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Die besten Tipps & Tricks für die Kamera des Huawei P10 & P10 Plus



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Das Huawei P10 punktet mit Kamera-Knowhow von Leica.
Auf der Rückseite: Die 20 Megapixel Leica Dual Camera
Das Huawei P10 punktet mit Kamera-Knowhow von Leica.

Heutzutage ist die Kamera beim Kauf eines neuen Smartphones mit das wichtigste Kriterium. Das ist auch kein Wunder, denn immer eine Kamera dabei zu haben ist eben sehr praktisch. -So könnt ihr zu jeder Zeit eure Erlebnisse festhalten: Raus aus der Tasche, Kamera starten, Knipsen – fertig.

Aktuell ist die Kamera des Huawei P10 beziehungsweise Huawei P10 Plus mit die Beste auf dem Markt – und das zurecht, denn der Hersteller setzt bei der Kamera auf Knowhow von Leica. Liest man sich die technischen Daten zur Kamera auf der Homepage einmal genauer durch, wird einem vor Fachbegriffen fast schwindelig. Da stehen Bezeichnungen wie „Leica Dual Camera 2.0“, „3D-Gesichtserkennung“, „dynamische Beleuchtung“, „SUMMARIT-H Linsen“, „F2.2-Blende“ und ähnliches.

Wenn du mit diesen Begriffen nicht so viel anfangen kann ist das aber gar kein Problem.  Es ist nämlich gar nicht so schwer, richtig gute Fotos mit diesem Edel-Smartphone zu machen. Ich habe euch hier mal die besten Tipps und Tricks für noch bessere Aufnamen mit dem Huawei P10 und P10 Plus zusammengestellt.

Allgemeine Tipps zur Smartphone-Fotografie

Bevor es richtig losgeht, möchte ich euch noch ein paar allgemeine Tipps zum Fotografieren mit einem Smartphone mit auf den Weg geben.

  • Linse säubern – die besten Tipps helfen nichts, wenn die Linse verdreckt ist. Daher solltet ihr diese immer mit einem weichen Mikrofasertuch sauber halten.
  • Stativ verwenden – auch wenn das Huawei P10 beziehungsweise P10 Plus einen optischen Bildstabilisator haben, lohnt sich der Kauf eines vernünftigen Stativs. Extrem handlich und flexibel sind hier zum Beispiel GorillaPods.
  • Gegenlicht vermeiden – gegen die Sonne zu fotografieren verdirbt fast jedes Bild. Daher solltet ihr, wenn möglich, immer die Sonne im Rücken haben. Allerdings lassen sich damit tolle Effekte zaubern.
  • Die Drittel-Regel – gerade Laien wollen das Motiv im Zentrum eines Fotos haben. Genau das lässt Bilder aber oft langweilig wirken. Besser ist es, das Gitter zu verwenden und das Motiv an einem der Schnittpunkte zu fokussieren. Dadurch wirken eure Aufnahmen harmonischer. Symmetrische Motive lassen sich zudem an den Gitterlinien ideal ausrichten.
  • Selfiestick – auch wenn der Stick einen schlechten Ruf hat, ist er gerade für Selfies ideal. Dabei reicht ein einfacher, wie der FresN Rebel Stick mit Kabelverbindung, völlig aus.
  • Smartphone Linsen – diese Aufsätze gibt es nicht mehr nur für DSLR-Kameras, sondern auch für Smartphones. Ein Set besteht meist aus drei bis vier verschiedenen Aufstecklinsen, die einfach vor die Linse des Smartphones geklemmt werden. Damit sind beispielsweise Fischauge- und Makro-Fotografie möglich.
  • Fast unendlicher Speicherplatz bei Google Fotos– mit der Zeit wird die Sammlung an Fotos immer größer und größer. Irgendwann wird dann auch mal der Speicher knapp. Um das zu verhindern, bietet Google Fotos unbegrenzten Speicherplatz für Bilder bis 16 Megapixeln an.
  • Experimentieren – das ist das A und O. Gerade die vielen Modi und Filter des Huawei P10 sowie P10 Plus erlauben vieles Foto-Möglichkeiten. Daraus resultieren oft fantastische Ergebnisse, die ihr auch durch einfaches Ändern eurer Position oder eures Blickwinkels erreichen könnt.

