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Essential Phone - das modulare Smartphone des Android-Erfinders



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Der Name Andy Rubin dürfte vielen Nutzern eines Android-Smartphone nicht geläufig sein, dabei ist er der Vater des mobilen Betriebssystems – ohne ihn gäbe es Android also nicht. Nun ist er mit seiner neuen Firma Essential angetreten, um es besser als Samsung, Apple und Co. zu machen.

Dabei hat er eine klare Vision: Smartphones sollen stabiler werden, besser in der Handhabung, das Zubehör mit allem was dazu gehört, sollen eine Einheit bilden, auch wenn es nicht von Essential selbst produziert wird. Hinzukommen sollen eine einfache Bedienung und Einrichtung – also alles das, was wir Kunden uns wünschen.

Das Essential Phone ist Teil des Ganzen

Schicke Front des Essential Phone wieder fast ohne Displayrand
Die Front besteht aus Corning Gorilla Glass 5.
Insgesamt ist das Design des Essential Phones elegant gehalten.
Mit 7,8 mm Dicke ist das Essential Phone nicht besonders schlank.
Schicke Front des Essential Phone wieder fast ohne Displayrand

Das Essential PH-1 soll direkt ganz oben mitmischen oder noch besser: alles aufmischen. Die Hardware ist über jeden Zweifel erhaben, birgt aber keine wirklichen Überraschungen. Dasselbe gilt für das Design. Hier ist alles minimalistisch sowie ohne Schnörkel gehalten und damit fast schon zeitlos elegant.

Das Smartphone besteht zum größten Teil aus Titan und Keramik. Rubin und sein Team sind der Meinung, dass nur dieser Materialmix robust genug für unsere alltäglichen Begleiter ist. Es mutet aber seltsam an, dass das Smartphone offensichtlich nicht einmal spritzwassergeschützt sein wird. Das gehört in der Premium-Klasse mittlerweile zum Standard.

Das durch Gorilla Glass 5 geschützte Display misst 5,7 Zoll in der Diagonalen und hat ein Seitenverhältnis von 19 zu 10. Es ist daher ähnlich schmal und lang wie die Bildschirme des Samsung Galaxy S8 und LG G6. Dem aktuellen Trend folgend besitzt das Essential Phone an den Seiten fast keinen Displayrand mehr.

Beim Prozessor setzt man auf einen Qualcomm Snapdragon 835 nebst 4 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicher. Wie auch schon beim iPhone und HTC U 11 verzichtet das Essential Phone auf eine Kopfhörerbuchse. Eine Möglichkeit den Speicher mittels microSD-Karte zu erweitern sucht man ebenfalls vergeblich. Die Dual-Kamera auf der Rückseite liefert bis zu 13 Megapixel allerdings ohne einen optischen Bildstabilisator. Die Frontkamera bringt es auf bis zu 8 Megapixel.

Mit 185 Gramm ist das Smartphone sicher kein Leichtgewicht und mit den Abmessungen von 141,5 mal 71,1 mal 7,8 Millimeter ist es weder sonderlich dünn noch schmal. Auch der Akku wirkt auf uns mit 3.040 Milliamperestunden eher normal als extravagant.

Aber nicht nur die Ausstattung ist der Spitze ebenbürtig, sondern auch der Preis. Das Essential Phone kann vorerst nur in den USA zum Preis von 699 US-Dollar vorbestellt werden. Ob und wann es bei uns in Deutschland zu haben sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Die offizielle deutsche Homepage wirkt auf jeden Fall etwas unfertig.

Das Zubehör hält magnetisch

360-Grad-Kamera als Zubehör für das Essential Phone
Die kabellose Ladestation
360-Grad-Kamera als Zubehör für das Essential Phone

Beim Zubehör gibt es zum Start eine 360-Grad-Kamera und eine Ladestation für kabelloses Laden. Verbunden wird es ebenfalls ganz ohne Kabel und gehalten wird das Zubehör magnetisch an zwei Pins auf der Rückseite des PH-1.

Die 360-Grad-Kamera kostet im Bundle mit dem Smartphone 50 US-Dollar Aufpreis. Alleine kostet dieses Zubehör 199 US-Dollar. Welches weitere Zubehör es neben der Kamera und dem Ladepad geben wird, dazu hat sich Andy Rubin bei der Präsentation leider nicht weiter geäußert.

Dabei wäre genau diese Info sehr wichtig. Denn das System steht und fällt mit interessanten Erweiterungen – siehe die Lenovo Moto Z-Serie oder das LG G5, dessen Modul-System komplett gefloppt ist. Daher darf man gespannt sein, ob und wie weit sich dieses System durchsetzen wird.

Essential Home als Konkurrent zu Google Home

Essential Home als Konkurrent zu Google Home
Essential Home als Konkurrent zu Google Home

Ja, richtig gelesen: Auch Essential bringt einen smarten Assistenten in unser Heim und der Name lautet Essential Home, nicht zu verwechseln mit Google Home. Denn auch hier will das Team um Andy Rubin alles besser machen.

So kommt der Assistent ohne einen Lautsprecher aus, dafür aber mit einem eigenen Display. Er soll selbstständig neue Smart-Home-Geräten erkennen und, soweit möglich, mit dem System verbinden. Damit wäre die Einrichtung massiv erleichtert. Dafür wurde mit Ambient OS ein eigenes Betriebssystem entwickelt. Natürlich dient das Essential Phone auch als Schaltzentrale zur Steuerung des Smart Home. Ansonsten weiß man recht wenig zu dieser Neuheit. Die offizielle Homepage schweigt sich leider auch aus.

Ob ein weiteres System neben den bereits bekannten und verbreiteten Systemen seinen Platz findet, bleibt abzuwarten, zumal aktuell weder der Marktstart oder ein Preis bekannt ist.

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