Lifestyle

#erstmalverstehen: Wozu Blaulichtfilter?



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Smartphone | App

Durch den Twitter-Feed scrollen, lustige Bilder auf 9GAG anschauen oder per WhatsApp chatten – das könnt ihr den ganzen Tag lang machen, mit einer wichtigen Ausnahme. Denn sich kurz vorm Schlafengehen vom Display-Licht des Smartphones, Notebooks oder Tablets bestrahlen zu lassen, kann ungesund sein. Der hohe Blauanteil des Lichts wirkt sich negativ auf euren Schlaf aus. Warum das so ist und was dagegen hilft, lest ihr jetzt.

Woher kommt dieses Blaulicht?

Die Hintergrundbeleuchtung von Kunstlichtquellen wie alle möglichen Arten von Displays, Autoscheinwerfern und Deckenlampen besteht überwiegend aus Leuchtstoffröhren oder Weißlicht-LEDs. Diese strahlen Licht mit ausgeprägtem Blauanteil aus.

Kunstlichtquellen wie Deckenlampen,...
...Smartphone-Displays,...
... und Autoscheinwerfer strahlen Licht mit hohem Blauanteil aus.
Kunstlichtquellen wie Deckenlampen,...

Was ist es? Blaues Licht. Was macht es?

Licht im Allgemeinen sorgt dafür, dass die Produktion des Hormon Melatonins gehemmt wird. Melatonin ist verantwortlich für euren Tag-Nacht-Rhythmus und bestimmt daher, ob ihr totmüde, schläfrig, halb wach oder total wach seid.

Das kurzwellige blaue Licht sorgt für eine stärkere Unterdrückung der Hormonherstellung als zum Beispiel langwelliges rotes Licht . Laut wissenschaftlicher Studien kann blaues Licht daher zu einer besseren Leistungsfähigkeit sowie Konzentration bei der Büroarbeit führen.

Im Umkehrschluss heißt das: Durch zu viel Blaulicht am Abend oder kurz vorm Schlafen gehen, produziert euer Körper weniger Melatonin und ihr werdet nicht richtig müde. Ihr braucht länger zum Einschlafen und eure Tiefschlafphase ist nicht mehr so erholsam.

Das Hormon Melatonin ist für euren Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich.
Blaues Licht sorgt für eine stärkere Hemmung der Hormon-Produktion...
... als zum Beispiel rotes Licht.
Zu viel Blaulicht vorm Schlafen führt dazu, dass ihr schlechter schlaft.
Das Hormon Melatonin ist für euren Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich.

Was kann ich dagegen tun?

Es gibt einige Möglichkeiten diesen Effekt zu unterbinden oder wenigstens abzumildern. Eine Variante wäre alle Kunstlichtquellen circa 2 Stunden bevor ihr ins Bett gehen wollt abzuschalten und euch in vollkommene Dunkelheit zu hüllen. Da dies oftmals schwer fällt, bieten viele Smartphone– und Tablet-Hersteller bereits vorinstallierte Blaulichtfilter an.

Apple bietet bei seinen mobilen Endgeräten seit iOS 9.3 bereits einen solchen Filter. Diese Funktion namens „Night Shift“ erreicht ihr über Einstellungen > Anzeige & Helligkeit > Night Shift. Dort könnt ihr die Farbtemperatur einstellen sowie in welchem Zeitraum der Modus eingeschaltet werden soll.

Auch Samsung hat beim Galaxy S7 und S8 einen Blaulichtfilter integriert. Über Einstellungen > Anzeige > Blaulichtfilter stellt ihr Deckkraft und Zeitraum ein. Bei LG und Huawei funktioniert das ganz ähnlich. Schaut euch einfach mal die Screenshots unten an.

Wenn ihr keinen solchen vorinstallierten Blaulichtfilter besitzt, dann haben App- und PlayStore genügend Apps in petto, mit denen ihr einfach nachrüsten könnt, zum Beispiel Twilight, Blaulichtfilter oder Night Screen.

Bei aktuellen Monitoren integrieren die Hersteller ebenfalls zunehmend Blaulichtfilter, wie beim ASUS MX34VQ Curved-Monitor. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit spezielle Filterfolien anzubringen oder eine Brille aufzusetzen, die das Blaulicht ebenfalls reduziert.

iPhones besitzen ab iOS 9.3 die Night-Shift-Funktion.
Bei Samsung kommt ihr über Einstellungen > Anzeige > Blaulichtfilter zum Filtern.
Huawei: Einstellungen > Display > Sehkomfort
LG: Einstellungen > Anzeige > Komforansicht
Mit Twilight stellt ihr Farbtemperatur & Zeitraum ein.
Der Blaulichtfilter kann einfach über das Shortcut-Menü eingeschaltet werden.
Bei Night Screen erscheint ein Regler, mit dem ihr die Filterung einstellt.
iPhones besitzen ab iOS 9.3 die Night-Shift-Funktion.

Blau, ja blau sind alle meine Displays

Nachteil des Filters: Euer Display stellt die Farbe nicht mehr natürlich dar, sondern mit einem leichten Gelbstich. Aber das ist nur eine kleine Einschränkung, wenn ihr dafür abends besser in der Schlaf findet. Probiert es aus!

Weitere Infos zum Thema #erstmalverstehen findet ihr im Cyberbloc. Viel Spaß beim Stöbern!

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

avatar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

#erstmalverstehen: Das richtige Notebook für Schüler & Studenten

Lifestyle

13.05.2017

 | Sarah Park

Der Surface Laptop von Microsoft hat erneut gezeigt: Die Hersteller von Notebook und 2in1-Systemen konzentrieren sich immer mehr auf Schüler und Studenten. Das ist auch gut so, immerhin gehen in Deutschland circa 11,1 Millionen Menschen noch zur... mehr +

#erstmalverstehen: Was ist Arbeitsspeicher?

Lifestyle

05.05.2017

 | Christian Richter

Wer mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen möchte, der benötigt neben Organisation auch ein gutes Erinnerungsvermögen. Denn im Alltagsstress kann der rote gedankliche Faden schon mal verloren gehen. Damit eurem PC bei vielen Anwendungen... mehr +