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Toshiba Satellite L50-B-1TD Multimedia-Notebook im Test



Zugeordnete Tags Toshiba | Notebook | Produkttest
Bereiche

Bewertung
Gutes Book mit Potenzial
3,5

 Pro

  • RAM, Prozessor & Grafik überzeugen
  • Leichte, schlanke Bauweise
  • Schnelles Arbeitstempo dank SSD
  • Display mit guten Farb- & Helligkeitswerten
  • Guter Akku
  • Leiser Lüfter

 Contra

  • Plastik-Design
  • Display-Scharniere federn stark
  • Kein Touch
  • Geringere Displayneigung
  • Display spiegelt stark
  • Flacher Sound

Weltraum-erprobtes Carbon. Chassis-Elemente aus bruchfestem Glas. Drehbarkeit und Biegsamkeit in alle möglichen Richtungen. Moderne Notebooks warten mit so ziemlich allem auf, was für ehrfürchtiges Staunen sorgt. Oft jedoch zu Lasten der inneren Leistungswerte oder des Preises. So kommt manches Notebook selbst bei Preisen um 1.500 Euro „nur“ auf 13 Zoll und überschaubare Prozessor- und Speicherressourcen.

Mit seiner L50-B-Serie hat sich Toshiba einem konträren Ansatz verschrieben: Leistung soll bezahlbar bleiben, aber dennoch in ansprechendem Design daherkommen. So fahren die Japaner das L50-B-1TD ein klassisches 15-Zoll-Notebook mit satten RAM-Ressourcen und SSD-Speicher auf, das zudem durch gekonnte optische Akzente auf sich aufmerksam macht. Beim Preis siedelt sich das Notebook aktuell bei 849 Euro, doch ob sich das Satellite damit wirklich in der gehobenen Mittelklasse etablieren kann, muss das Hands-on zeigen.

Lieferumfang

Keine Überraschungen beim Unboxing

Äußerst schlichter Karton ...
... und simple, aber funktionale Verpackung
Notebook, Ladekabel, Papierchen
Das Toshiba Satellite L50-B-1TD
Äußerst schlichter Karton ...

Unspektakulär – so präsentiert sich der Karton des Toshiba Satellite L50-B. Hier unterscheidet sich die High-End-Variante 1TD nicht von ihren Einstiegs-Verwandten im 400-Euro-Segment. Und auch nach dem Aufklappen des Kartons geht es eher durchschnittlich weiter, denn außer etwas dünner Pappe und dem ein oder anderen Kunststoffpolster hält und stabilisiert das Notebook nicht viel.

Auch der Karton-Inhalt an sich gibt sich überschaubar: Neben dem 15-Zoller von Toshiba finde ich noch das Ladekabel in klassentypischer Zweiteilung in Netzstecker und Ladegerät sowie zwei dünne Pamphlete mit Hinweisen zu Garantie und Ersteinrichtung. Gut, an sich braucht es auch nicht mehr, aber alles in allem wird das Notebook auch hier – wie beim Unboxing insgesamt – nicht seinem Anspruch der gehobenen Mittelklasse gerecht. Vor allem, wenn ich mir die UVP vor Augen führe, wäre ich an der Stelle und nach der Investition von 1.000 Euro sicherlich enttäuscht gewesen.

Design

Leichtes Toshiba-Notebook im Plastik-Mantel

Silberne Wabenstruktur als Akzent
Optisch recht ansprechend
Gut gearbeitetes Touchpad
Ordentlicher Tipp-Komfort
Auch ein Nummernblock ist an Bord.
Silberne Wabenstruktur als Akzent

Einmal ausgepackt fallen mir am Toshiba Satellite zunächst die ansprechenden Kontraste und die kompakte Bauweise auf. Erstere zeigen sich durch die silberne Display-Rückseite und Tastaturumrandung nebst Handballenauflage, die sich elegant vom schwarzen Rest des Notebooks abheben. Letztere definiert sich vor allem über die Zahlen 2,2 Kilogramm und 2,35 Zentimeter, denn dank solch annehmbar geringen Gewichts und schlanker Bauweise liegt das Book gut in der Hand und empfiehlt sich auch für leichtes Gepäck.

