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#erstmalverstehen: 11 Tipps für iOS 11



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Apples neues Betriebssystem steht seit dem 19. September zum Download zur Verfügung und bringt jede Menge neue Features mit, die dir den Umgang mit iPhone und iPad im Alltag erleichtern. Falls du bis dato dein iOS-Gerät nicht aktualisiert hast, solltest du das unbedingt tun. Hier liest du, welche Features dir sonst entgehen:

1. VERBESSERTES DOCK & MULTITASKING AUF DEM IPAD

Das iPad beherrscht zwar schon länger Multitasking, die überarbeitete Version sorgt jedoch für einen echten Paradigmenwechsel: Die notwendige Prämisse für das verbesserte Multitasking ist das neu designte Dock, das jetzt zum einen mehr Favoriten-Apps aufnimmt und zum anderen die zuletzt geöffneten Apps zeigt. Dieses neue Dock erreichst du auch innerhalb von Apps und nutzt es gleichzeitig als Zentrale zur Steuerung des Multitaskings: Wischst du in einer laufenden Anwendung nach oben, erscheint das Dock. Die zusätzlich zu startende App hältst du nun gedrückt und ziehst sie einfach nach oben in den Bildschirm hinein.

Sobald das Icon das Dock verlässt, erhältst du schon eine Voransicht der zusätzlichen App und kannst nun bestimmen, ob du sie als separates Fenster überlagern willst, was sich beispielsweise für Messager anbietet, oder ob du die Fenster nebeneinander im Split-Screen-Modus anzeigen lassen möchtest, was sich wiederum prima für „echtes“ Multitasking, wie zum Beispiel Browser-Recherche und Notizenanfertigung eignet. Das funktioniert zwar nicht mit allen Applikationen, aber mit nahezu allen System-Apps und auch vielen anderen. Überlagerte Apps wischst du einfach nach rechts aus dem Bildschirm raus und wieder rein oder schubst sie auf die linke Seite. Nach links hinauswischen funktioniert allerdings aktuell noch nicht.

Die überlagerte App hat oben einen kleinen Balken, an welchem du sie anfassen, ein Stück nach oben ziehen und im Split-Screen-Modus anzeigen lassen kannst. Das funktioniert natürlich auch anders herum – somit wechselst du vom Split-Screen-Modus zurück zur Überlagerung. Für iPad-Nutzer dürften das neue Dock und das überarbeitet Multitasking das mit Abstand wichtigste Feature von iOS 11 sein. Richtig angewandt wird das iPad damit zu einer echten Produktivitätsmaschine!

2. Neues Kontrollzentrum richtig nutzen

iPhone-Usern dürfte als erstes das neue Kontrollzentrum ins Auge fallen. Es ist nach wie vor vom Sperrbildschirm, Homescreen und auch von Apps aus durch Hochwischen erreichbar, brilliert aber mit komplett überarbeiteter Optik. Voreingestellt sind Schaltflächen für die Steuerung von WLAN, Bluetooth, Mobilfunk, Flugmodus, Wiedergabesteuerung, Rotationssperre, Nicht-Stören-Modus, Lautstärke, Helligkeit und einigem mehr. Zum einen ist die Auswahl dieser „Widgets“ nun konfigurierbar (einige sind fest voreingestellt und lassen sich nicht entfernen), zum anderen bieten sie per langem Tap beziehungsweise Force Touch weitere Steuerungsmöglichkeiten.

So poppt zum Beispiel das Widget zur Steuerung der Player-Wiedergabe mit zahlreichen Steuerelementen auf und das Widget für WLAN, Bluetooth und Co. mutiert zur Schaltzentrale, über die nun auch AirDrop und der Hotspot steuerbar sind. Achtung: Deaktivierst du über dieses Widget WLAN oder Bluetooth und hoffst, es damit vollständig ausgeschaltet zu haben, irrst du leider, denn über diese Ansicht kannst du ausschließlich Verbindungen trennen, aber niemals die Funktionalität vollständig abschalten. Möchtest du WLAN oder Bluetooth wirklich komplett abschalten, funktioniert das ausschließlich über die Systemeinstellungen.

