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#erstmalverstehen: Welcher Prozessor für welche Anwendung?



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Wofür nutzt ihr euer Notebook eigentlich? Für Onlineshopping, Office-Anwendungen, um Videos zu streamen, Bilder zu bearbeiten oder auch um anspruchsvolle Games zu zocken und 4K-Videos zu schneiden? Für jeden Anwendungszweck gibt es die passende Ausstattung, wobei das Herzstück eines jeden Notebooks der Prozessor ist. Dazu gibt es von den beiden großen Herstellern Intel und AMD eine Menge an Optionen. Welche davon am besten für euch geeignet ist, erklären wir euch jetzt.

Einsteigerklasse für Office & Surfen

Man muss nicht immer gleich zum leistungsstärksten Prozessor greifen, wenn man ihn gar nicht benötigt. Wer sein Notebook nämlich beispielsweise lediglich dazu benutzt, Mails zu checken, zu surfen oder Excel-Tabellen zu befüllen, ist mit einem Prozessor der Einsteigerklasse auch bestens bedient.

Vom Chip-Hersteller Intel gibt es dafür zum einen die Atom-Serie, die vor allem in preiswerten Notebooks und Convertibles zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich um Prozessoren mit einer Taktrate von bis zu 1,92 Gigahertz beim leistungsstärksten Modell. Das ist eine relativ niedrige Taktrate, das heißt die CPU kann weniger Prozesse pro Sekunde ausführen und arbeitet somit langsamer.

Die Intel Atom sind Quadcore-, also Vierkern-Prozessoren. Die Kernanzahl bei Notebook-CPUs kann zwischen zwei und sechs Kernen liegen, wobei sechs Stück eine Seltenheit sind und nur bei sehr wenigen High-End-Notebooks zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gilt hier: Je mehr Kerne, desto schneller der Rechner.

Etwas mehr Power als die Intel Atom Prozessoren haben die Zwei- und Vierkerner der Celeron-Reihe von Intel. Diese arbeiten mit Taktraten von bis zu 2,7 Gigahertz. Die Intel Pentium Prozessoren, die eine Taktung von 3,7 Gigahertz aufweisen, sind im Gegensatz dazu schon schneller, aber der leistungsstärkste Intel-Prozessor der Einsteigerklasse ist der Intel Core i3. Dieser verfügt über zwei Kerne, die eine Taktfrequenz von bis zu 4,2 Gigahertz erreichen.

Auch aus dem Hause AMD gibt es einige Prozessoren, die für Office-Anwendungen und Surfen vollkommen ausreichen. Zu nennen wären da beispielsweise der AMD Athlon, ein Zweikern-Prozessor mit einer Taktrate von bis zu 2,3 Gigahertz, oder der AMD A8, ein Vierkerner, der mit bis zu 2 Gigahertz taktet.

Ein Prozessor-Chip von unten
Ein Prozessor-Chip von unten

Mittelklasse für einfache Grafikanwendungen

Wer nicht nur im Internet surft und Office-Anwendungen an seinem Notebook bedient, sondern auch einfache Videos schneiden oder Games spielen will, sollte zu einem Prozessor der Mittelklasse greifen. Große Videoproduktionen oder das Spielen besonders grafikhungriger Games sind mit diesen CPUs aber meist nicht möglich.

Intel hat dazu den Core i5 entwickelt, der mittlerweile in der achten Generation erhältlich ist. Dieser kann mit einer Frequenz von bis zu 3,8 Gigahertz takten und verfügt über vier Kerne sowie Turbo-Boost. Damit kann die CPU unter Last kurzzeitig schneller takten als eigentlich angegeben – aber nur, wenn die Temperatur und der Strombedarf unter einem bestimmten Grenzwert bleiben.

Die Leistungsfähigkeit des Intel Core i5 ist im Gegensatz zu den Einsteiger-Prozessoren außerdem durch dessen größeren Cache-Speicher begünstigt. In diesem schnellen Speicher werden die einzelnen Daten für die Operationen zwischengespeichert. Der Prozessor kann auf diese so schnell zurückgreifen, ohne sie erst aus dem langsameren Arbeitsspeicher laden zu müssen. Je größer das Cache ist, desto schneller ist also auch das Notebook.

Der Hersteller AMD hat ebenfalls verschiedene Mittelklasse-Prozessoren auf dem Markt. Hierbei ist vor allem der AMD Ryzen 5 zu nennen. Der Vierkerner taktet mit 3,6 Gigahertz und platziert sich damit in der oberen Mittelklasse.

Oberklasse für 4K-Videobearbeitung & aktuelle Games

Der Intel Core i7 gehört zur Oberklasse der CPUs.
Der Intel Core i7 gehört zur Oberklasse der CPUs.

Wenn euch das noch nicht reicht, weil ihr beispielsweise Videos in 4K schneiden oder aktuelle grafikhungrige Spiele zocken wollt, solltet ihr euch ein Notebook mit einem Prozessor der Oberklasse zulegen. Darunter fallen auf jeden Fall die Intel Core i7 Prozessoren, die es mittlerweile ebenfalls in der achten Generation gibt.

Die verschiedenen Varianten verfügen über vier bis sechs Kerne und können mit bis zu 4,2 Gigahertz, dank Turbo-Boost sogar mit bis zu 5 Gigahertz takten. So gut wie alle aufwendigen Anwendungen sind für dieses Kraftpaket also kein Problem. Ähnlich leistungsstark ist der Ryzen 7 von AMD. Dieser arbeitet mit vier Kernen, die durch die Turbo-Funktion mit bis zu 3,8 Gigahertz takten.

Die CPU braucht auch eine leistungsstarke GPU

Welchen Prozessor ihr also wirklich benötigt, hängt davon ab, wofür ihr euer Notebook nutzt. Die beste CPU bringt aber auch nichts, wenn ihr keine Grafikkarte habt, die euch die Arbeit, die euer Prozessor leistet, überhaupt veranschaulichen kann. Hier habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen dedizierten und integrierten Grafiklösungen. Wenn ihr euch jetzt fragt, was das nun wieder ist – wir haben es hier für euch erklärt.

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