Tests

Sony SmartWatch 2 im Langzeit-Test



Zugeordnete Tags Smartwatch | Sony
Bereiche

Bewertung
Tolle Uhr zum tollen Preis
5

 Pro

  • Verarbeitung
  • Design
  • Qualität
  • Ausstattung
  • Preis
  • Akku

 Contra

  • Netzstecker fehlt

Seit spätestens letztem Jahr sind Uhren als Erweiterung zum Smartphone groß im Kommen. Die bekannteste Smartwatch ist sicher die Samsung Galaxy Gear, doch auch die bisher nur angekündigten Motorola Moto 360 und LG G-Watch ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

Doch auch Sony hat bereits zwei Modelle veröffentlicht, die sich definitiv sehen lassen können. Ich möchte euch hier mit der Sony SmartWatch 2 die neuere der beiden Uhren vorstellen, die ich nun schon seit zwei Monaten am Handgelenk trage.

Lieferumfang

Schicke Verpackung & Lieferumfang ohne USB-Netzadapter

Bevor ich mir die SmartWatch 2 von Sony kaufte, habe ich mir auch die Samsung Galaxy Gear angesehen. Diese gefiel mir optisch nicht ganz so gut und auch die Materialwahl erschien mir nicht optimal. Zudem ist sie sehr klobig und das Armband war für mich zu steif.

Dagegen trumpfte die Sony SmartWatch 2 mit einem edlen schwarzen Metallarmband auf und kostete zu diesem Zeitpunkt mit 150 Euro auch gut 80 Euro weniger als die smarte Uhr von Samsung. Um so überraschter war ich, dass sogar die Verpackung hochwertig und edel wirkt und sich als Mischung aus Plastikbox und Karton präsentierte. Im Inneren findet ihr neben der Smartwatch selbst das Ladekabel sowie Anleitungen in allen notwendigen Sprachen. Ein USB-Netzadapter liegt leider nicht bei, dieser sollte sich inzwischen aber in jedem Haushalt finden lassen.

Sony SmartWatch 2
Sony SmartWatch 2
Design

SmartWatch 2 mit verschiedenen Armbändern

Das Design der Sony SmartWatch 2 gefällt mir persönlich sehr. Auch wenn die Uhr nicht rund ist, hat sie eine angenehme Größe und stört beim Tragen dank schlanker 122 Gramm keineswegs. Die quadratische Form mit den abgerundeten Ecken und dem silbernen Zierstreifen wirkt sehr elegant und das Armband passt sich durch die einzelnen Glieder wunderbar an das Handgelenk an. Der Vorteil gegenüber steifer Gummi-Armbänder wie bei der Galaxy Gear ist hier deutlich, denn die SmartWatch 2 sitzt auch an schmalen Armen gut und steht nirgends störend ab. Zudem ist das erste Glied des Armbands frei beweglich und ermöglicht somit optimale Bewegungsfreiheit bei beinahe jedem Handgelenksumfang.

Der dezente Verschluss ist ebenso praktisch wie schön gelöst, schließt zuverlässig und ist bis auf den kleinen Sony-Schriftzug kaum zu erkennen. An der Seite befinden sich zwei kleine Riegel, die bei gleichzeitigem Drücken den Verschluss leichtgängig und ohne Probleme öffnen. Typisch für Metall-Armbänder besteht der Verschluss aus zwei großen Laschen, die den Durchmesser des Armbands deutlich vergrößern, wodurch ihr die Uhr bequem abnehmen könnt.

Wer jedoch mit einem Metallarmband nicht glücklich ist, findet viele andere Armbänder im Zubehörshop oder kann sich direkt für die Sony SmartWatch 2 mit Gummiarmband entscheiden, die nochmals etwas günstiger ist. Neben diversen Farben findet ihr auch Lederarmbänder sowie Modelle aus Stoff. Das bietet den Vorteil, dass ihr die Armbänder, wie bei jeder herkömmlichen Uhr auch, auf Wunsch wechseln könnt.

Der einzige physische Knopf der SmartWatch 2 befindet sich an der rechten Seite und fügt sich elegant in das Design ein. Über diese Taste weckt ihr die Uhr auf oder versetzt sie wieder in den Ruhemodus. Beim ersten Betrieb fungiert sie durch längeres Drücken als Einschaltknopf.

Sony SmartWatch 2 mit farbigem PU-Armband
Sony SmartWatch 2 mit farbigem PU-Armband
Display

Satte Kontraste & anpassbares Design

Auf der Oberseite befindet sich natürlich das Display. Es ist 1,6 Zoll groß und löst mit 220 mal 176 Pixeln auf. Auch wenn das recht klein klingt, reicht die Auflösung locker aus, um alles ablesen zu können. Die Helligkeit ist ebenso gut wie die angezeigten Farben und Kontraste. Selbst der Weißwert ist stimmig, was mich fast ein wenig überrascht hat. Das Display kann seine Helligkeit automatisch an die Umgebung anpassen, so dass ihr nachts sowie im Sonnenlicht alles gut erkennen könnt.