Weniger begeistert hat mich das verwendete Material, scheint sich hier das L50-B-1TD abermals nicht von den Low-Price-Varianten zu unterscheiden. Das komplette Gehäuse gibt sich in einfachem Plastik, ist recht stark biegbar und lässt Stabilität vermissen. Aufgeklappt erweisen sich auch die Scharniere, die das Display in Position halten sollen, als minder großer Wurf, denn schon bei leichten Remplern an Tisch oder Book schwingt das Display deutlich und langanhaltend nach. Im Arbeitsalltag fände ich das mehr als störend und auch so manche Multimedia-Suppe kann dadurch rasch versalzen werden.

System

Rasche Starts dank Windows 8.1 & SSD

Netz-Anschluss, Ethernet-Port, USB
USB 3.0, HDMI, VGA
Kartenleser & Mikro
Netz-Anschluss, Ethernet-Port, USB

Beim Systemstart macht das Satellite L50 eine sehr gute Figur. Das verdankt das Notebook der Kombination aus dem Windows-8.1-Betriebssystem und der 256 Gigabyte großen SSD. Dadurch schafft es der Allrounder auf flotte 15 Sekunden Startdauer und kann so gut mit der Konkurrenz mithalten. Auch im regulären Betrieb kann ich den Schub der SSD spüren und genieße bei den meisten Programmen ordentlich Lade-Rückenwind.

Die Speicherkapazität lässt allerdings zu wünschen übrig, schließlich sind auf Grund des ausladenden OS und der ein oder anderen vorinstallierten Software nur noch gut 190 Gigabyte frei für Programme, Games und Co. An der externen Festplatte geht also kaum ein Weg vorbei, aber wenigstens binde ich diese per USB 3.0 an und vertraue dank UASP-Support auf recht ordentliche Transferraten.

Display

Stark spiegelndes Display ohne Touch

Dass nach wie vor viele Notebooks ohne Touch daherkommen, ist keine Schande. Dass sich Windows 8.1 durch das Fehlen solcher Eingabeoptionen nicht vollumfänglich intuitiv bedienen lässt, steht leider auch außer Frage. Daher vermisse ich bei meinem Test-Satellite das Touch-Display doch sehr. Vor allem, wenn ich keine Maus anschließe und immer wieder in den Kacheln lande, stellt sich Frustration ein.

Was ich ebenso als störend empfinde, ist der eingeschränkte Neigungswinkel des Displays. So lässt sich der Bildschirm meines Erachtens nach nicht weit genug nach hinten klappen, um auch bei der Arbeit mit dem Notebook auf dem Schoß einen angemessenen Nutzungskomfort zu genießen.

Was das Full-HD-Panel der L50-B-1TD im Gegenzug dazu jedoch ohne Zweifel bietet, sind ordentliche Helligkeitswerte, gute Kontraste und satte Farben. Auch die Blickwinkelstabilität lässt keine Wünsche offen, setzt das Satellite doch auf IPS-Technologie und erlaubt so selbst bei seitlicher Betrachtung kaum störende Verfremdungen. All das funktioniert allerdings nur drinnen, denn für den Außeneinsatz spiegelt das Display eindeutig zu stark.

Hardware

Intel-Leistung, AMD-Grafik & RAM satt

Gute Leistungsdaten dank Intel- & AMD-Hardware
Gute Leistungsdaten dank Intel- & AMD-Hardware

Bei den Leistungsdaten lässt sich das Toshiba L50-B-1TD nicht lumpen. Einmal abgesehen davon, dass mir 256 Gigabyte SSD-Speicher als alleinige Festplatten-Lösung bei einem klassischen Notebook deutlich zu wenig sind: In den stattlichen 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, Intels Core-i7-Prozessor 4510U mit zwei Kernen und bis zu 3,1 Gigahertz Kerntakt und der ordentlichen AMD Radeon R7 M260 mit 2 Gigabyte Speicher finde ich ausreichend Ressourcen für die meisten alltäglichen Notebook-Aufgaben.

