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HP Spectre x360 13-4001ng im 2in1-Praxis-Test



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Bewertung
Top-Design, Top-Technik
4,5

 Pro

  • Top-Design & leichte Bauweise
  • Viel Zubehör inkl. Sleeve
  • Anschlussvielfalt
  • Tolles Display
  • Sehr guter Sound
  • Sehr gute Produktiv-Leistung
  • Hoher Schreibkomfort

 Contra

  • Kleine Design-Schwächen
  • Display spiegelt stark
  • Lauter Lüfter
  • Teilweise hohe Wärmeentwicklung

Edel sei das Book, hilfreich und gut. Keine Sorge, hier soll es nicht um verkappte Goethiszismen und ihre Anwendung auf die Gegenwart gehen. Vielmehr möchte ich ein neues Kapitel meiner Suche nach dem perfekten 2in1-Notebook aufschlagen. Während ich mit dem Acer Aspire R13 schon ganz schön nah an letzterem dran war, werfe ich nun einen Blick auf das HP Spectre x360 in der Variante 13-4001ng.

Was dabei mein Interesse geweckt hat: Der Notebook-Tablet-Hybrid von Hewlett-Packard bringt ein 13,3-Zoll-Display mit stattlichen 2.560 mal 1.440 Pixeln mit, powert mit einem aktuellen, zwei Kerne starken Core-i7-Prozessor von Intel und klotzt mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher schon ordentlich. Und natürlich lässt es mir das absolut edle Design bereits vor Neugierde in den Fingern kribbeln. Werfen wir also einen Blick auf das 1.299 Euro teure Notebook-Schmankerl.

Lieferumfang

Unboxing mit drei Buchstaben: Wow

Eher unspektakuläre Umverpackung
Der Karton des Spectre ...
... präsentiert sich im edlen Design.
Und auch das HP-Convertible selbst ...
... beeindruckt als Design-Highlight.
Der Lieferumfang begeistert.
Auch ein Ethernet-Adapter ist an Bord.
Die Beilage-Heftchen passen optisch bestens ins Konzept.
Ein passendes Sleeve bringt das Spectre ebenso mit.
Eher unspektakuläre Umverpackung

Schwarze, wabbelige Pappe, der bekannte Spectre-Schriftzug – besonders eindrucksvoll gibt sich die Transportverpackung nicht. Muss sie aber auch nicht, denn in ihrem Inneren verbirgt sich ein absolutes Unboxing-Erlebnis. Das fängt schon beim eigentlichen Notebook-Karton an. Schwarz und aus robuster Pappe, silberne Prägeschrift für die „Hewlett-Packard“- und „Spectre x360“-Schriftzüge, gepolstertes Inneres, passgenauer Zubehör-Innenkarton – ja, das verdient das Label „Maßarbeit“.

Einen ähnlichen Eindruck erweckt auch das HP Spectre x360 selbst, das in einem eigenen Plastik-Schutzumschlag daherkommt. Darin befindet sich ein gut 1,5 Kilogramm leichtes 2in1-Convertible, das beim Design die Messlatte ganz schön hoch anlegt. Ähnlich dem MacBook präsentiert sich das HP-Notebook im Alu-Gewand mit keilförmiger Bauweise, während sich die hochglänzende Umlaufkante und der Hewlett-Packard-Schriftzug (anstelle des weniger eleganten HP-Logos) als edle Kontraste abheben. Ebenfalls kontrastreich präsentieren sich die verchromten 360-Grad-Scharniere. Und was ich euch an der Stelle nicht verschweigen möchte: Das Book fühlt sich einfach nur grandios an.

Doch bevor ich weiter übers Alu streichle, noch kurz ein Blick aufs Zubehör. Auch das gibt sich großzügig, denn schon vor dem Unboxing des eigentlichen Notebook-Kartons habe ich in der Umverpackung ein passgenaues Spectre-Sleeve entdeckt. Zudem finde ich unter dem Notebook einen sehr schicken Installations-Guide mit Anschlussverzeichnis und TouchPad-Erläuterungen. Darüber hinaus hat das Specte natürlich das Netzteil an Bord und zudem einen Ethernet-zu-USB-Adapter sowie ein kleines Display-Putztuch. Schick, schick das alles; der Ersteindruck rockt.

