass ihr dabei Einfluss auf Schatten, Lichter, Schwarzwerte oder sonstige tiefere oder individuellen Einstellungen habt. Die Software entscheidet hier selbstständig und lässt einem wenig künstlerischen Freiraum. Dafür benötigt ihr aber auch deutlich weniger Know-How.

Neben den einfachen Einstellungen für Belichtung, Beleuchtung, Farbe und Balance könnt ihr im zweiten Menüpunkt selbiges nochmals vollautomatisch durchführen lassen. Hier hilft euch ein Assistent, die richtige Einstellung zu treffen. Ihr wählt dazu einfach wieder, was ihr tun wollt und die Hilfe zeigt euch, welcher der zwei Optionen ihr anklicken könnt. In meinen Augen eine kinderleichte Bedienung.

Eingeschränkte RAW-Einstellungen beim Import in den Editor
Filter ermöglichen einige wenige Anpassungen
Übersicht der Biblitothek
Eingeschränkte RAW-Einstellungen beim Import in den Editor
Expertenmodus

Elements & der Expertenmodus

Wechselt ihr in den Expertenmodus, könnt ihr wieder selber Hand anlegen und mit einigen Tools Bilder bearbeiten und gestalten. Dennoch bleibt nicht nur optisch immer der Eindruck, dass es sich hierbei ausschließlich um eine sehr einfach RAW-Entwickler handelt. Als Werkzeuge stehen zwar nun ein Pinsel, das Textwerkzeug, Füllwerkzeuge oder der Radiergummi zur Verfügung, an Photoshop erinnert es hier außer dem groben Design kaum. Größter Unterschied der Expertenansicht ist die Verfügbarkeit von Ebenen, welche aber ebenfalls deutlich vereinfacht sind. Wenn man sich hier etwas länger damit beschäftigt, kann man schon einiges erreichen, die Beschneidungen wirken aber dennoch zu extrem, um es als echte Photoshop-Alternative bezeichnen zu können.

Vergleich Photoshop CC & Photoshop Elements 2018
Vergleich Photoshop CC & Photoshop Elements 2018
Zielgruppe

Photoshop Elements 2018 für Einsteiger perfekt

Für Photoshop Elements 2018 spricht, dass es sehr einfach und leicht bedienbar aufgebaut ist. Es ist zudem deutlich günstiger als das aktuelle Creative Cloud Foto-Abo und kann schnell und einfach Fotos bearbeiten. Die Möglichkeiten beschränken sich aber zu Großteilen in sehr einfach gehaltenen Grundbearbeitungen und vordefinierten Filtern.

Der Name lässt vermuten, dass Photoshop Elements 2018 sich irgendwo zwischen Lightroom und Photoshop einordnen lässt. Es ist aber vielmehr eine Fotobearbeitungs-Software für Einsteiger, die beim Anpassen von einfachen Einstellungen hilft und Assistenten für einfache Aufgaben zur Verfügung stellt.

Photoshop Elements 2018 und all seine Assistenten und Möglichkeiten, richten sich viel mehr an unerfahrene Personen, die gern ein Foto aus der Digitalkamera oder vom Smartphone am PC bearbeiten möchten. Am besten vollautomatisch oder nur mit einem kleinem Regler solltet ihr hier alles durchführen können, bekommt zudem noch eine ausführliche Erklärung, was ein Kontrast ist und wie man diesen verändert. Da es keine monatlichen Kosten verursacht, kann ich es Einsteigern empfehlen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass diese damit überfordert sind.

Nur festgelegte Anpassungen - keine tiefergehende Bearbeitung
Nur wenig Anpassungen möglich
Nur festgelegte Anpassungen - keine tiefergehende Bearbeitung
Fazit

Persönliche Empfehlung

Jeder, der etwas mehr aus Fotos herausholen möchte, diese etwas professioneller bearbeiten möchte oder größere Sammlungen sein Eigen nennt, kommt um das Adobe Creative Cloud Foto-Abo kaum herum. Hierzu werde ich auch in Kürze einen genaueren Bericht veröffentlichen, um die Vor- und Nachteile dieses Abos zu erläutern.

Photoshop Elements 2018 empfinde ich für mich als semiprofessionellen Fotografen als zu sehr eingeschränkt, es stehen zu wenige Optionen in der Fotoentwicklung für ambitioniertere Anwender offen und Filter sind kaum anpassbar. Neulingen und Hobby-Fotografen wird mit dieser Software die Bearbeitung von Fotos leicht gemacht und ihnen dank der Assistenten auch beratend zur Seite gestanden. Für diese Zielgruppe kann ich das Programm auf jeden Fall empfehlen.

Gewinnspiel

Gewinne eine Lizenz von Photoshop Elements 2018

Wenn auch du dich langsam an das Thema Fotobearbeitung herantasten möchtest, dann mach jetzt mit bei unserem Gewinnspiel und gewinne eine von fünf Lizenzen für Adobe Photoshop Elements 2018.

Schreibe dazu einfach eine Mail mit dem Betreff „Gewinnspiel: Photoshop Elements“ an cyberbloc@cyberport.de und schon landest du im Lostopf. Die Aktion endet am 19.02.2018 – die genauen Teilnahmebedingungen findest du hier.

 

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