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#erstmalverstehen: dedizierte vs. integrierte Grafikkarte - das ist der Unterschied



Zugeordnete Tags Grafikkarte | Notebook | PC

Du willst das neueste Assassin’s Creed auf deinem Notebook spielen, aber das Bild ruckelt die ganze Zeit? Das könnte daran liegen, dass du eine integrierte und keine dedizierte Grafikkarte hast. Nicht nur beim Gaming benötigt man schnelle Grafikberechnungen, auch beim Videoschnitt oder Streaming von Filmen wird auf die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte (auch GPU genannt) gesetzt. Wie integrierte und dedizierte GPUs funktionieren, welche Vor- und Nachteile sie haben und welche Variante für dich die beste ist, erfährst du hier.

Aufbau & Funktion einer Grafikkarte

Die Grafikkarte ist die Schnittstelle zwischen der CPU, also dem Hauptprozessor deines Computers, und dem Bildschirm. Sie wandelt die Daten, die sie von der CPU bekommt, so um, dass sie vom Monitor oder Display verstanden und als Bild wiedergegeben werden können. Die GPU besteht aus einer Grafikeinheit beziehungsweise einem Grafikprozessor und einem Videospeicher. Dieser Videospeicher enthält die zur Bearbeitung ausgelagerten Grafikinformationen.

Integriert: Die Grafikeinheit (im Bild rechts unten) ist fest verbaut.
Integriert: Die Grafikeinheit (im Bild rechts unten) ist fest verbaut.

So unterscheidest du dediziert & integriert

Von außen kann man bei einem Notebook in der Regel nicht erkennen, welche Grafik verbaut ist. Hier hilft euch der Blick in das Datenblatt weiter.

Integrierte Grafikkarte

Die Grafikeinheit ist bei der integrierten Grafikkarte fest in der CPU oder im Chipsatz auf der Hauptplatine verbaut. Sie bringt keinen eigenen Videospeicher mit, sondern greift auf den Arbeitsspeicher (RAM) des Notebooks zu und nutzt einen Teil davon für sich.

Da diese Variante nur wenig Platz in Anspruch nimmt, wird sie oft für Notebooks oder Convertibles verwendet. Im Datenblatt eines Produkts erkennst du eine integrierte Grafikkarte meist an dem Zusatz IGP (Integrated Graphics Processor).

Dedizierte Grafikkarte

Im Gegensatz dazu besitzen dedizierte Grafikkarten einen eigenen Videospeicher, der Arbeitsspeicher wird also entlastet und kann für andere Aufgaben genutzt werden. Dedizierte GPUs sind deswegen größer und haben einen eigenen Steckplatz auf dem Mainboard.

Diese Grafikkarten werden vor allem bei PCs und Gaming-Notebooks verbaut, da sie durch den größeren grafischen Speicher meist leistungsstärker sind. Durch die Angabe der Videospeichergröße (VRAM) erkennst du die dedizierte GPU im Datenblatt.

Dediziert: Die Grafikkarte (im Bild: rechts unten die größere schwarze „Karte") bringt eigenen Videospeicher (im Bild: zwei der vier schwarzen Plättchen) mit.
Dediziert: Die Grafikkarte (im Bild: rechts unten die größere schwarze „Karte") bringt eigenen Videospeicher (im Bild: zwei der vier schwarzen Plättchen) mit.

Power vs. Akku: Die Vor- & Nachteile

Der größte Vorteil einer dedizierten Grafikkarte ist wohl die erhöhte Rechengeschwindigkeit und Leistung. Dies ist vor allem fürs Gaming interessant, aber auch 3D-Modellierungen und Programme wie Adobe Premiere oder Photoshop sind mit dieser Art Grafikkarte besser bedient. Zudem gibt es die Möglichkeit, sie auszutauschen, wenn sie defekt oder veraltet ist.

Wenn die dedizierte GPU so viel besser ist, wieso gibt es dann die integrierte? Auch diese Variante hat einige Vorteile. Die Akkulaufzeit bleibt nahezu unverändert, während die dedizierte Grafikkarte wegen ihres eigenen Speichers auch mehr Strom benötigt. Zudem entsteht bei der Nutzung dedizierter GPUs Hitze. Um dem gegenzuwirken, haben sie häufig ein eigenes Kühlsystem, das wiederum mehr Platz benötigt. Außerdem wird das Notebook beim Spielen oder Video-Rendern trotzdem meist sehr warm.

 

Perfekte Lösung für Gaming-Fans?

Beide Grafiksysteme haben so ihre Vor- und Nachteile. Was für dich am besten passt, musst du selbst abwägen. Ein Notebook mit integrierter GPU reicht aber für den Normalgebrauch völlig aus. Auch einfachere grafische Arbeiten lassen sich damit noch gut und schnell erledigen. Für richtige Gaming-Fans ist die Nutzung einer dedizierten Grafikkarte aber schon fast ein Muss. Da macht dann auch Battlefield 1 Spaß – und zwar komplett ruckelfrei.

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