Anschlüsse

Anschluss-Portfolio & Wandlungsfähigkeit

Zum Öffnen des Displays bedarf es zunächst Fingerspitzengefühls.
Von DisplayPort über Lautstärkewippe bis USB 3.0
Links am Book: Lüftergitter, ein weiterer USB-Port & Power-Button.
Das 360-Grad-Scharnier
In der Beilage finde ich nochmals Infos ...
... zu allen Anschlüssen & Hardware-Elementen.
Das Spectre x360 im Tent-Modus ...
... & mit um 180 Grad umgeklappten Display.
Bei komplett umgeklapptem Display zeigen sich Scharnier-Schwächen.
Zum Öffnen des Displays bedarf es zunächst Fingerspitzengefühls.

Werfen wir aber doch einmal einen Blick rund um das Spectre x360 und schauen uns die Anschlüsse an. Rechterhand am Notebook finde ich einen Windows-Hardware-Button, danach die Lautstärkewippe gefolgt von miniDisplayPort, HDMI-Anschluss, zwei mal USB 3.0 und Kopfhörer-Klinke in 3,5-Millimeter-Ausführung. Links hat HP den Netzstecker-Eingang verbaut sowie ein Lüftergitter, einen weiteren USB-Port, den äußerst unscheinbaren Power-Button und den SD-Kartenleser. Die Stereo-Lautsprecher finde ich in der Gehäusewanne ebenso wie ein weiteres Lüftergitter. So gesehen ist das Spectre durchaus gut ausgerüstet und für die meisten Einsatzgebiete gewappnet. Den Ethernet-Ersatz gibt es ja wie bereits erwähnt per Adapter obendrauf.

Als nächstes klappe ich den Verwandlungskünstler endlich auf und schaue mir die Konvertibilität des Spectre an. Zunächst muss ich bemerken, dass das Aufklappen die ersten paar Male Fingerspitzengefühl erfordert, denn die Nische zum Öffnen des Displays gibt sich filigran und Grobmotoriker-unfreundlich. Einmal geöffnet bringe ich das Display problemlos in jede gewünschte Position, was allerdings nur beim Umklappen reibungslos funktioniert. Klappe ich das Display wieder zurück, kann ich nicht jeden Öffnungswinkel gezielt ansteuern, denn das Display schnappt ab und an etwas nach.

Auch muss ich anmerken, dass das keilförmige Design des Hewlett-Packard im Tablet-Modus mit komplett umgeklappten Display wenig komfortabel anmutet. Hier entsteht eine deutliche und haptisch unangenehme Lücke zwischen Display und Gehäusewanne. Außerdem liegt das Display nur bündig auf, wenn ich das „Tablet“ komplett auf der Tastatur ablege. Sobald ich es etwas anhebe, löst sich der Bildschirm zunächst nur einseitig (rechts) aus seiner Position und schnappt danach ein ganzes Stück zurück. Das hat HP nicht ganz konsequent gelöst.

Display

Schnelles System & brillantes Display

Die Bild-Qualität macht Laune.
Das System startet automatisch in den Desktop-Modus ...
... und wechselt bei Bedarf in den Kachel-Screen.
Die Bild-Qualität macht Laune.

Über das vorliegende Windows-8.1-Betriebssystem des HP Spectre 13-4001ng x360 muss ich sicherlich nicht viele Worte verlieren. Hier sei lediglich erwähnt: In Kombination mit dem 256 Gigabyte großen SSD-Speicher gibt sich das OS (nach der Ersteinrichtung) von seiner rasanten Seite und schafft den Systemstart in unter fünf Sekunden. Und auch Programmstarts profitieren deutlich vom Flash-Speed. Aber auch damit verrate ich euch wenig Neues. Was ich bei all dem äußerst angenehm fand: Nach dem Booten und Einloggen begrüßt mich von Haus aus der Windows-Desktop und nicht wie bei Convertibles üblich die Kacheloberfläche. Ein kleines Detail, das mir sehr zusagt.

