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#erstmalverstehen: So reinigt ihr euer Smartphone richtig



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Smartphone | Schutzhülle

Im Schnitt blicken wir Deutschen 50 bis 60 Mal pro Tag auf unser Smartphone, um eine WhatsApp-Nachricht zu schreiben, Fotos unserer Freunde anzuschauen oder schnell die Bahnverbindung zu prüfen. Ganz gleich, wo wir uns befinden, das Smartphone ist immer dabei.

Sind unsere Finger einmal nicht an dem Alltagsbegleiter zu Gange, schütteln wir Hände, schieben Einkaufswagen oder benutzen Türklinken. Dadurch nehmen wir Bakterien und Keime auf, die dann mit der nächsten Nutzung sicher auf der Displayoberfläche unseres Smartphones archiviert werden. Wie ihr euch am besten vor diesen schützt und sie wieder losbekommt, erkläre ich euch hier.

Sammelherd für Bakterien

Laut einer Untersuchung sind auf einem Smartphone mehr Mikroorganismen zu finden als auf einer WC-Brille. Das klingt im ersten Moment allerdings schlimmer, als es tatsächlich ist. Zum einen ist der Großteil der Bakterien auf dem Display harmloser Natur, da sie typische Bewohner der menschlichen Haut und damit quasi treue Begleiter seit Tag 1 sind. Zum anderen ist der Ruf der Toilette als Keimschleuder unbegründet.

Dennoch sollte das Risiko nicht unterschätzt werden, denn neben den überwiegend ungefährlichen Bakterien finden sich auch krankheitserregende auf unseren Smartphones. Wirklich überraschen sollte uns das nicht, denn wie anfangs erwähnt, nehmen wir die Mikroorganismen mit jedem Griff im Alltag auf. Das Problem: Während wir uns die Hände regelmäßig waschen, bleibt das Smartphone bei den meisten Leuten von Hygienemaßnahmen verschont.

Vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit lauern Grippeerreger an jeder Ecke, ganz gleich, ob zu Hause, unterwegs oder im Büro. Sind diese erst einmal auf dem Display angelangt, halten sie sich mehrere Tage und wir nehmen sie mit jeder Berührung neu auf. Da hilft dann auch regelmäßiges Händewaschen nicht mehr.

Ein überwiegend vernachlässigtes Risiko

Eine bereits 2013 in Deutschland durchgeführte Studie des Digitalverbandes Bitkom hat aufgezeigt, dass Smartphones zu selten gereinigt werden. Nur jeder Vierte säubert es intensiv, jeder Achte hingegen überhaupt nicht. Dabei ist die Beseitigung von Bakterien und Keimen keine Herkulesaufgabe.

Zuerst sollten wir uns bewusst machen, an welchen Stellen sich die Mikroorganismen ansiedeln. Spaltmaße, USB- und Kopfhöreranschluss sowie Oberflächenkratzer sind der Hauptgrund dafür, dass wir das Smartphone regelmäßig säubern sollten. Über unsere Haut setzen sich Fett und Schweiß inklusive der Bakterien besonders an diesen Stellen ab, welche einen guten Nährboden bieten.

Ganz gleich ob im Café ...
... oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, ...
... Bakterien lauern überall und überleben mehrere Tage auf unserem Smartphone.
Ganz gleich ob im Café ...

Sorgsamer Umgang im Alltag

Wer sich und sein Smartphone vor unnötiger Keimbelastung schützen möchte, braucht nicht allzu viel zu beachten. In erster Linie ist eine gewisse Sorgfalt ans Herz zu legen. Das beinhaltet sowohl das regelmäßige Händewaschen, als auch ein gewissenhafter Umgang mit dem Smartphone, um beispielsweise Kratzer zu vermeiden. Diese sind nicht nur hässlich, sondern auch eine Anlaufstelle für Bakterien und Pilze. Um das Display zu hegen, helfen entsprechend Schutzfolien und Hüllen.

Darüber hinaus ist es ratsam, das Smartphone regelmäßig abzuwischen. Das hilft sowohl dabei, Fingerabdrücke und Verschmutzungen zu lösen, als auch eine Vielzahl der Keime zu beseitigen. Ein Brillenputz- oder Mikrofasertuch entfernt bei trockener Nutzung bereits 80 Prozent der Mikroorganismen, in feuchten Zustand erwischt ihr sogar noch mehr davon. Kleidungsstücke und Taschentücher sollten übrigens hierfür nicht verwendet werden, da sie zu grobfaserig sind und kleine Kratzer hinterlassen könnten.

Praktischerweise gibt es auch Hersteller, die Schutzhülle und Mikrofasertuch vereinigen, sodass mit dem Zuklappen nicht nur das Smartphone im Inneren besser geschützt ist , sondern auch eine antibakterielle Reinigung erfährt.

Hände waschen ist ein absolutes Muss beim Thema Hygiene.
Schutzfolien- und Hüllen helfen dabei, bakterienanfällige Kratzer und Risse zu vermeiden.
Hände waschen ist ein absolutes Muss beim Thema Hygiene.

Tiefenreine Maßnahmen ergreifen

Wer sein Smartphone noch gründlicher reinigen möchte, der kann auf Hygienesprays zurückgreifen. Diese wirken antibakteriell und greifen die Mikroorganismen direkt an. Da es sich um eine Flüssigkeit handelt, sollte auch dieses vorher auf ein Mikrofasertuch aufgetragen, anstatt frontal auf das Display gesprüht werden.

Fenster- oder Glasreiniger sowie Spülmittel sind aufgrund ihres Alkoholgehalts nicht zu verwenden, da sie die fettabweisende Schutzschicht des Displays verletzen. Für Smartphones,Tablets und Notebooks mit Touch-Oberfläche gibt es deswegen extra Reinigungssprays.

Mit Zahnstochern und Wattestäbchen reinigt ihr schließlich die feinen und groben Öffnungen sowie Spaltmaße und entfernt somit die tiefsitzenden Verschmutzungen. Auch hier ist ein sorgsamer Umgang und Vorsicht geboten, nicht das Splitter und Flusen für zusätzliche Verschmutzung sorgen.

Eine lustige Alternative dazu stellen antibakterielle Reinigungsmassen dar. Vergleichbar mit einem Stück Knetgummi, passt es sich mit seiner weichen Beschaffenheit der Oberfläche des Smartphones an. Bakterien, Keime und grobe Partikel werden durch die klebrige Oberfläche aufgenommen und abgetötet. Damit macht das Säubern sogar Spaß.

Mehr als nur eine Frage der Hygiene

Beim Sauberhalten des Smartphones handelt es sich nicht nur um einen Aspekt der Gesundheit, sondern um generellen Schutz. Kleinere Schäden können vermieden und somit die Optik eures Alltagsbegleiters gewahrt werden. Kratzer und Fingerabdrücke verderben den Blick auf den Bildschirm und sind das Zuhause von unzähligen Mikroorganismen.

Besonders in der Erkältungszeit und für Menschen mit einem schwächeren Immunsystem sind diese Tipps wertvoll, da sie das Risiko einer unnötigen Erkrankung vermindern. Wir alle sollten also nicht nur regelmäßig Hände waschen, sondern auch der Reinigung des Smartphones Zeit widmen, denn wenn wir ehrlich sind, wer möchte schon etwas in der Hand oder am Ohr haben, was mehr Bakterien als eine WC-Brille hat?

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