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Fitness-Tracker & Smartwatches - eine Kaufberatung Teil 1



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Fitness-Tracker und Smartwatches werden immer beliebter - Zeit für eine Kaufberatung!
Fitness-Tracker und Smartwatches werden immer beliebter - Zeit für eine Kaufberatung!

Fitness-Tracker und Smartwatches erfreuen sich immer wachsender Beliebtheit. Das ist kein Wunder, denn heutzutage muss man sich fit halten und immer mehr Menschen überwachen ihre Aktivitäten mit eben jenen Armbändern, Ketten und Uhren. Die Auswahl ist riesig und reicht von billigen Einsteiger- bis hin zu mehreren 100 Euro teuren Profi-Geräten.

Da den Überblick zu behalten, ist extrem schwer, da es verschiedene Gerätearten gibt und jede für sich ihre Vor- und Nachteile hat. Welche Wearable-Arten gibt, wie sie heißen, welche Hersteller es gibt, welche Modelle taugen und welche nicht, erkläre ich euch in dieser kleinen Beitrags-Reihe.

Der erste Teil dreht sich dabei um einfache Schrittzähler, smarten Schmuck und Fitness-Tracker. In Teil 2 stelle ich noch Modelle aus den Kategorien Multisportuhren, Smartwatch-Hybride und Smartwatches vor.

Die Tester

Als erstes möchte ich erwähnen, dass wir unmöglich alle Modelle aller Hersteller berücksichtigen können. Dafür ist der Markt schlicht zu groß. Wir beschränken uns auf die Wearables, die ihr Geld wert sind und in der jeweiligen Produktkategorie hervorstechen.

Kurz zu meiner Person: Ich bin 45 Jahre alt und teste zusammen mit meiner Frau seit nun mehr 2 Jahren alle möglichen Fitness-Tracker. Ich würde uns als ambitionierte Sportler bezeichnen, aber sicher sind wir keine Spitzensportler. Wir gehören eher zu denen, die fit bleiben und vielleicht noch das ein oder andere Kilo verlieren möchten.

Dafür laufen wir zwei- bis dreimal die Woche eine lockere 6,5-Kilometer-Runde, dazu Freeletics und ein bisschen Spinning. In der Zeit haben wir gut 30 verschiedene Fitness-Tracker und Smartwatches ausprobiert und können so auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Fitness-Tracker, Smartwatch, Bracelets,...

Ganz grob kann man Wearables in folgende Gruppen einteilen: Pedometer/Schrittzähler, smarter Schmuck/Bracelets, Fitness-Tracker, Multisportuhren und Smartwatch-Hybride sowie Smartwatches. Hierbei sei angemerkt, dass es keine offzielle Einteilung gibt. Vielmehr vermischen viele Hersteller die einzelnen Typen oder erfinden ständig neue Kategorie-Namen.

Einfach & unkompliziert: Pedometer / Schrittzähler

Die Gruppe der Schrittzähler sowie Pedometer eignet sich für den absoluten Einstieg und kennt eigentlich so gut wie jeder. Dabei handelt es sich um einen einfachen Anhänger, den ihr euch irgendwo hinhängen könnt. Dieser zählt einfach nur eure Schritte, wobei das meistens eher schlecht als recht funktioniert. Deswegen habe ich die meisten Wearables dieser Art meistens nach ein paar Tagen nicht mehr genutzt. Die neueren Modelle, wie der Fitbit Zip zeigen aber, dass es auch anders geht.

Mittlerweile bieten aber so gut wie alle Hersteller solche Schrittzähler bereits integriert in ihren Smartphones. Nachteil ist hierbei, dass ihr das Smartphones ständig bei euch haben müsst, damit die Schritte auch wirklich gezählt werden. Wer sein Smartphone zumeist auf Tisch oder Couch liegen lässt, wird keine exakten Angaben bekommen. Aber auf diese Art zu tracken ist immer noch besser als nichts, um einfach mal eine Tendenz für seine Aktivitäten zu bekommen. Für absolute Puristen reicht so ein im Smartphone eingebauter Schrittzähler sicher aus.

Schick & Unauffällig: Smarter Schmuck

Fitbit Flex 2 in Kette oder Armband, Motiv Ring & Misfit Ray
Fitbit Flex 2 in Kette oder Armband, Motiv Ring & Misfit Ray

Auch Schmuck wird heute zunehmend smarter. Oft sieht man dabei gar nicht, dass sich in einer Kette oder Armband ein kompletter Tracker versteckt. Genau das ist oft der Wunsch vor allem des weiblichen Klientels. Unterschieden wird hier je nachdem, ob ein Tracker in ein bestehendes Schmuckstück, wie eine Kette, eingesetzt wird oder der Tracker schon der eigentliche Schmuck ist.

Ein Modell der letzteren Art ist der smarte Motiv Ring zum Preis von 199 US-Dollar, den es ab Sommer 2017 zu kaufen geben soll. In diesem Wearable steckt jede Menge Hightech auf engstem Raum. Der Ring zählt nicht nur die Schritte, sondern überwacht auch euren Schlaf und misst sogar den Puls. Auf ein Display müsst ihr hier leider verzichten, aber auch einen Tracker-Ring mit Bildschirm wird es in absehbarer Zeit geben, wie das erfolgreiche Crowdfunding-Projekt Smarty Ring zeigt.

Schmuckstücke für Styling-Bewusste

Den Fitbit Flex kann man auch als Kette um den Hals tragen.
Der Misfit Ray lässt sich mit Ketten oder Armbändern individualisieren.
Den Misfit Shine 2 könnt ihr an eurem Kragen tragen...
... oder aber auch klassisch am Handgelenk.
Der Fitness-Tracker lässt sich einfach auseinanderbauen.
Den Fitbit Flex kann man auch als Kette um den Hals tragen.