Das Geschehen verfolge ich dabei auf einem Display, das mit 2.560 mal 1.440 Bildpunkten auflöst. Das Panel selbst überzeugt mit knackigen Farben, ordentlichen Kontrasten, einer für alle Indoor-Zwecke ausreichenden Helligkeit und hervorragender Blickwinkelstabilität. Dass der Bildschirm Multitouch sehr gut versteht, muss ich sicher nicht betonen. Dank der hohen Auflösung zeigen sich Medien aller Art sehr detailreich, ohne dass Full-HD-Filme unter der höheren Auflösung leiden würden. Generell kann ich beim Filme- und Videoschauen an keiner Stelle meckern: Selbst rasante Szenen stellt das Display ohne Bewegungsunschärfe oder ähnliche Einschränkungen dar.

Sound

Die passende Sound-Kulisse zum guten Bild

Eigentlich ist der Ton eines Notebooks für mich eine Nebensächlichkeit. Beim Testen des Film-Sounds hat mich das Spectre x360 allerdings so überzeugt, dass ich gleich noch ein Wort darüber verlieren möchte. Denn die Lautsprecher erzeugen eine beachtliche Räumlichkeit und lassen sogar Spuren von Bass erkennen. Gerade bei Filmen, die den Raumklang gut nutzen, simuliert das Notebook eine so einnehmende räumliche Kulisse, dass ich einfach mal ein paar Minuten länger direkt am Spectre geschaut habe, ohne einen Subwoofer allzu sehr zu vermissen.

Was ich zum Klang allerdings auch noch sagen muss: Er wird gelegentlich beeinträchtigt vom doch ansehnlichen Lüftergeräusch, das auch schon bei geringerer Auslastung überdeutlich hörbar „Hallo“ sagt. Was damit noch einhergeht, ist der Fakt, dass die Wärmeableitung hauptsächlich nach unten erfolgt und das Notebook auf meinem Schoß dadurch deutlich spürbar, ja zum Teil auch unangenehm warm wird.

Hardware

Sehr gutes Hardware-Paket

Massive Leistung für ein Tablet ...
... sehr gute Leistung für ein Notebook.
Massive Leistung für ein Tablet ...

Dass das Rechner-Innere ordentlich Abwärme produzieren kann, verwundert beim Blick auf die Ausstattung des HP Spectre hingegen nicht. Neben den stattlichen 8 Gigabyte Arbeitsspeicher werkelt schließlich ein stattlicher Dual-Core-Prozessor aus Intels aktueller i7-Generation, der mich zu der ein oder anderen Testing-Dreistigkeit verleitet. Wie schon beim Surface-3-Test hole ich auch hier wieder die „Witcher 3“-Keule raus und installiere das technisch anspruchsvolle Game auf dem x360.

Das Ergebnis: Leider scheitert’s mal wieder an der Onboard-Grafiklösung. Zwar läuft Geralt schon bei höherer Auflösung etwas ruckelfreier durch die Pixel-Pampa als beim Surface 3, spielbar ist das alles aber dennoch nicht und auch bei niedrigster Detailstufe fallen die Lags zu deutlich für erfolgreiche Quests aus. Was die Hardware hingegen sehr souverän stemmt, sind Spiele aus dem Windows Store, Creative-Cloud-Anwendungen und Produktiv-Programme aller Art. Letztlich schafft das Spectre alles, was ohne dedizierte Grafik auskommt, sehr gut, sodass das Book für mein Verständnis ideal für den Multimedia-affinen Alltagsnutzer mit Gelegenheits-Gaming-Tendenz ist.

Tastatur

Selten so intuitiv getippt

Auf der Tastatur habe ich mich sofort zuhause gefühlt.
Infos zum TouchPad gibt es auch in der Beilage.
Auf der Tastatur habe ich mich sofort zuhause gefühlt.

Alles andere als gelegentlich nutzte ich das Spectre x360 für Office, Google Docs und Co., denn die Tastatur hat mich während des Tests durchweg überzeugt, sodass ich auch gleich diesen Testbericht auf dem HP-Convertible schreiben musste. Ich fühlte mich dabei ohne große Umgewöhnung auf den Keys des Spectre zuhause. Die Abstände zwischen den Tasten kommen meinen Tipp-Gewohnheiten sehr entgegen, der Druckpunkt überzeugt und das Tipp-Geräusch geht auch noch in Ordnung.

