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#erstmalverstehen: Mini-PCs - Alternative zu Notebooks oder Tower-PCs?



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | PC

Bei all den mobilen technischen Geräten heutzutage sind herkömmliche stationäre Desktop-PCs scheinbar immer mehr in Vergessenheit geraten. Das ist, meiner Meinung nach, ziemlich schade, denn allen voran Mini-PCs bieten einige Vorteile gegenüber Notebooks oder auch ihren größeren Brüdern, den Tower-PCs. Welche das sind und welche Modelle wir konkret empfehlen können, lest ihr jetzt.

Mini-PCs - Power im kleinen Gehäuse

Bei Mini-PCs handelt es sich grundsätzlich um einen stinknormalen Computer in einem sehr kompakten Gehäuse. Die kleinsten Modelle fassen 1,5 bis 5 Liter. PCs ab einem Volumen von 40 Litern zählen bereits zur Klasse der Midi-Tower. Die richtig großen Desktop-PCs bieten ein sogenanntes Full-Tower-Gehäuse.

Vorteile von Mini-PCs im Vergleich zu Notebooks & Tower-PCs

Mit einem Mini-PC habt ihr genug Platz auf eurem Schreibtisch.
Mit einem Mini-PC habt ihr genug Platz auf eurem Schreibtisch.

Der größte Vorteil eines Mini-PCs steckt bereits in der Bezeichnung. Das Gehäuse ist meist kompakt gebaut und damit sehr platzsparend. Auf eurem Schreibtisch bleibt also genug Raum für Stifte, Notizblöcke, euer Smartphone, eine Zimmerpflanze – was ihr euch auch immer auf den Tisch stellen möchtet. Diesen Vorteil haben die Mini-PCs mit herkömmlichen Notebooks gemeinsam.

Bei einem „ausgewachsenen“ Tower-PC sieht das schon etwas anders aus. Zwar stellen viele ihren Tower unter den Schreibtisch, dennoch nimmt er eindeutig mehr Platz ein, als so eine kompakte Mini-PC-Box. Und, wer hat nicht gerne mehr Beinfreiheit?

Einige Mini-PCs sind zudem recht leicht und obwohl sie nicht vorrangig für den mobilen Einsatz konzipiert sind, prinzipiell möglich wäre es. Stellt euch mal vor, jeder Kollege bei euch auf Arbeit hat so einen kleinen Mini-PC und kann täglich zwischen den Arbeitsplätzen wechseln, an dem bereits Bildschirm, Tastatur sowie Maus vorinstalliert sind. Eine flexible Arbeitsplatzwahl könnte beispielsweise die Team-übergreifende Kommunikation verbessern.

Nur Tower = Power?

Tower-PCs stehen heute noch für Power, aber sie sind nicht mehr allein.
Tower-PCs stehen heute noch für Power, aber sie sind nicht mehr allein.

Tower-PCs symbolisieren in der Technik-Welt auch heute noch geballte Power. Trotzdem heißt das nicht, dass in Mini-PCs keine leistungsfähige Hardware verbaut sein kann, die für eine flotte Performance sorgt. Ermöglicht wird dies durch die immer kleiner werdenden Chips, die trotz ihrer Größe eine alltagstaugliche Leistung bieten.

Für Leistungshungrige gibt es unter den Mini-Modellen Power-PCs, die sogar für Gaming oder Videobearbeitung geeignet sind. Empfehlungen dazu findet ihr weiter unten.

Dennoch ist im Gehäuse eines Tower-PCs schlussendlich mehr Platz, weswegen Hardware-Komponenten einfacher ausgetauscht oder erweitert werden können. Zwar können auch bei einigen Mini-PCs beispielsweise RAM und SSD ausgewechselt werden. Eine große Erweiterung der Komponenten ist aus Platzgründen aber nicht möglich.

