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Produkttest: iPad Keyboard Dock



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Erfahrungsbericht: iPad vs. Macbook Air – Teil 3 von 5
iPad oder kleines Macbook Air? Welcher dieser Kandidaten erfüllt am besten die Vorrausetzungen für ein kleines, leichtes und vor allem effizientes Rechnersystem für Unterwegs. In einem mehrteiligen Erfahrungsbericht gehe ich der Frage nach, wie viel Computer braucht der Mensch für die tägliche, mobile Nutzung. Muss es zwangsläufig ein ausgewachsener Rechenknecht sein, oder erfüllt auch eine Touchscreen-Flunder die gestellten Aufgaben nach Wunsch? Im heutigen dritten Teil des Berichts widmen wir uns voll und ganz einem nützlichen Zubehör für das originale iPad. Im Gegensatz zum MacBook Air verfügt dieses nicht über eine Hardware-Tastatur, kann jedoch eine solche in Gestalt des iPad Keyboard Dock nutzen.
Über die Touchscreen-Tastatur des iPads werde ich im Fazit sicherlich noch das eine oder andere Wort verlieren, wer jedoch aber wirklich viel mit dem iPad schreiben möchte, dem sei eine externe Tastatur ans Herz gelegt. Hier kann sicherlich das iPad Keyboard Dock von Apple den einen oder anderen guten Dienst leisten.

Design & Verarbeitung
Eigentlich ist es das iPad Keyboard Dock nichts anderes als eine Kombination eines klassischen iPad Docks und einer Apple Tastatur – und sie machen ihren Job ziemlich gut. Das Dock hält das iPad in einem angenehmen Winkel in der Vertikalen, mit der Tastatur kann man Text eingeben. Leider beschränkt sich die Funktionalität auch dann wirklich auf das Text eingeben. Ein „Landscape-Mode“ kennt das Dock leider nicht. Damit ist auch eine weitere schöne Möglichkeit hinfällig: Die Nutzung des Docks als iPad-Halter beim anschauen von Filmen. Was ich dagegen sehr lobenswert finde beim iPad Keyboard Dock, ist der komplette Verzicht auf Batterien, so versorgt allein das iPad die Tastatur mit Energie. Möchte man das iPad während des Ladens (diese Funktion wird auch unterstützt) synchronisieren, so ist dies auch direkt über das Dock möglich. Über eine 3,5-mm-Klinke lassen sich ferner auch Lautsprecher oder ein Headset anschließen. Auch erlaubt die Tastatur noch, die iPod-App zu bedienen – sehr praktisch.

Performance
Wer auf einer Apple-Tastatur tippen kann, der wird sich nicht viel umgewöhnen müssen: Einfach das iPad auf das Dock stecken, die entsprechende App aufrufen und tippen. So einfach ist es. Natürlich gibt es zu der Tastatur keine Maus mit der man das iPad bedienen kann, so muss man immer wieder auf den Bildschirm greifen und dort direkt „touchen“. Vertikal „touchen“ macht aber keinen Spaß, dies hat Steve Jobs schon vor einigen Jahren so richtig erkannt und formuliert. Wer mit der Kombination iPad und iPad Keyboard Dock arbeitet, erkennt sofort, dass ein Laptop samt Touchscreen in der jetzigen Form kompletter Blödsinn ist – braucht kein Mensch. Auch auf dem iPad ist dies schon grenzwertig zusammen mit dem Dock, aber da ich dort meist nur tippe und minimal mit dem Bildschirm interagiere, hält sich der Leidensfaktor in Grenzen.


Video-Review von IGM.

Wie schon oben angesprochen, lässt sich mit der Tastatur die iPod-App im iPad ansteuern, aber es gibt noch weitere, spezielle Tasten. Über die Tastatur kann das iPad so bspw. ein- bzw. ausgeschaltet werden, es kann zudem die Helligkeit des Displays korrigiert und ebenso die Suche direkt mittels Knopfdruck gestartet werden. Praktisch ist die Möglichkeit, die On-Screen-Tastatur aufzurufen, wenn man mal schnell zu einem Sonderzeichen möchte. Sehr fein finde ich die Möglichkeit über die Tastatur direkt eine Foto-Slideshow aufzurufen, hier kann das iPad bei Nicht-Nutzung ein schicker Bildrahmen sein.

Mobile Nutzung?
Das einzige was wirklich bei dem iPad Keyboard Dock samt Tastatur nervt ist die Größe und das Gewicht. Apple-typisch ist die Konstruktion sehr solide und wackelfrei, aber schwer und unhandlich. Zu Hause auf dem Schreibtisch ist das sicherlich ein wirklich gelungenes Zubehör, aber wenn ich samt iPad und Tastatur verreisen müsste, dann hätte ich daran keine wirkliche Freude.

Fazit
Die Tastatur ist sehr gut für den Heimgebrauch, aber fürs Reisen ist sie wie schon erwähnt eher unpraktisch. Damit widerspricht sie eigentlich der grundlegenden Idee des iPads, die auf Mobilität ausgelegt ist. Vielleicht sollte man dann doch nochmals überlegen, ob nicht die etwa doppelt so teure Variante vom einzelnen Dock samt Apple Wireless Tastatur die bessere Wahl ist. Für Unterwegs sollte man sich in jedem Fall was anderes suchen, aber hier gibt es ja auch weitere Lösungen auf dem Drittanbietermarkt – bspw. inkl. iPad-Case.

Redaktionsanmerkung zur Kompatibilität mit dem iPad 2: Offiziell wird das iPad Keyboard Dock nur vom originalen iPad unterstützt, nicht aber vom neuen iPad 2. Auch wir hatten Schwierigkeiten hier im Store die neue Touch-Flunder auf die Tastatur zu stecken was uns letztlich nicht so recht gelingen wollte. Dagegen scheint man bei IGM keine derartigen Probleme gehabt zu haben, wie das untere Video nahe legt. Es kommt wohl auf einen beherzten Selbstversuch an ;-).


iPAd 2 und iPad Keyboard Dock bei IGM.

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3 Kommentare

  1. avatar
    KranzKrone schrieb am
    Bewertung:

    Also wenn Ich zum Ende des Jahre das iPad2 mir dann kaufe, werde ich wohl eher die kabellose Apple Tastatur mit dabei nehmen. Ein entsprechende Case bastele ich dann dafür auch noch selber, weil das Standard Zeug was auf dem Markt ist taugt mir nicht.

  2. avatar
    tubetec schrieb am
    Bewertung:

    @ KranzKrone: oder gleich das eee pad transformer oder das zukünftige lenovo tablet kaufen. so langsam kommt bei den meisten konsumenten dann doch die erkenntnis, dass ein tablet ohne tastatur nur sehr bedingt nutzbar ist.

  3. avatar
    KranzKrone schrieb am
    Bewertung:

    @ tubetec: Also das iPad ist schon, wohl gemerkt für Mich, auch ohne eine reale haptische Tatstatur nutzbar. Nur das tippen von längeren Texten, so 500+ Worte dafür wäre eine reale haptische Tastatur dann angenehmer.

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