Auch beim Tasten-Layout an sich habe ich nichts auszusetzen, wobei die recht kleine Enter-Taste im Vergleich zur größeren Shift-Taste etwas seltsam anmutet. Probleme beim Tippen hatte ich dadurch jedoch nicht. Einen Nummernblock bietet das Spectre dem Formfaktor geschuldet nicht, dafür aber alle anderen nötigen Funktionstasten. Interessant dabei ist die Taste für die Hintergrundbeleuchtung. So kann ich selbst bestimmen, wann ich die LEDs wirklich benötige. Was ich an selbigen im Test aber bemängeln muss: Die Ausleuchtung ist recht fleckig und ungleichmäßig.

Zu guter Letzt noch ein Wort zum äußerst großen TouchPad. So richtig verstanden habe ich nicht, warum es diese Größe braucht. Gänzlich unkomfortabel ist der Maus-Ersatz jedoch auch nicht. Links-Klick, Rechts-Klick, Zoom, Bilddrehung und Co. gehen recht intuitiv von der Hand, wenn ich denn mal nicht den Touchscreen selbst dafür bemühen möchte. Jenseits davon bleibt das TouchPad von mir meist recht unbeachtet.

Akku

Genügend Ausdauer für den ganzen Arbeitstag

Auch der Akku des 13-4001ng macht im Test einen sehr guten Eindruck. Im reinen Office-Betrieb schafft das Notebook stattliche 10 Stunden, im wechselnden Multimedia-Office-Einsatz immerhin noch um die 7 bis 8 Stunden. Nur wenn ich durchgängig bei voller Display-Helligkeit zocke, geht dem HP Spectre schon nach 3 bis 3,5 Stunden die Luft aus.

Aufgeladen ist der Akku zwar recht schnell, aber für Gaming oder Multimedia-Entertainment unterwegs nutze ich das Convertible nur mit Steckdosen-Reichweite. Da ich Outdoor ohnehin auf Grund des stark spiegelnden Displays nicht besonders gut damit vorankomme, kann ich das aber verschmerzen. Für den Einsatz im Arbeits-Alltag hingegen macht das Spectre x360 abermals eine gute Figur, da ich ohne Ladebedarf durch den Arbeitstag komme. Nebenbei: Im beiligenden Sleeve ist ohnehin kein Platz für ein Ladekabel.

Dank langer Akkudauer muss ins Sleeve auch nur das Notebook passen.
Dank langer Akkudauer muss ins Sleeve auch nur das Notebook passen.
Fazit

Beinahe perfektes Designer-Notebook

Habe ich im HP Spectre x360 das perfekte 2in1-Notebook gefunden? Nicht ganz, schließlich muss ich bedenken, dass das 13-4001ng stattliche 1.299 Euro in der UVP aufruft. Dafür wirkt das 360-Grad-Scharnier etwas zu instabil, was vor allem bei komplett umgeklapptem Display überdeutlich wird. Eine etwas größere Festplatte wäre auch nicht schlecht gewesen und die Hintergrund-Beleuchtung der Tastatur sollte ein Update bekommen. Allerdings ist das alles schon Kritik auf sehr hohem Niveau und kann zum Teil (Festplatte) auch den Mitbewerbern aus der Geräteklasse angelastet werden.

Demgegenüber stehen ein absolut hochwertiges und gleichzeitig leichtes Chassis, eine tolle Display-Auflösung von 2.560 mal 1.440 Pixeln, satte RAM- und CPU-Ressourcen, eine Top-Tastatur, unüblich guter Sound und nicht zuletzt eine ordentliche Akkuleistung. Das alles macht aus dem HP Spectre x360 einen Vorzeige-Vertreter der 2in1-Klasse – hilfreich, edel und gut in nahezu jeder Hinsicht, wenn da die 1.300 Euro nicht wären. An dem Punkt liegt die Entscheidung bei euch.

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