Besonders gefällt mir der Energiesparmodus, der sich nach wenigen Sekunden automatisch aktiviert, um den Akku zu schonen. Statt das Display einfach abzuschalten, wird es gedimmt und die Farbe der Ziffern wechselt von einem satten weiß zu einem dunklen, beinahe metallischen Gelb. Auch in diesem Modus lassen sich die Display-Inhalte problemlos ablesen und die Darstellung wirkt noch immer sehr edel. Mit einem Druck auf die einzige Taste aktiviert ihr jederzeit wieder die volle Helligkeit.

Unterhalb des Displays befinden sich drei Touch-sensitive Tasten für Home, Zurück und Menü, ähnlich wie wir es von Android-Smartphones kennen. Bei aktiviertem Bildschirm gelangt ihr über die Home-Taste zur Startseite, die neben den installierten Anwendungen die Statusleiste zeigt, auf der ihr Akkustand, Zeit und Benachrichtigungen erkennt.

Personalisierbarkeit

Uhr-Design nach Wunsch

Jeder hat beim Design einer Uhr andere Vorstellungen. Da kommt es gerade recht, dass ihr zu den Armbändern auch die Anzeige der Uhrzeit und die Benachrichtigungen frei anpassen könnt. Neben diversen voreingestellten Designs gibt es weitere Apps, die es euch ermöglichen, die Optik frei anzupassen. So entscheidet ihr, ob ihr eine digitale oder lieber eine analoge Uhrenanzeige wünscht, oder ob Wetter und Datum direkt mit angezeigt werden sollen – den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Auch der Hintergrund des Homescreens und die Reihenfolge der installierten Apps sind individualisierbar. Hier gibt es viel Spielraum und zahlreiche Möglichkeiten.

Konnektivität

Verbindung via Bluetooth & NFC

Um die Smartwacht nutzen zu können, benötigt ihr ein Smartphone. Im Gegensatz zu Samsungs Galaxy Gear, die nur mit Samsung-eigenen Endgeräten arbeitet, ist es bei Sony egal, auf welchen Hersteller ihr setzt, solang Android ab Version 4.0 aufgespielt ist und das Telefon über Bluetooth oder NFC verfügt.

Hier erhält Sony einen weiteren Pluspunkt im Vergleich zu Samsung. Schließlich möchte ich meine Uhr nicht wechseln müssen, nur weil ich mir ein anderes Smartphone kaufe.

Damit nun aber die SmartWatch 2 und euer Smartphone miteinander kommunizieren können, benötigt ihr die App SmartWatch, die ihr kostenlos im Google Play Store herunterladen könnt. Nach der Installation aktiviert ihr eure Bluetooth-Verbindung oder nutzt NFC und haltet beide Geräte kurz aneinander, um sie zu verbinden. Ist die Verbindung einmal hergestellt, finden sich Smartphone und Uhr von allein immer wieder, sobald sie sich in einer Reichweite von bis zu zehn Metern befinden.

Funktionsumfang

Benachrichtigungen, Termine & geschonter Smartphone-Akku

Was genau kann die Sony SmartWatch 2 denn nun? An sich hat die Uhr bis auf die Zeitanzeige selbst keine Funktion, sondern bekommt alle wesentlichen Daten vom Smartphone übermittelt.

Hierzu kommt wieder die App SmartWatch ins Spiel, über die ihr Einstellungen tätigt und kinderleicht weitere Anwendungen installiert. Ich selbst habe Apps für Google Hangouts, Facebook, Twitter und Instagram installiert und eingerichtet. Alle Einstellungen, die ihr dort vornehmt, werden automatisch per Bluetooth übertragen. Zudem habe ich für die Benachrichtigungen von Twitter oder Facebook nicht alle Personen aktiviert, sondern nur einige, für mich wichtige Kontakte eingestellt. So werde ich nicht im Sekundentakt von Mitteilungen belästigt, sondern nur bei Aktivitäten ausgewählter Leute benachrichtigt. All diese Einstellungen betreffen jedoch nur die Uhr, das Smartphone selbst reagiert völlig unabhängig davon.

Bekomme ich also nun eine Nachricht von einer für mich wichtigen Person, wird mir diese Informationen nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch auf der Uhr angezeigt. Gefolgt von einer kurzen, angenehmen Vibration, erwacht das Display und die App signalisiert, wer etwas geschrieben hat.

Wie dies genau angezeigt wird, hängt von der App ab: Bei Twitter beispielsweise wird zunächst nur der Name meines Kontakts angezeigt, interessiert mich mehr, tippe ich auf das Display, sodass ich den dazugehörigen Text oder auch das Bild sehe. Möchte ich noch mehr wissen oder antworten, kann ich mir über das Optionsmenü die jeweilige Benachrichtigung direkt auf dem Smartphone anzeigen lassen. Mit einem Klick öffnet sich so die Twitter-App auf meinem Telefon, zeigt mir die gewünschte Nachricht an und ich kann interagieren.