Das Kontrollzentrum kommt in neuer Optik daher und sind anpassbar.
Weitere Funktionalitäten sind per Force Touch erreichbar.
Das Kontrollzentrum kommt in neuer Optik daher und sind anpassbar.

3. Siri schreiben

Wer lieber textet statt zu sprechen, wird dieses Feature lieben: Siri ist nun auch per Texteingabe erreichbar. Das heißt, du kannst deine Anfragen an Siri in Textform abschicken. Eine funktionierende Internetverbindung ist dafür selbstverständlich nach wie vor nötig. Dank Text- statt Spracheingabe dürfte sich so aber der ein oder andere unangenehme Moment im öffentlichen Personennahverkehr vermeiden lassen. Einziger Nachteil: Ist die Texteingabe aktiviert, kannst du dich nicht mehr per Sprache mit Siri unterhalten. Ob Siri mit ihrer Stimme antworten soll, lässt sich in den Systemeinstellungen konfigurieren.

Per Systemeinstellung sind nun Textnachrichten an Siri möglich.
Per Systemeinstellung sind nun Textnachrichten an Siri möglich.

4. "Beim Fahren nicht stören"-Modus

Ständige Benachrichtigungen nerven dich beim Autofahren? Dafür gibt es nun den „Beim Fahren nicht stören“-Modus, der auch genau das macht. Diesen Modus aktiviert das iPhone bei Bedarf ganz automatisch, wenn es erkennt, dass du es gerade spazieren fährst. Eingehende Nachrichten werden vom iPhone automatisch mit einem Hinweis beantwortet, dass du gerade fährst und nicht antworten kannst. Anpassbar sind dabei sowohl Empfängerkreis als auch Inhalt der automatischen Antwort.

Der "Beim Fahren nicht Stören"-Modus antwortet auf Wunsch automatisch.
Der "Beim Fahren nicht Stören"-Modus antwortet auf Wunsch automatisch.

5. Passwortverwaltung per Keychain

Ebenfalls überarbeitet hat Apple die Passwortverwaltung mit Keychain. In Anmeldeformularen des Safari-Browsers greift ihr so auf bereits gespeicherte Login-Daten zu und übernehmt diese in die jeweiligen Anmeldefelder. Das Beste daran: Auch Login-Formulare innerhalb von Apps lassen sich jetzt mit Nutzernamen und Passwörtern aus der zentralen Zugangsdatenverwaltung Keychain bestücken. Einmal gespeichert, könnt ihr diese in verschiedenen Apps nutzen und per iCloud sogar mit anderen iOS-Geräten synchronisieren. Selbstverständlich schlägt Keychain auf Wunsch auch sichere neue Passwörter vor, die ihr mit wenigen Taps direkt übernehmen könnt.

Die neue Passwortverwaltung Keychain ist nun auch innerhalb von Apps verfügbar.
Die neue Passwortverwaltung Keychain ist nun auch innerhalb von Apps verfügbar.

6. Neue Bildeffekte für Live-Fotos

In iOS 11 gibt es drei neue Effekte für eure Bilder: Endlosschleife, Abpraller und Langzeitbelichtung. Voraussetzung für die Anwendung ist die Aufnahme des Bildes als Live-Foto. Die Effekte erreichst du, indem du in der Fotos-App das zu bearbeitende Bild öffnest und nach oben wischst. Und das können die drei:

Mithilfe der Endlosschleife wird das Live-Foto immer wieder neu wiederholt, iOS versucht dabei das Ende des Live-Fotos so gut mit dem Anfang zu verschmelzen, wie es eben geht. Das funktioniert ganz besonders gut, wenn das Foto eine in sich abgeschlossene Handlung abbildet, die ständig wiederholt werden kann. Wenn du jetzt zum Beispiel an ein ständiges wiederholtes Anstoßen von Gläsern denkst, liegt du genau richtig!