Tipps für die bessere Bedienung

Kamera im Standby blitzschnell starten

Oft muss es schnell gehen. Gerade Schnappschüsse sind die schönsten Fotos. Beim Huawei P10 und P10 Plus kann man durch doppeltes Drücken der Leiser-Taste die Kamera direkt aus dem Standby heraus starten. Aktiviert wird diese Funktion über die Einstellungen der Kamera unter „Funktion der Leiser-Taste“.

Hier hat man dann die Wahl aus drei Optionen: „Foto“ bedeutet, dass nach dem schnellen Start der Kamera direkt ein Foto geschossen wird. Schneller geht es wirklich nicht mehr – perfekt für Schnappschüsse. Bei „Kamera“ wird nur die Kamera gestartet. Und wenn man „Aus“ aktiviert, ist diese Funktion deaktiviert.

Die Lautsprecher-Tasten zum Auslösen nutzen

Nichts ist nerviger als beim Fotografieren mit der Hand das Smartphone zu halten und gleichzeitig den Auslöser zu drücken. Meistens hat man dann Teile der Hand auf dem Bild oder das Smartphone fällt herunter. Um das zu verhindern, hat Huawei der Kamera die Möglichkeit spendiert, direkt mit der Lautstärke-Taste auszulösen. In den Einstellungen der Kamera unter „Funktion der Lautstärke-Taste“ könnt ihr dieses Feature aktivieren.

Den Sprachauslöser aktivieren

Die Lautsprecher-Taste als Auslöser ist schon mal ganz praktisch. Bei Selfies wird aber auch das zu einem Kunststück. Hier hat Huawei vorgesorgt und einen Sprachauslöser eingebaut.

Dieser ist in den Einstellungen der Kamera unter „Audiosteuerung“ zu finden. Einmal aktiviert, genügt es in Zukunft zum Auslösen der Kamera nur noch „Cheese“ zu sagen oder eine bestimmte Lautstärke zu erreichen.

Die passende Auflösung

Nicht immer ist die höchste Auflösung die Beste. Vielmehr muss man sich für ein Bildformat entscheiden, denn das ist ausschlaggebend für die Auflösung. So hat das 4:3-Format nach wie vor die passende Abmessung für Standard-Abzüge. Es gibt zwar auch alle anderen Formate, dann aber oft nur gegen Aufpreis. Das 16:9-Verhältnis ist vor allem für Videos interessant, da man diese zu 99,9 Prozent entweder auf dem Smartphone, Tablet oder einem Fernseher zeigen wird.

Beim Huawei P10 und P10 Plus bekommt ihr die vollen 20 Megapixel nur im Format 4:3 angeboten. Wer lieber im Format 16:9 fotografieren möchte, hat nur noch 9 Megapixel, was aber nicht automatisch schlechtere Fotos bedeutet. Seit Instagram gibt es auch noch das 1:1-Format, worauf ich gleich zu sprechen komme.

Für Videos empfiehlt sich aktuell noch die Full-HD-Auflösung mit 1.920 mal 1.080 Pixel. Wer unbedingt die neue UHD-4K-Auflösung möchte, sollte Speicherplatz im Überfluss haben, denn selbst kurze Videos können schnell mehrere Gigabyte groß sein.

Das perfekte Selfie?

In den Kameraeinstellungen findet man eine Option mit dem Namen „Perfektes Selfie“. Nachdem man diese aktiviert hat, schaltet das Huawei P10 automatisch in den Portrait-Modus. Anschließend soll man sich aus verschiedenen Blickwinkeln fotografieren. So wird das eigene Gesicht vermessen.

Macht man nun ein Selfie von sich, werden in kurzer Folge drei Fotos gemacht und die Software errechnet aus diesen drei Fotos inklusive der vielen Messungen des Portrait-Modus das perfekte Selfie. Durch weitere Einstellungen kann man dann noch einen Weichzeichner aktivieren und so weiter.