Somit könnte die SmartWatch 2 als Filter bezeichnet werden. Sobald eine Benachrichtigung eingeht, kann ich bereits an der Uhr entscheiden, ob sie mich zum aktuellen Zeitpunkt interessiert und bei Bedarf entsprechend reagieren. So muss ich nicht permanent mein Smartphone aus der Tasche holen, um nachzuschauen, ob Person X schon zurückgeschrieben hat. Dies ist besonders hilfreich, wenn ihr in Meetings, in der Schule oder im Seminar sitzt, wo es nicht möglich ist, ständig das Smartphone in der Hand zu haben. Zudem bringt die Uhr einen weiteren positiven Effekt mit: Da ihr weniger auf euer Smartphone schaut, hält der Akku eures Telefons deutlich länger.

Natürlich kann euch die SmartWatch 2 auch an Termine erinnern und als Wecker oder Timer fungieren. Zudem wurde auch eine Taschenrechner-Funktion integriert, die aufgrund der geringen Display-Größe jedoch etwas unpraktisch ist. Viel nützlicher hingegen ist die Möglichkeit, den Musik-Player des Smartphones über die Uhr zu steuern. Ganz gleich, ob Play, Pause oder Vorspulen – alles ist kinderleich mit diversen Apps möglich. So könnt ihr euch auf Wunsch auch den Kalender oder die Wettervorhersage anzeigen lassen.

Sony SmartWatch 2 im analogen Design
Sony SmartWatch 2 im analogen Design
Alltagstauglichkeit & Akku

Kratzfest mit Top-Akkulaufzeit

An Funktionen gibt es kaum Grenzen, doch wie sieht es mit der Alltagstauglichkeit aus? Ich kann die Uhr kurzum einfach nur empfehlen. Ich trage sie fast permanent, sie übersteht mit ihrem Spritzwasserschutz problemlos einen Regenguss und der Staub- und Kratzschutz ist ebenfalls super. Nach zwei Monaten intensiver Nutzung sieht sie noch aus wie am ersten Tag, hat keinerlei Blessuren, trägt sich sehr angenehm, ist leicht und sieht edel aus.

Sony spricht bei normaler Nutzung von einer drei- bis viertägigen Akkulaufzeit, was ich unterschreiben und erweitern würde. Im Schnitt lade ich die Uhr alle fünf Tage, was mit beiliegendem microUSB-Kabel nicht länger als eine Stunde dauert. Auch wenn eine permanente Bluetooth-Verbindung für die Benachrichtigungen notwendig ist, hält jetzt auch mein Smartphone deutlich länger durch. Und wenn ich Bluetooth im Urlaub deaktiviere und auf die Verbindung verzichte, habe ich immer noch eine stylische Uhr, die mir locker sieben Tage ohne Akkuladung Datum und Uhrzeit anzeigt.

Fazit

Vielseitige Uhr im schicken Design

Zusammenfassend bleibt mir nichts übrig, als die volle Punktzahl zu vergeben. In meinen Augen ist die SmartWatch 2 von Sony zum aktuellen Zeitpunkt die Uhr mit den meisten Funktionen, dem aus meiner Sicht schönsten und praktischsten Äußeren und der höchsten Kompatibilität. Zudem hat sie eine super Akkulaufzeit und kostet mit Metallarmband bei Cyberport aktuell nur 133 Euro. Wer von euch eher auf Stoff- oder Lederarmbänder setzt, kann auch die günstigere Version für 121 Euro kaufen.

Alternativ könnt ihr auch warten, bis die Moto 360 oder die G-Watch auf den Markt kommen. Jedoch werden diese Smartwatches bei vergleichbarem Funktionsumfang zum Marktstart sicher gut das Doppelte bis Dreifache kosten. Und das ist meinen Augen fast schon zu viel.

kw1413_c-smartwatch-galaxy-gear-neo-samsung-sony-apps-

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 126 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

avatar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Ähnliche Beiträge

Apple Watch im Test

Tests

08.03.2016

 | Nicole Kahl

 | 4

Mit Smartphones ist man überall erreichbar und die immer besseren Datenübertragungsraten machen die mobile Nutzung noch leichter. Das Smartphone hat sich damit komplett in unseren Alltag integriert. Seit einigen Jahren gibt es nun auch... mehr +

Asus VivoWatch im Test

Tests

26.01.2016

 | Daniel Barantke

Während Smartwatches mit großen, hochauflösenden Bildschirmen und vielfältigen Funktionen glänzen, sind die typischen Fitness-Tracker eher unauffällig, besitzen keine nennenswerten Displays und können eine hohe Akkulaufzeit vorweisen. Unser... mehr +