Kompakt, leise & trotzdem leistungsstark

Da die Gehäuse heutzutage immer kleiner werden, verzichten viele Hersteller bei Mini-PCs auf den Lüfter. Die CPUs sind deswegen so konzipiert, dass sie wenig Abwärme produzieren oder sich selbst regulieren, sobald eine Überhitzung droht, weswegen eine Extra-Kühlung nicht nötig ist. Mini-PCs sind demnach in der Regel sehr leise und stören nicht mit dem typischen Lüftergeräusch wie ein Tower-PC mit herkömmlichen Kühlern.

Bei Notebooks kommt diese passive Kühlung, also das Fehlen des Lüfters, überwiegend bei ultraschlanken und leichten Modellen, 2in1-Systemen sowie Netbooks vor. Die meisten Notebooks laufen aber immer noch mit normalen Lüftern.

Indivduell, wie du selbst

Mit Hilfe von Mini-PCs könnt ihr euch Eingabegeräte, Monitore und Lautsprecher selbst heraussuchen.
Gerade für Gamer lohnt sich nochmal spezielle Peripheriegeräte für angenehmeren Spielspaß.
Mit Hilfe von Mini-PCs könnt ihr euch Eingabegeräte, Monitore und Lautsprecher selbst heraussuchen.

Einen Vorteil, den Tower- und Mini-PCs gemeinsam haben, ist die individuelle Anpassbarkeit. Während bei Notebooks Tastatur, Touchpad, Lautsprecher und Display schon fest verbaut sind, könnt ihr bei Desktop-PCs frei wählen.

Wer besonders Wert auf eine knackscharfe und farbenfrohe Darstellung legt, wird sich freuen, selbst einen Monitor speziell nach den eigenen Bedürfnissen heraussuchen zu dürfen und nicht zwangsläufig mit dem vorgegeben Notebook-Display vorlieb nehmen zu müssen. Zugegeben werden Notebook-Panels heutzutage immer besser – das ist aber ein anderes Thema.

Diese Freiheit ist, meiner Meinung nach, auch bei den Eingabegeräten sehr nützlich. Falls ihr die Handgelenks- und Armschmerzen vorbeugen möchten, könnt ihr euch beispielsweise direkt für eine ergonomisch designte Tastatur und Maus entscheiden.

Bei einigen Modellen wurden sogar Speicher, RAM und Co. gar nicht erst integriert. So stehen euch alle Mini-PC-Türen offen – sehr praktisch für diejenigen, die gerne basteln und ihre PC-Komponenten selbst heraussuchen möchten.

Empfehlungen bei Mini-PCs:

Für Alltag & Zuhause: Lenovo Ideacentre 510S-15IKL
Mehr Leistung für Zuhause gefällig? Wie wäre es mit dem Acer Aspire XC-780?
Der Acer-Mini-PC verfügt sogar über eine Nvidia GeForce GT Grafikkarte.
Fürs Büro oder Homeoffice: HP Prodesk 400 G3 Mini
Für Alltag & Zuhause: Lenovo Ideacentre 510S-15IKL

Für den Alltag und Zuhause kann ich das Lenovo Ideacentre 510S-15IKL für 449 Euro empfehlen. Dank des neuesten Intel-Pentium-Prozessor, schneller SSD und 8 Gigabyte RAM kommt der PC mit jeglichen einfachen Anwendungen zurecht. Zudem verfügt der Lenovo-PC über ein optisches Laufwerk, das mittlerweile auch nicht jedes Mini-Modell zu bieten hat.

Wer gerne mehr Leistung für die Bearbeitung von großen Excel-Dateien oder das ein oder andere PC-Spiel braucht, dem empfehle ich den Acer Aspire XC-780 für 720 Euro. In dem schicken schwarzen Gehäuse versteckt sich ein Intel-Core-Prozessor der Kaby-Lake-Generation, eine SSD- und HDD-Kombination sowie eine Nvidia GeForce GT1030 Grafikkarte.

Für euer Homeoffice oder das Büro eignen sich dank Windows 10 Professional der HP Prodesk 400 G3 Mini für 586 Euro sowie das Lenovo ThinkCentre M710q Tiny für 693 Euro. Beide PCs könnt ihr dank der Vorrichtungen auf der Geräterückseite hinter kompatible Monitore oder an der Unterseite von Schreibtischen befestigen, wodurch ihr den vorhandenen Platz optimal nutzen könnt.