Bessere Bildkompositionen dank Raster

Bei den allgemeinen Tipps habe ich schon kurz über die Drittel-Regel gesprochen. Dabei geht es um die Bildkomposition, also wo was auf dem Foto zu sehen sein soll. Laien platzieren das Motiv oft in der Mitte eines Fotos, was eher langweilig wirkt. Profis dritteln das Bild und erhalten Schnittpunkte, an denen sie das Motiv ausrichten.

Als optische Hilfestellung kann man sich dafür in den Kameraeinstellungen verschiedene Gitter und Spiralen einblenden lassen. Gerade mit der Spirale kann man ein Motiv perfekt in Szene setzen, da sich das Auge auf das Motiv konzentriert und dann nach außen schweift. Unbedingt ausprobieren und zukünftig nutzen!

So startet man die Kamera aus dem Standby.
Die Lautstärke-Tasten zum Auslösen nutzen.
Die richtige Auflösung auswählen.
So aktiviert man die Funktion für das perfekte Selfie.
Mit dem Raster sorgt man für die perfekte Harmonie auf dem Foto.
So startet man die Kamera aus dem Standby.

Die verschiedenen Filter & Modi der Kamera

Die heutigen Kameras haben etliche sogenannte Modi und Filter mit an Bord, mit denen verschiedenste Motive perfekt in Szene gesetzt werden sollen, zum Beispiel Schwarz-Weiß-, HDR-, Panorama- oder Zeitraffer-Aufnahmen. Die Modi erreicht man durch Wischen vom linken Bildschirmrand nach rechts und die Filter sind als Icons am oberen Rand zu sehen.

Weitere Kamera-Modi installieren

Bei Huawei sind bereits 12 dieser Modi vorinstalliert. Ausgewählt werden diese, indem man auf dem Hauptbildschirm der Kamera vom linken Display-Rand nach rechts wischt. Damit öffnet sich die Liste mit den vorinstallierten Einstellungen. Weitere Modi kann man dann durch Tippen auf „Mehr“ herunterladen und installieren. Empfehlenswert ist hier zum Beispiel „Lebensmittel“.

Was bedeutet eigentlich HDR?

HDR steht für High Dynamic Range und bedeutet, vereinfacht gesagt, so etwas wie hohe Kontraste und großer Dynamikumfang. Die Kamera macht kurz hintereinander drei identische Fotos. Eines bei normaler Belichtung, eines unterbelichtet und eines überbelichtet. Danach werden alle drei übereinandergelegt und es entstehen fantastische Bilder mit extremen Farben sowie Kontrasten.

Beim Huawei P10 und P10 Plus kann man HDR bei den Modi finden. Dazu vom linken Displayrand nach rechts wischen und „HDR“ auswählen. Probiert es einfach mal aus.

Die große Blende zum nachträglichen Fokussieren

Startet man die Kamera des Huawei P10 / P10 Plus erscheinen oben diverse Icons. Das zweite von links ist die große Blende. Mit der Tiefenschärfe kann man viel anstellen. Durch sie kann ein eher langweiliges Bild erst richtige Wirkung erzielen. Ist die große Blende aktiviert, so lässt sich nachträglich der Fokus und die Blende ändern.

Experimentieren mit den Farben

Das vierte Icon von Links in Gestalt einer Filmrolle steht für drei verschiedene Farbmodi.

„Standard“, „Kräftige Farben“ und „Weiche Farben“. Hier lohnt es sich je nach Motiv herumzuprobieren. Bei bunten Motiven wie Bildern oder Blumen kann man einmal die kräftigen Farben testen, beispielsweise für kräftiges Rot.

Live-Filter nutzen

Gerade durch Instagram sind Filter populär geworden. Auch die hat das Huawei serienmäßig mit an Bord und das sogar in einer Live-Ansicht. Tippt man auf das zweite Icon von rechts, erscheinen neun Filter, die das Motiv in einer Live Ansicht zeigen. Einfach den passenden Filter auswählen und *klick*.

Monochrom ist die neue Farbe

Einen besonderen Reiz haben Schwarz/Weiß Fotos gerade durch ihre hohen Kontraste. Die Dual-Kamera des Huawei P10 hat eine zweite Linse, die speziell für Monochromfotos konzipiert wurde. Probiert die Schwarz-Weiß-Fotografie einfach mal aus und ihr werdet schnell feststellen, dass sehr kreative und eindrucksvolle Bilder entstehen können.

