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Produkttest: Microsoft Office 2011 für Mac – Teil 2



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Neue Office-Suite für den Apfelliebhaber…
Word 2011: Mit der schon im letzten Artikel erwähnten Vorlagenauswahl gelingen Newsletter und Schulungsunterlagen in Word 2011 wesentlich besser und schneller – hier sehe ich sogar ein noch höheres Nutzungspotential als bei Powerpoint innerhalb von Office 2011 für Mac. Die Toolbox-Formatvorlagen erlaubt eine schnelle und einfache Formatierung der geschriebenen Texte. Dank eines Farbsystems ist auch schnell in mehrseitigen Dokumenten zu erkennen welche Formatierung Verwendung finden. So lassen sich viel flotter und effizienter Formatfehler entdecken und beseitigen.
Mit der neuen Ansicht „Veröffentlichungslayout“ können Objekte und Elemente auf der Seite einfach in den Text gezogen werden und der Text passt sich automatisch an – vorbei sind die Zeiten als man nur relativ starr Objekte einfügen und dann den Text entsprechend anpassen musste. Mittels dynamischer Lineale können die Layouts des Weiteren wesentlich verbessert werden. Eine Funktion die mir sehr gefällt ist die Vollbild-Darstellung: Unwesentliches wird ausgeblendet – die Arbeitsvorlage wirkt wesentlich ruhiger und man kann sich voll und ganz auf das Schreiben oder auch Lesen konzentrieren. Wie schon durch die anderen, zahlreichen Verbesserungen, steht auch bei dieser Funktion das konzentrierte und zeitsparende Arbeiten für das zu erstellende Objekt im Vordergrund.

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Outlook 2011
Endlich erhalten auch Mac-User eine vollständige Version von Outlook, so ist nun ist eine korrekte Verbindung zu einem Exchange-Server mit aktiviertem Exchange Web Services möglich. Der Anwender erhält dadurch Gruppenfunktionen wie Adressbücher, Meeting-Anfragen und die sichtbare Verfügbarkeit von Teilnehmern im Kalender. Wer sich allerdings auf Google und die Exchange Technology als Alternative freut, dem sei gesagt, dass Google nach wie vor keine volle Exchange-Funktionalität bietet – zu früh gefreut.

Nett ist übrigens auch die Zusammenfassung von E-Mails in der Unterhaltungsansicht. Hierbei erhält man eine Zusammenstellung von passenden E-Mailt-Threads, dies erleichtert die Suche nach älteren E-Mails enorm – gerade wenn viele Nachrichten den Posteingang verstopfen. Weiterhin bietet eine Unified Inbox die Möglichkeit E-Mails von verschiedenen E-Mail-Adressen an einer Stelle zusammenzuführen. Gerade wer mehrere Konten abfragt, wird sich über diese Möglichkeit freuen. Wer eine klassische Übersicht haben möchte, kann sich natürlich auch die E-Mails weiterhin getrennt nach Accounts geordnet anzeigen lassen. Die Switcher von Windows auf Mac können endlich auch eine PST-Datei (einen unter Outlook erstellten Datenbestand) mitnehmen. Die PST-Datei muss aber zu diesem Zweck von einem Outlook 2003 oder neuer kommen.

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Der Kalender von Outlook hat nun auch endlich einige nette Features bekommen: Bei einer Termineinladung kann der Nutzer die eigene Verfügbarkeit und Randtermine rund um den geplanten Termin prüfen und die anstehenden Termine können zudem übersichtlich angezeigt werden – ohne dass man den kompletten Kalender öffnen muss.

PowerPoint 2011
Die richtige Verwendung von PowerPoint kann durchaus den ausschlaggebenden Unterschied in einem Meeting ausmachen. Mit Powerpoint 2011 gelingen wesentlich hübschere Folien als zuvor, mit etwas Liebe und Sachverstand ist es durchaus möglich das Niveau einer Präsentation von Apples Keynote zu erreichen.

Die Folienübergänge haben jetzt schönere Animationen und 3D- Effekte. Videos können jetzt endlich in die Präsentation nicht nur eingebunden, sondern auch vollständig eingebettet werden. Zuvor musste man eine ganze Dateisammlung verwalten. Während der Präsentation unterstützt PowerPoint 2011 natürlich auch den Sprecher, so kann er die aktuelle Folie, die nächste Folie und die persönlichen Notizen zu jeder Folie auf einem separaten Display anschauen. Weiterhin wird auch die Zeit mitgestoppt, so dass man ohne extra auf die Uhr zu schauen Kontrolle über die Länge des Vortrags erhält.

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Ein absoluter Pluspunkt ist die Erstellung von komplexen Folien: Verschiedene grafische Objekte lassen sich überlappend anordnen in einer 3D-Perspektive. Besser als die bisherige 2D-Anordnung der Elemente und das nervige hin und her springen. Und die andere Sache die ich perfekt finde und auch schon genutzt habe ist die Möglichkeit die Präsentation als Broadcast-Diashow zu veröffentlichen: Mit meinem Windows Live Account kann ich die Präsentation via verschickter URL bis zu 50 Zuschauern zur Verfügung stellen und kann meinen Vortrag so unabhängig vom eigentlichen Ort halten.

Excel 2011
Excel als Lieblingstool der „Numbercruncher“ erhielt im Office 2011 einige gute Verbesserungen – insbesondere sind hier die Sparklines hervorzuheben. Sparklines sind visuelle Darstellungen von Daten von einzelnen Zellen. Somit muss man nicht für jede Gelegenheit ein
separates Diagramm zeichnen. Sparklines gibt es aber nur in den neuesten Office Versionen – hier ist beim Datenaustausch Vorsicht geboten wenn das Gegenüber keine entsprechende Office-Version besitzt. Beim Erstellen von Regeln kann man zudem mit dem neuen Tool der Regel-Schnellauswahl auch viel Zeit sparen – eine evtl. Anpassung ist garantiert.

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Fazit
Lohnt sich nun der Wechsel zum neuen Office 2011 für Mac? Definitiv mag ich dies bejahen: Die neuen Features, Tweaks und Verfeinerungen überzeugen auf ganzer Linie und machen den Arbeitsablauf flüssiger, damit schneller und auf das Produkt konzentriert. Insbesondere unter PowerPoint und Word merke ich den Effekt besonders – Outlook habe ich nur des Testes wegen genutzt, kann aber hier einen guten Vergleich zu Outlook 2003 ziehen. Die Möglichkeit mit Vorlagen, Multimedia-Inhalten und Menübändern (Ribbon) einfacher zu arbeiten überzeugt sicherlich auch die Einsteiger, die sich von Grund auf wahrscheinlich etwas schwerer tun etwas aufs Papier zu bringen.

Was gefällt mir absolut nicht? Die Performance von Office 2011 ist zwar besser als bei Office 2008, aber trotzdem gibt es einen kleinen Kritikpunkt. Der Zeitverzug zwischen schneller Texteingabe und der anschließenden Bildschirmdarstellung ist deutlich spürbar. Aber auch andere Funktionen werden nicht ganz so fix umgesetzt wie ich dies gerne hätte. Trotz alledem, kann ich das Office-Paket 2011 für den Mac nur empfehlen – sowohl bisherigen Nutzern älterer Office-Versionen am Mac, als auch PC-Umsteigern.

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