Lifestyle

#erstmalverstehen: Smarte Rauchmelder



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Smart Home | App

Oftmals sind sie weiß, rund und an eurer Zimmerdecke angebracht. Rauchmelder fallen kaum auf und bieten trotzdem viele Vorteile für ein sicheres Zuhause. Smarte Rauchmelder können einiges mehr als die normalen Geräte. Wie sie funktionieren, welche Eigenschaften sie mitbringen und wie sie sich von klassischen Rauchmeldern unterscheiden, lest ihr jetzt.

Wie funktionieren Rauchmelder?

Wie der Name schon sagt, erkennen Rauchmelder Rauch in eurer Wohnung und schlagen bei Qualm Alarm. Smarte Rauchmelder gewährleisten durch ihre Vernetzung untereinander und den Zugriff per App weitere Möglichkeiten für mehr Brandschutz in eurem Heim.

Bevor ich jedoch weiter darauf eingehe, wie smarte Rauchmelder funktionieren, zunächst einmal etwas zum Grundprinzip von Rauchmeldern. Dabei unterscheidet man drei Varianten:

Eine Variante ist die foto-optische Raucherkennung. Dabei sendet eine LED Infrarot-Strahlen aus. Ab einer bestimmten Konzentration an Rauch innerhalb des Melders wird der Strahl unterbrochen und der Sensor erkennt, dass das Licht zerstreut wurde und schlägt Alarm.

Das Prinzip bei der thermo-optischen Raucherkennung ist das gleiche wie beim foto-optischen Rauchmelder. Jedoch erkennt er zusätzlich, wenn die Umgebungstemperatur schnell über einen bestimmten Maximalwert steigt. Bei steigender Umgebungstemperatur wird der sogenannte Heißleiter im Rauchmelder ebenso schnell warm wie seine Umgebung und wird mit einem Vergleichsheißleiter verglichen. Besitzen die beiden Heißleiter unterschiedlich hohe Temperaturen, fängt der Melder an zu piepen.

Eine weitere Art ist der Ionisationsrauchmelder. Er erkennt bereits kleine Rauchmengen sehr zuverlässig. Das gelingt über ein radioaktiv strahlendes Element, das zwischen zwei Metallplatten liegt. Die radioaktiven Strahlen ionisieren zwischen den Platten, dadurch entsteht ein Stromfluss. Taucht Rauch zwischen den Metallplatten auf, so nimmt der Stromfluss ab und der Melder schlägt Alarm.

Was ist besonders an smarten Rauchmeldern?

Im Gegensatz zu klassischen Rauchmeldern vernetzen sich die smarten Geräte untereinander. Meldet ein Gerät  Brandrauch, reagieren die anderen ebenfalls und alle Rauchmelder schlagen gleichzeitig Alarm. Besonders geeignet ist diese Funktion für euch, wenn ihr in einer großen Wohnung oder in einem Haus lebt. So bekommt ihr den Alarm immer mit, egal  in welchem Raum oder auf welcher Etage ihr euch befindet. Die Vernetzung zwischen den einzelnen Meldern funktioniert entweder per Funk oder WLAN.

Bei klassischen Funkmeldern vernetzen sich die Rauchmelder nur untereinander. Sind die Geräte per WLAN oder mittels Basisstation verbunden, lassen sie sich auch mit Apps oder anderen Smart-Home-Geräten wie einem Heizthermostat verknüpfen. Brennt es im Haus, kann der Rauchmelder den Thermostat anweisen, die Heizung abzustellen.

Smarte Rauchmelder können mehr als Rauch melden

Wie bereits erwähnt, melden smarte Rauchmelder nicht nur den Qualm, sondern können einiges mehr. Manche Rauchmelder messen mit ihren Sensoren nicht  nur Rauch, sondern auch Kohlenstoffmonoxid, Wärme und Luftfeuchtigkeit. Trotzdem sollte man sie nicht mit CO-Meldern verwechseln.

Neben den bereits genannten Eigenschaften verfügt der Nest Protect beispielsweise über ein Nachtlicht mit Bewegungssensor. Müsst ihr in der Nacht mal zur Toilette, braucht ihr im Flur nicht erst den Lichtschalter zu suchen, sondern der Rauchmelder leuchtet euch den Weg. Manche Modelle warnen nicht nur vor Qualm, sondern schlagen Alarm, wenn sich in der Nacht Fenster oder Türen öffnen. Somit warnen sie vor einem möglichen Einbruch.