Lichtmalereien

Seit dem Huawei P8 sind die Lichtmalereien als eigener Modus mit dabei. Mit ihnen lassen sich Lichteffekte bei Nacht zaubern. Das ist meiner Meinung nach eine Spielerei, die aber durchaus Spaß machen kann. Allerdings braucht man dafür zwingend ein Stativ, denn die Belichtungszeiten sind teilweise recht lang und komplett frei von Wacklern ist niemand.

Der Profi-Modus für die volle Kontrolle

Für die allermeisten von uns wird die Automatik schon richtig gute Ergebnisse liefern. Wer aber die volle Kontrolle haben will, der aktiviert den Pro-Modus des Huawei P10 und P10 Plus. Zieht dazu das ovale Icon am unteren Displayrand nach oben und schon erscheinen zahlreiche weitere Einstellungen.

So installiert man weitere Modi für die Kamera des Huawei P10/ P10 Plus.
Mit der großen Blende kann man den Fokus nachträglich ändern.
Die Unterschiede zwischen "Standard", "Kräftige Farben" und "Weiche Farben"
Der Monochrom Modus sorgt für ganz besondere Fotos.
Filter sorgen für Stimmung.
Effekte mit den Lichtmalereien sind auch ganz nett.
Der Profi-Modus des Huawei P10/ P10 Plus
So installiert man weitere Modi für die Kamera des Huawei P10/ P10 Plus.

Das perfekte Ergebnis durch Bildbearbeitung

Das Foto ist im Kasten und das i-Tüpfelchen ist jetzt die perfekte Bildbearbeitung. Zwar bietet der Google Play Store jede Menge Apps dafür, zum Beispiel Snapseed, aber auch Huawei selbst hat eine richtig gute und vor allem umfangreiche Bildbearbeitungs-Software direkt in Petto.

Wenn man im Kamera-Menü das letzte Foto unten links auswählt oder direkt in die Galerie ein Bild antippt, erscheint am unteren Rand der Menüpunkt „Bearbeiten“. Danach eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten zur Bearbeitung. Standards wie drehen, zuschneiden und Korrekturen der Belichtung, Kontraste und ähnliche sind natürlich vorhanden. Aber es gibt noch einiges mehr wie beispielsweise Filter, Akzente oder Graffiti.

Besonders hervorheben möchte ich dabei die Farbakzente, mit denen Fotos nachträglich schwarz-weiß werden, um dann gezielt eine Farbe herauszuheben. Die Automatik hilft dabei so gut, dass man nicht mehr langwierig einzelne Pixel heraussuchen muss.

Durch den Filter „Illusion“ lässt sich ein bestimmter Bereich gezielt scharf stellen, der Rest hingegen bleibt unscharf. Gerade mit dieser Art der Bearbeitung lassen sich tolle Effekte erzielen.

Die umfangreiche Bildbearbeitung des Huawei P10/ P10 Plus
Durch Farbakzente lassen sich gezielt einzelne Farben ausprägen.
Die Illusion lässt den Hintergrund verschwimmen.
Weitere Filter findet man in der Bildbearbeitung.
Die umfangreiche Bildbearbeitung des Huawei P10/ P10 Plus

Viel Kamera für wenig Geld

Dass das Huawei P10 beziehungsweise das P10 Plus viel für den angegebenen Preis bietet, darüber muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Das zeigt auch der Videotest zum Huawei P10.

Aber erst durch die Leica-Dual-Kamera wird das Smartphone zu einem Highlight. Ich hatte es insgesamt drei Wochen im täglichen Gebrauch und habe dabei knapp 120 Fotos gemacht, um alles mögliche auszuprobieren und vor allem diese Tipps und Tricks speziell für die Kamera schreiben zu können.

Wenn euch diese Art von Ratgeber gefallen hat, hinterlasst mir bitte einen Kommentar. Zu welchem Modell hättet ihr in Zukunft gerne einen Tipps- und Tricks-Beitrag?

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