Auf jeden Fall eine Erwähnung wert ist in diesem Zusammenhang auch der Amazfit Moonbeam für 69,99 US-Dollar. Hier erkennt ihr überhaupt nicht, dass es sich um ein Fitness-Gadget handelt und doch bietet es bis auf die Pulsmessung alles, was man eben braucht. Der größte Nachteil ist jedoch, dass ihr dieses Wearable nicht in Deutschland bekommt, sondern aus den USA importieren müsstet.

Das gilt nicht für den Misfit Ray zum Preis von circa 90 Euro, der sich mit Hilfe von unterschiedlichen Armbändern und Ketten individualisieren lässt. Aus dem Hause Misfit gibt es dabei auch noch ein rundes Tracker-Modell, der Shine 2 in Rosé Gold für circa 70 Euro – ebenfalls sehr schick, wie ich finde.

Wer eher auf ein trendiges Armband setzt und schon den Fitbit Flex 2 besitzt, kann sich mal bei Fitbit selbst mal umschauen. Denn der Hersteller bietet jede Menge zusätzlicher Armreifen, Armbänder und Anhänger an, in die der Flex 2 eingesetzt wird.

Wer auf ein paar Extras, wie die Pulsmessung, verzichten kann, dafür ein eher unauffälligen Tracker möchte, dem oder besser gesagt „der“ empfehle ich, sich in dieser Kategorie umzusehen. ;)

Ganz klassisch: Fitness-Tracker & -Armbänder

Fitbit Flex 2 ohne "richtiges" Display
Moov Now könnt ihr auch am Fußgelenk tragen.
Der Tracker erfasst sogar die Kraft, mit der ihr auftretet.
Fitbit Flex 2 ohne "richtiges" Display

Die mit Abstand größte Fraktion im Wearable-Bereich sind die Fitness-Tracker und -Armbänder, wobei der Begriff „Fitness-Tracker“ eigentlich nur für das Herzstück, also den kleinen Mini-Computer steht, zu dem noch ein Armband gehört. Ein Tracker steckt ja in allen Gerätegattungen drin. Ich unterscheide hier zwischen Wearables mit und ohne Display.

Ein absoluter Klassiker für einen Tracker ohne „richtiges“ Display ist der Fitbit Flex 2 für 79,90 Euro. Den Fortschritt und eingehende Nachrichten signalisiert dieser per LEDs sehr dezent, bietet aber ansonsten alles wie die größeren Brüder inklusive der hervorragenden Fitbit-App.

Wer akkurate Schritt-Zählungen benötigt, aber auf ein Display verzichten kann, sollte sich einen Tracker, wie den Moov Now für circa 60 US-Dollar näher anschauen. Da er direkt am Fußgelenk getragen wird, liefert der Tracker mit die präzisesten Werte und als Extra noch die Kraft, mit der ihr auftretet – ein absolutes Novum auf dem Markt.

Fitness-Tracker mit Display

Der Fitbit Charge 2 ist ein voll ausgestatteter Fitness-Tracker, der...
... mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis punkten kann.
Auch der Fitbit Alta HR ist gut ausgestattet und dazu noch günstiger.
Der Garmin Vivofit sieht zwar schick aus, wurde jedoch von anderen...
... Konkurrenzmodellen beim Preis-Leistungs-Verhältnis überholt.
Der Fitbit Charge 2 ist ein voll ausgestatteter Fitness-Tracker, der...

Bei Fitness-Trackern mit Display ist der Markt am größten, aber auch am unübersichtlichsten. Wer auf Markenartikel setzt, wird über kurz oder lang bei einem Fitbit Charge 2 landen. Für circa 130 Euro ist dieser aktuell mit das Beste, was man in Deutschland als voll ausgestatteten Tracker bekommen kann. Etwas dezenter und vor allem günstiger, aber nicht weniger gut ausgestattet, ist der Fitbit Alta HR ab 93 Euro.

Alte Bekannte wie der Garmin Vivofit 3 sind mittlerweile von der Konkurrenz in Sachen Preis und Leistung teilweise deutlich überholt worden. Die Jawbone Up-Serie ist quasi nicht mehr existent und damit keine echte Option mehr. Eine Empfehlung wäre hier zum Beispiel der Runtastic Orbit. Dieser verfügt zwar über keinen Pulsmesser und auch sonst keinen unnötigen Schnickschnack, dafür integriert dieser sich perfekt in die Runtastic-App und genau die wird von vielen (auch von uns) favorisiert sowie gerne genutzt.

Ein ganz spezieller Fitness-Tracker ist das Huawei Talkband B3. Hier ist neben dem eigentlichen Tracker noch ein Bluetooth-Headset mit an Bord, was sehr gut funktioniert. Damit bekommt ihr mit dem Talkband ein praktisches 2in1-Wearable, das eure Aktivitäten aufzeichnet und mit dem ihr auch telefonieren könnt.

Mehr zu Fitness-Trackern in Teil II

Jetzt wisst ihr schon mal, welche Wearable-Arten es gibt und was die Vor- beziehungsweise Nachteile von einfachen Schrittzählern, smartem Schmuck und Fitness-Trackern sind. Ich hoffe, die Infos können euch jetzt schon helfen, das passende Wearable für eure Bedürfnisse zu finden.

In Teil 2 gehe ich noch näher auf Multisportuhren, Smartwatch-Hybride und Smartwatches ein. Auch zum Thema integriertes GPS und Pulssensoren werde ich ein paar Zeilen verlieren. Seid gespannt, wenn demnächst „Fitness-Tracker & Smartwatches – eine Kaufberatung Teil 2“ erscheint.

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