Der Nest Protect leuchtet dir den Weg in der Nacht.
Der Devolo Home Control fährt bei einem Brand deine Jalousien hoch.
Der Nest Protect leuchtet dir den Weg in der Nacht.

Rauchmelder benachrichtigen per App

Ein weiterer Vorteil smarter Rauchmelder ist die Benachrichtigung per App. Neben der gemeinsamen Auslösung des Alarms bei einem Brand, verständigen smarte Rauchmelder auch den Benutzer per App. So kann der Bewohner schneller reagieren und eventuell Schlimmeres vermeiden, selbst wenn er nicht zu Hause ist.

Damit eure Rauchmelder auch bei Qualm piepen, muss natürlich der Akku beziehungsweise die Batterie aufgeladen sein. Es kann sehr lästig werden, eben das ständig zu überprüfen. Aus diesem Grund zeigt euch die Rauchmelder-App auch an, wenn der Akku schwächelt. Außerdem könnt ihr per App euren Rauchmelder testen und die Sirene manuell auslösen.

Smarte Rauchmelder benachrichtigen dich auch unterwegs, wenn es bei dir zu Hause brennt.
Die App von Nest Protect zeigt dir in welchen Räumen es qualmt.
Smarte Rauchmelder benachrichtigen dich auch unterwegs, wenn es bei dir zu Hause brennt.

Smarte Rauchmelder einrichten und anbringen

Im Grunde erfolgt das Anbringen und Testen des smarten Rauchmelders ebenso wie bei einem klassischen Rauchmelder. Batterie rein und per Knopfdruck den Alarm testen. Anschließend müssen die Rauchmelder noch mit eurem Smart-Home-Netzwerk oder eurer App verbunden werden. Beim Nest Protect werden die Rauchmelder beispielweise in das bestehende WLAN-Netz eingebunden und es wird keine gesonderte Smart-Home-Basiseinheit wie beim Deutsche Telekom-Brandschutzset benötigt.

Ist die Einrichtung der Rauchmelder geschafft, können Sie schon an der Decke angebracht werden, am besten in der Mitte des Zimmers. In Räumen in denen viel Dampf entsteht zum Beispiel im Bad, sollte man keine Rauchmelder anbringen, weil es zu Fehlalarmen führen kann. In der Küche können einige smarte Rauchmelder angebracht werden, solange sie nicht über der Kochstelle befestigt sind.

Smarte Rauchmelder: für wen geeignet?

Rauchmelder können Leben retten. Mit ihrem dezenten Aussehen passen sie sich wirklich jeder Einrichtung an. Sie bieten mit der Vernetzung untereinander und der Benachrichtigung per App mehr Sicherheit vor einem Brand in eurem Zuhause.

Seid ihr selten zu Hause oder wohnt in einer großen Wohnung beziehungsweise in einem Haus, kann sich die Anschaffung lohnen um rechtzeitig über einen Brandfall in eurem Heim informiert zu sein.

Mehr #erstmalverstehen-Beiträge zu weiteren interessanten Technik-Themen gibts hier im Cyberbloc. Viel Spaß beim Stöbern!

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

avatar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

#erstmalverstehen: Was bringen die Bluetooth-Codecs aptX (HD) & LDAC?

Lifestyle

16.06.2018

 | Johanna Leierseder

Die Klinkenbuchse ist bei Smartphones immer seltener vorzufinden. Stattdessen heißt es jetzt: Bluetooth-Kopfhörer oder Bluetooth-Boxen nutzen, um Musik zu hören. Damit bei der kabellosen Übertragung die Soundqualität aber nicht leidet, gibt es... mehr +

#erstmalverstehen: 10 Tipps gegen Smartphone-Sucht

Lifestyle

08.06.2018

 | Johanna Leierseder

Wer sein Smartphone mehr als 60 Mal nutzt, ist Smartphone-süchtig? Dann falle ich an vielen Tagen wohl auch unter die Süchtigen. Als Teil eines Social-Media-Teams ist es zwar auch teilweise mein Job, trotzdem ist es manchmal ganz schön... mehr +