System und grundlegende Programme laufen absolut rund, Office, Photoshop und Mediaplayer aller Art nutze ich ohne Einschränkungen. Auch bei Games geht das L50-B ein ganzes Stück weit mit. Allerdings muss ich bei aktuellen Titeln wie „The Witcher 3“ doch mächtig in den Einstellungen zurückgehen, sonst läuft es wenig performant. Ältere Games oder die Spiele aus dem Windows Store (die denn auch ohne Touch auskommen) schafft das Toshiba Satellite jedoch souverän – und das sogar die angegebenen 6 Akkustunden lang (je nach Anwendung).

Was ich in diesem Kontext nicht verschweigen möchte: Auch bei anspruchsvolleren Tasks bleibt das Mittelklasse-Book lüftertechnisch angenehm leise. Klar, der Lüfter ist bei höheren Anforderungen durchaus zu hören, aber er tourt bei weitem nicht so dröhnend und aufdringlich hoch, wie ich es bei anderen Vertretern der Klasse erlebt habe.

Sound

Das leidige Thema Notebook-Sound

Skullcandy verspricht mehr ...
... als die Stereo-Lautsprecher halten können.
Skullcandy verspricht mehr ...

Am meisten Kreativität beweisen Hersteller üblicherweise bei der Bewerbung der Klangkulisse, die das jeweilige Notebook schaffen kann. Das Toshiba Satellite L50-B-1TD macht hier keine Ausnahme, führt es doch zwei Onkyo-Stereo-Lautsprecher mit DTS-Support an Bord, die zudem noch Skullcandy-zertifiziert sind.

All das soll besonderen Sound garantieren, hebt die Klangleistung des Toshiba-Notebooks allerdings auch nicht deutlich über den Standard. Höhen und Mitten sind dabei durchaus brauchbar und auch die räumliche Sound-Kulisse macht einen guten Eindruck. Bässe jedoch lassen die Onkyos bauweisenbedingt vermissen, was den Klang letztlich recht flach erscheinen lässt. Glücklicherweise zeigt sich hier die preisähnliche Konkurrenz nicht leistungsfähiger.

Fazit

Gutes Technikpaket in preiswerter Verpackung

Ist dem Toshiba Satellite L50-B-1TD die Verschmelzung von ansprechendem Design und hoher Leistung zum günstigen Preis gelungen? Teilweise ja, teilweise nein. So sprechen die technische Ausstattung, die gute Bild-Darstellung und die lange Akku-Ausdauer durchweg für das Notebook. Durchschnittlich anspruchsvolle Games laufen ebenso gut wie Photoshop, Office und Co.

Beim Design bin ich hin- und hergerissen. So gefällt mir das kontrastreiche Äußere des Notebooks ebenso wie die elegante Tastatur, die sogar einen Nummernblock mitbringt – ganz zu schweigen von der leichten Bauweise insgesamt. Weniger spricht mich hingegen die knarzige und arg biegsame Plastik-Verarbeitung sowie das wackelige Display an.

Erinnere ich mich nun daran, dass Toshiba initial gut 1.000 Euro für das L50-B-1TD aufrief, wäre ich beim Unboxing sicherlich ziemlich enttäuscht gewesen – ich hätte mehr erwartet. Auch hat ein Notebook der gehobenen Mittelklasse innerhalb einer Serie eine ebenso gehobene Haptik und Optik verdient. Dann fiele die Wertschätzung der durchaus guten Technik deutlich höher aus. Für derzeit 849 Euro im Cyberport-Webshop kommt das Satellite für mich als ernsthafte Option jedoch weniger in Frage. Beim gebotenen Gesamtpaket liegt mir der Preis einfach 200 Euro zu hoch.

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