Ähnlich ist es beim Abpraller, der dir gegebenenfalls auch als Bumerang bekannt ist: In diesem Falle wird das Bild erst vorwärts und danach gleich wieder rückwärts abgespielt, was, auf das richtige Live-Foto angewandt, witzig bis grandios lustig ausfallen kann. Denk zum Beispiel an die Aufnahme einer Person, die von einem Sprungbrett ins Wasser springt, nur um kurz darauf wieder aufzutauchen und aus dem Wasser zurück aufs Brett zu hüpfen.

Der dritte Effekt im Bunde ist die Langzeitbelichtung, mit der du beispielsweise Aufnahmen von fließendem Wasser sehr kunstvoll aussehen lassen kannst. Schau dir hier mein Beispielvideo an, dann wirst du sehen, was für schicke Effekte damit möglich sind:

 

7. QR-CODE PER KAMERA-APP

Dieses Feature braucht keine besondere Erklärung: Die integrierte Kamera-App erkennt nun auch QR-Codes. Das heißt, du benötigst dafür keine besondere App mehr. Die Anwendung könnte dabei nicht einfacher sein: Zeige einfach mit aktivierter Kamera auf einen QR-Code und sobald dieser erkannt und ausgelesen wurde, erscheint im oberen Teil des Bildschirms eine Benachrichtigung, die sich auch antippen lässt, um beispielsweise URLs zu öffnen.

 

Die Kamera-App erkennt QR-Codes nun automatisch.
Die Kamera-App erkennt QR-Codes nun automatisch.

8. Per Dokumentenscanner fix Unterlagen einscannen

Ein weiteres neues Kamera-Feature in iOS 11 ist der Dokumentenscanner. Dieser lässt dich aus der Notizen-App heraus Dokumente per Foto scannen. Dazu musst du lediglich die Notizen-App starten, eine Notiz öffnen oder neu anlegen und dann auf das kleine „+“-Symbol tippen. Nach einem Tap auf „Dokumente scannen“ öffnet sich die Kamera und als letztes musst du nur noch das zu scannende Blatt ordentlich vor die Linse bringen, bis ein gelber Rahmen darum erscheint. Die Aufnahme wird automatisch ausgelöst und direkt in der Notiz gespeichert – einfacher geht es nicht!

Der Dokumentenscanner erkennt Dokumente automatisch und speichert sie als Notiz.
Der Dokumentenscanner erkennt Dokumente automatisch und speichert sie als Notiz.

9. Apps automatisch deinstallieren

Du hast zu wenig Speicherplatz auf deinem iPhone? Durch hochauflösende Bilder, verlustfrei komprimierte Musik und Gigabyte-schwere Apps ist der iPhone-Speicher schnell gefüllt und platzt aus allen Nähten. Doch Hilfe naht: Seit iOS 11 lagert das System auf Wunsch selten oder gar nicht benutzte Apps aus.

Die Daten und das Symbol der Anwendung bleiben erhalten, Programmcode und Assets der App werden jedoch von deinem iOS-Gerät gelöscht. Vor der nächsten Nutzung der Applikation müssen diese erst wieder heruntergeladen werden, danach ist sie wieder vollkommen normal nutzbar. Den Auslagerungsprozess kannst du natürlich auch per Hand anstoßen. Dank dieser Funktion lassen sich nie benutzte System-Apps deinstallieren und verschwenden endlich keinen Platz mehr! Die Funktion ist in den Systemeinstellungen unter „iPhone Speicher“ erreichbar, dort kannst du auch für jede App einsehen, wie viel Speicher sie verbraucht und wann du sie das letzte Mal genutzt hast.

