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Huawei Ascend G 615 im Test



Zugeordnete Tags Huawei | Smartphone | Android
Bereiche

Bewertung
Bewertung
3,5

 Pro

  • Niedriger Preis
  • Guter Funktionsumfang
  • Gute Kamera

 Contra

  • Hohes Gewicht
  • Geringer interner Speicher
  • Schlechte Klangqualität

Mit dem Nexus 4 sorgte Google für ungläubige Gesichter. Für weniger als 300 Euro bekommt man mit dem Nexus 4 ein Smartphone mit Quad-Core-CPU und der neuesten Android-Version. Nun bringt Huawei mit dem Ascend G 615 ein Konkurrenzgerät auf den Markt. Die Chinesen haben sich Großes vorgenommen und wollen in diesem Jahr die etablierten Hersteller wie Samsung und Apple angreifen. Ob dies mit dem Ascend G615 gelingen kann, zeigt unser Test.

Haptik

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck nach der Befreiung aus der Packung: durchaus positiv. Das G 615 liegt gut in der Hand, anders als Samsung mit dem Galaxy Nexus und LG mit dem Nexus 4 nutzt Huawei keine Software-Buttons.

Auch wenn Huawei beim Gehäuse nur auf Plastik setzt, fühlt sich das Smartphone sehr hochwertig an und liegt durch die gewölbte Rückseite gut in der Hand. Weil die Rückseite leicht angeraut ist, rutscht das Ascend G 615 trotz seiner Größe nicht so schnell aus der Hand, wie es beispielsweise ein iPhone gern mal tut.

Ein wenig irritiert war ich beim Öffnen des Smartphones, da keine wirkliche Öffnung vorhanden ist. Die Fingernägel kommen beim Abziehen der Rückseite auf jeden Fall zum Einsatz. Darunter verbergen sich neben dem Akku die Slots für SIM- und microSD-Karte.

Ausstattung

Ascend G 615 im Detail

Die Rückseite
Vergleich zu iPhone 5 und Galaxy Nexus
Seitenansicht
Seitenansicht
Vergleich zu iPhone 5 und Galaxy Nexus
Die Rückseite

Huawei spendierte dem Ascend G 615 ein 4,5 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln.

Angetrieben wird das Ascend G 615 durch einen eigens von Huawei entwickelten Quad-Core-Prozessor, der auf den Namen K3V2 hört. Die Kerne sind mit bis zu 1,4 GHz getaktet, was für eine flüssige Nutzung sorgt. Zudem stehen 1 GB RAM zur Verfügung.

Abstriche macht Huawei allerdings beim internen Speicher: Nur 8 GB stehen dem Nutzer hier zur Verfügung. Diese lassen sich allerdings per microSD-Karte aufrüsten. Das G 615 schluckt Exemplare bis 32 GB.

Ausgeliefert wird das Huawei Ascend G 615 mit Android 4.0, ein Update auf Jelly Bean ist bereits für März 2013 angekündigt.

Huawei belässt es unter Android bei kleineren optischen Anpassungen. Neben einem angepassten Launcher und Schnellzugriff auf Kamera, Anrufliste, SMS und Kamera über den Lockscreen bringt das G 615  eine Handvoll an nützlichen Apps mit, wie etwa einen DLNA-Client/Server,  eine App zur Datensicherung und eine Sicherheitssuite, die unter anderem einen Passwort-Tresor beinhaltet.

Kamera

Ordentliche Fotos mit 8 Megapixeln

Neben einer Frontkamera mit 1,3 MP, die Video-Aufnahmen mit 720p ermöglicht, bringt das Ascend G 615 eine 8-MP-Kamera auf der Rückseite mit. Unterstützt wird diese von einem LED-Blitz und Autofokus.

Unter Android können vor Auswahl der Fotos diverse Einstellungen vorgenommen werden und Filter bzw. Effekte über das Foto gelegt werden. Die Kamera löst schnell aus, die Fotos sind je nach Licht durchaus akzeptabel. Bei schlechtem Lichteinfall kann allerdings leichtes Bildrauschen auftreten.

Innenaufnahme
Außenaufnahme
Innenaufnahme
Leistung

Akku und Benchmark

Beim Akku setzt Huawei auf ein Modell mit 2.150 mAh, das sich nach Ablösen der hinteren Abdeckung austauschen lässt.  Wie üblich sei angemerkt, dass die Akkulaufzeit von Benutzer zu Benutzer variiert. Bei normaler Nutzung sollte man eineinhalb bis zwei Tage mit einer Akkuladung auskommen.

Beim Benchmarking liegt teilweise das Nexus 4, teilweise das Ascend G 615 vorn. So erreicht das Ascend G 615 beim BrowserMark-Test knapp 1.800 Punkte, das Nexus 4 liegt knapp darunter. Bei SunSpider liegt es ebenfalls mit knapp 300 Punkten vorn. Zudem erreicht das Ascend G 615 sehr gute 5.054 Punkte beim AnTuTu-Benchmark.

Technische Daten

Kurz und knapp

Bevor wir zum Fazit kommen, fasse ich noch einmal alle Spezifikationen übersichtlich zusammen:

Display: 4,5-IPS-Display mit 1.280 x 720 Pixeln (326 ppi)
CPU: Huawei K3V2 (Quad-Core ARM Cortex A9, bis zu 1,4 GHz)
RAM: 1 GB
Int. Speicher: 8 GB (per microSD auf 32 GB erweiterbar)
Netze: GSM, EDGE, GRPS, UMTS, HSPA(+)
Konnektivität: W-Lan 802.11 b/g/n, Bluetooth 3.0, microUSB
Kamera: Front: 1,3 MP (720p-fähig), Hauptkamera: 8 MP (1.080p-fähig), LED-Blitz, Autofokus
Akku: Lithium-Polymer-Akku (2150 mAh)
Abmessungen: 134 x 67,5 x 10,5 mm, Gewicht: 145 g
Lieferumfang: microUSB-Kabel, Ladegerät, Kurzanleitung

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Fazit

Kleiner Preis, ordentliche Ausstattung

Für rund 300 Euro erhält man ein gut ausgestattetes Gerät, das sich, abgesehen vom internen Speicher, nicht vor der Konkurrenz verstecken muss.

Das Gerät liegt gut in der Hand und ist allenfalls ein paar Gramm zu schwer. Das gesamte System reagiert schnell und flüssig und dürfte mit einem Upgrade auf Android 4.1+ noch einmal deutlich flotter reagieren, da Google bekanntlich ab Android 4.1 Anpassungen an der Geschwindigkeit vorgenommen hat.

Der Klang ist relativ blechern, genügt allerdings für eine einfache Wiedergabe.

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