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#erstmalverstehen: Vor- & Nachteile des 18:9-Displays



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16:9 ist out! Stattdessen verfügt so gut wie jedes neue Smartphone-Flaggschiff derzeit über ein 18:9-Display oder teilweise sogar ein 19:9-Display. Warum die großen Hersteller auf dieses Seitenverhältnis setzen und welche Vor- und Nachteile der längere Bildschirm bietet, erfahrt ihr jetzt.

Warum 18:9 & nicht 2:1?

Das 18:9-Format des Bildschirms sagt im Grunde nur aus, dass der Bildschirm doppelt so lang wie breit ist. Ihr könntet es also auch auf ein 2:1-Format kürzen und liegt mit dieser Begrifflichkeit genauso richtig. „18:9“ wurde lediglich gewählt, um den Unterschied zu den vorher gängigen 16:9-Displays sowie zu 16:10-Displays zu verdeutlichen.

Auch interessant ist, dass einige „18:9-Bildschirme“ gar nicht exakt in diesem Format sind. Das Samsung Galaxy S9 beispielsweise hat ein Display mit einem 18,5:9-Seitenverhältnis, das iPhone X eins mit 19,9:9 und ist damit also noch ein Stückchen höher im Vergleich zur Breite.

Die Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy S9, ...
das Huawei P20, ...
das LG V30, ...
... und das iPhone X setzen auf ein Display, das länger als 16:9 ist.
Die Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy S9, ...

Bessere Handlichkeit & kompaktere Maße

Das Ziel der Hersteller ist es, das Smartphone-Display immer größer werden zu lassen. Dadurch wird die Bedienung einfacher und Inhalte können übersichtlicher dargestellt werden. Allerdings soll die Handlichkeit darunter nicht leiden, denn viele tragen ihr Smartphone gerne in der Hosentasche umher oder wollen es auch mit einer Hand gut bedienen können.

Das Gehäuse soll also nicht größer werden, das Display schon. Die Lösung ist, so viel der Vorderseite wie möglich in Bildschirm zu verwandeln. Das heißt, der Home-Button verschwindet und macht nach unten hin Platz für mehr Display. Nach oben hin ist es etwas schwieriger, den Bildschirm zu erweitern, da die Frontkamera, genauso wie der Lautsprecher zum Telefonieren, beibehalten werden soll. Aus diesem Grund setzen viele Smartphone-Hersteller mittlerweile auf die Notch (englisch für „Einkerbung“). Das ist der Bereich am oberen Ende des Bildschirms, in dem Frontkamera und Co. verbaut sind und welcher rechts und links von Display umgeben ist. Vorgemacht hat dies Apple mit dem iPhone X und Hersteller wie Huawei und LG sind dem Trend gefolgt.

Das iPhone X war das erste Smartphone mit Notch, also der Einkerbung oben im Display.
Das iPhone X war das erste Smartphone mit Notch, also der Einkerbung oben im Display.

Splitscreen-Modus möglich

Samsung und LG bieten bei ihren 18:9-Smartphones zusätzlich eine Splitscreen-Funktion an. Das heißt, ihr könnt das Smartphone einfach in zwei quadratische Abschnitte teilen und unten beispielsweise WhatsApp geöffnet haben, während ihr oben in Spotify eure Musik auswählt. Durch den längeren Bildschirm sind die App-Inhalte dabei immer noch angenehm in der Anzeige und Bedienung.

Bei diesen Dingen hat das 16:9-Display die Nase vorn

Viele finden das Tippen auf einem 16:9-Display angenehmer.
Viele finden das Tippen auf einem 16:9-Display angenehmer.

Ein Vorteil von 16:9- zu 18:9-Displays ist das bequemere Tippen. Denn bei gleicher Bildschirmdiagonale sind 16:9-Displays breiter und bieten somit auch mehr Platz, um mit beiden Daumen gleichzeitig zu schreiben. Außerdem erreicht ihr die Benachrichtigungsleiste oben im Display mit einer Hand meist besser als bei 18:9-Bildschirmen, da diese dort nicht ganz so weit oben platziert ist.

Einer der größten Vorzüge des 16:9-Displays aber ist, dass Fotos und Videos fast immer im 16:9-Format vorliegen. Das heißt auf einem Huawei P20 oder Samsung Galaxy S9 entstehen oben und unten beziehungsweise rechts und links zwei schwarze Balken. Alternativ kann auch das Video oder Foto angepasst werden, wodurch aber Bildinhalte verloren gehen. Ebenso sind die meisten Apps für einen 16:9-Bildschirm entwickelt worden und müssen erst nachträglich für 18:9 optimiert werden.

Diese 18:9-Smartphones gibt es schon

Das Honor 9 Lite mit 5,6-Zoll-Display (1080 x 2160 Pixel)
Das Nokia 7 Plus mit 6,0-Zoll-Display (1080 x 2160 Pixel)
Das Samsung Galaxy A8 mit 5,6-Zoll-Display (1080 x 2220 Pixel)
Das OnePlus 5T mit 6,0-Zoll-Display (1080 x 2160 Pixel)
Das Xiaomi Mi Mix 2 mit 6,0-Zoll-Display (1080 x 2160 Pixel)
Das Sony Xperia XZ2 mit 5,7-Zoll-Display (1080 x 2160 Pixel)
Das Honor 9 Lite mit 5,6-Zoll-Display (1080 x 2160 Pixel)

Wenn für euch die Vorteile des längeren, schmaleren Displays überwiegen und ihr an einem 18:9-Smartphone Interesse habt, haben wir gute Nachrichten. Neben den Flaggschiffen iPhone X, Samsung Galaxy s9, LG V30 und Huawei P20 Pro gibt es nämlich noch einige andere Smartphones auf dem Markt, die auf ein hohes Display setzen.

Beispielsweise kommen auch das Honor 9 Lite, das Nokia 7 Plus oder das Samsung Galaxy A8 mit einem Bildschirm im 18:9-Format daher. Ebenso setzen die chinesischen Hersteller wie OnePlus mit dem 5T oder Xiaomi mit dem Mi Mix 2 auf das in die Länge gezogene Display. Und auch Sony ist dem Trend gefolgt und bringt mit dem Xperia XZ2 und Xperia XZ2 compact erstmals zwei 18:9-Smartphones auf den Markt. Die Auswahl ist also jetzt schon sehr groß und wird sich künftig mit Sicherheit auch noch weiter vergrößern.

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