In den Systemeinstellungen lassen sich Apps auslagern.
Dies ist dann an einem kleinen Cloud-Symbol zu erkennen.
In den Systemeinstellungen lassen sich Apps auslagern.

10. Drag & Drop nutzen

Nach erstmaliger Veröffentlichung dauerte es zwei Jahre, bis das iPhone endlich die „Kopieren und Einfügen“-Funktion erhalten hat. Die zweite Funktion, die ebenfalls sehr vielen Usern vom Desktop her bekannt sein dürfte, ist „Drag & Drop“. Diese hält nun endlich Einzug auf iOS – im zehnten Jahr. Wirklich sinnvoll einsetzen lässt sie sich tatsächlich nur auf dem iPad, denn nur hier ist das Verschieben von Informationsschnipseln zwischen Apps möglich – auf dem iPhone nur innerhalb der gleichen App.

Und so funktioniert’s: Halte einfach einen Inhaltsausschnitt deiner Wahl gedrückt und warte, bis er „herausploppt“ und an deinem Finger hängt. Jetzt kannst du ihn herumschieben und beispielsweise im Split-Screen-Modus auch in andere Apps verschieben. Ebenfalls möglich ist es, die Auswahl in Apps aus dem Dock zu verschieben: Wische dazu einfach das Dock herein, während du etwas ausgewählt hast und schiebe deine Auswahl auf das entsprechende Icon im Dock.

Wichtig zu wissen ist hier, dass du dein iPad ganz normal bedienen kannst, während du das ausgewählte Schnipsel weiter festhältst. Du kannst andere Apps starten und innerhalb dieser navigieren, um irgendwann das Informationsschnipsel am Zielort abzulegen. Einige Apps unterstützen sogar eine Mehrfachauswahl, mit der du beispielsweise weitere Fotos einfach durch Antippen zur aktuellen Auswahl hinzufügen kannst. Sehr praktisch!

11. Dateien per App verwalten

Die Dateien-App verwaltet sowohl iCloud-Dateien
Als auch Dokumente anderer Apps
Die Dateien-App verwaltet sowohl iCloud-Dateien

Seit iOS 11 ist nun endlich auch eine echte Dateiverwaltung an Bord und ersetzt die bisherige iCloud Drive-App. Datei-Manager-Apps gab es zwar bisher schon, aber jede war auf bestimmte Art und Weise durch das System limitiert. Deshalb tritt Apple nun mit der neuen Dateien-App an, um dir die Verwaltung deiner Daten grundlegend zu vereinfachen. In dieser Anwendung siehst du zunächst einmal die installierten Apps, die ebenfalls eine Dateiverwaltung integriert haben, wie zum Beispiel Dropbox oder Documents. Deine in iCloud liegenden Dateien sind hier natürlich ebenfalls verfügbar. Innerhalb des Datei-Managers kommst du an die Inhalte dieser Apps heran und kannst so zum Beispiel Dateien von der Dropbox in die iCloud kopieren und wieder zurück.

Falls du dir Tipp 10 zu Drag & Drop noch nicht durchgelesen hast, solltest du das jetzt tun, denn dieses Feature ist innerhalb des Datei-Managers sehr hilfreich. So lassen sich Dateien auch in der App auswählen, um sie im Anschluss per Drag & Drop in eine andere zu verschieben. Die Dateien-App vermag auch Dokumente wie Texte, PDFs, Bilder und Videos anzuzeigen, ohne eine Dritt-App starten zu müssen.

Das waren unsere elf Lieblings-Features im neuen iOS 11, allerdings gibt es natürlich noch viele weitere Neuerungen wie beispielsweise der aufgeräumte und neu organisierte Sperrbildschirm oder die intelligentere Siri, die das Verhalten des Nutzers schon so gut kennen soll, dass sie antwortet, bevor ihr eine Frage vollständig formuliert habt.

Schreibt uns gerne in die Kommentare, ob ihr euch iOS 11 schon geholt habt und was eure liebste neue Funktion ist!

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