Mini-PCs für Gamer, Bastler & Apple-Fans

Der Lenovo Legion Y720-15ISH sieht zwar nicht mehr ganz nach Mini-PC aus...
..., ist aber dennoch sehr kompakt für die verbaute Technik.
Bei vielen Modellen der Intel-Nuc-Reihe könnt ihr euch RAM & Speicher selbst heraussuchen.
Für Apple-User: Mac Mini - ebenfalls in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich
Der Lenovo Legion Y720-15ISH sieht zwar nicht mehr ganz nach Mini-PC aus...

Auch für die Gamer unter euch habe ich einen passenden Tipp: der Lenovo Legion Y720-15ISH. Die verbaute Technik reicht von Intel Core i7-Prozessor über 16 Gigabyte RAM bishin zu einer Nvidia GeForce GTX 1070 GPU und sollte euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Für dieses Kraftpaket zahlt ihr aber einen stolzen Preis von aktuell 1.444 Euro.

Bastlern und denjenigen, die sich RAM und SSD lieber selber heraussuchen möchten, kann ich die Intel-Nuc-Reihe empfehlen. Diese Mini-PCs gibt es in allen möglichen Varianten, bei dem jeweils ein anderer Prozessor verbaut ist. Der Apple Mac mini ist die Mini-PC-Variante für Mac-User.

Tower-PCs - Empfehlungen

Hyrican Military Gaming 5553: Gaming-Tower mit viel Leistung
Schickes Gaming-typisches Design
Die Nvidia GeForce GTX GPU sorgt für genug Power, um die anspruchsvollsten Games zocken zu können.
Acers Predator-Gaming-PCs bieten ebenfalls ein sehr schickes Design.
Der HP Pavilion 570-p066ng für 795 Euro eignet sich bestens für den normalen Nutzer, der etwas höhere Ansprüche hat.
Hyrican Military Gaming 5553: Gaming-Tower mit viel Leistung

Wer trotzdem einen Tower-PC bevorzugt, für den habe ich auch noch ein paar passende Empfehlungen.

Beim Thema Gaming seien der Hyrican Military Gaming 5553 für 1.349 Euro oder Acer Predator G3-710 für 1.099 Euro genannt. Neben einem schicken Gaming-typischen Gehäuse bieten beide sehr leistungsstarke Komponenten, mit denen ihr die anspruchvollsten Spiele problemlos zocken könnt.

Für den Business-Bereich gibt es aus der ThinkCentre-Reihe von Lenovo ebenfalls Tower-Modelle, wie den M710t für 700 Euro, die sich im Groben und Ganzen nur in der Gehäusegröße und den Anschlussmöglichkeiten von den Mini-PCs unterscheiden.

Anspruchsvolle Nutzer, die einen PC für Zuhause benötigen, sollten mal einen Blick auf den HP Pavilion 570-p055ng für aktuell 469 Euro werfen. Mehr Leistung, in Form einer besseren GPU und CPU, für den gleichen Anwendungsbereich bietet der HP Pavilion 570-p066ng für 795 Euro.

Tower- oder Mini - Hauptsache ein PC

Kompakte Maße, gute Leistungsfähigkeit, geringe Geräuschentwicklung und die individuelle Freiheit bei der Wahl von Monitor, Maus, Tastatur und Co. sprechen für einen Mini-PC. Auch den mobilen Einsatz hätte ich hier erwähnen können, dieser ist aber nur unter eher erschwerten Umständen realisierbar, weswegen ich ihn mal in Klammern setze.

Die Mobilität ist bei einem Notebook 10 Mal besser und bei der Erweiterbarkeit liegen die Tower-PCs eher vorne. Aber für diejenigen, die eine kompakte Workstation für Zuhause, das Büro oder die „Zockerhöhle“ suchen, ihre Komponenten gerne selber auswählen und dabei nicht auf Leistungsfähigkeit verzichten wollen, denen kann ich Mini-PCs uneingeschränkt weiterempfehlen.

 

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