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Dell Venue 8 Pro Tablet im Test



Zugeordnete Tags Tablet | Dell | Windows 8
Bereiche

Bewertung
Gute Technik mit schlechter Optik
3,5

 Pro

  • Gute Performance
  • Ideale Display-Größe
  • Angemessener Preis
  • Office-Paket gratis
  • Gute Verarbeitung
  • Elegante Rückseite

 Contra

  • Geringe Auflösung
  • Zu niedrige Display-Helligkeit
  • Hohe Wärmeentwicklung

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Dell Venue 8 Pro um ein Tablet mit einer Bildschirmdiagonale von 8 Zoll. In meinen Augen ist dies eine gelungene Mischung aus einem ausreichend großen Bildschirm und gutem Handling. Denn während Displays mit 7 Zoll besonders im Landscape-Modus zu wenig Platz bieten, sind 10-Zoll-Tablets unhandlich und schwierig zu transportieren. Aber natürlich kommt es nicht nur auf die Größe an, daher habe ich mir in meinem Test angeschaut, was das Dell Venue 8 Pro im Alltag zu bieten hat.

Lieferumfang

Unboxing & Ersteindruck

Der gelb-braune Karton des Dell Venue 8 Pro ähnelt optisch den Verpackungen von Samsung-Tablets und beinhaltet neben dem Tablet selbst einen Netzadapter, das microUSB-Kabel, eine kurze Anleitung sowie eine „Office 2013 Home & Student“-Lizenz.

Das Tablet selbst macht auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck, fühlt sich angenehm an und wirkt solide verarbeitet. Die Rückseite besteht zwar aus Kunststoff, jedoch ist dieser unter anderem durch seine profilierte Struktur sehr griffig und rutschfest. Damit wirkt sie einerseits deutlich hochwertiger als glatte Rückseiten und nimmt andererseits praktisch keine Fingerabdrücke oder Fettspuren auf, wie es bei anderen Geräten oft zu beklagen ist. Das in der Mitte eingelassene silberne Dell-Symbol rundet den guten Eindruck ab.

Mit Abmessungen von 216 mal 130 mal 8,9 Millimetern liegt das Tablet gut in einer Hand und ist mit 395 Gramm angenehm leicht. Auch die Lautstärkewippe an der Seite macht einen guten Eindruck, ebenso wie der Power- und Home-Button. Alle vier Tasten sind solide und hochwertig verbaut, der Druckpunkt ist bei allen gut zu erfühlen, auch wenn jeder Button etwas anders reagiert.

Eher störend empfinde ich allerdings die Position der Home-Taste, die sich nicht auf der Oberseite befindet, sondern zusammen mit den anderen Tasten am Rand des Tablets sitzt. Besonders im Hochformat ist sie dadurch schwer zu erreichen und wird öfters einmal gesucht. Hier hätte ich mir etwas mehr Kreativität gewünscht.

8-Zoll-Tablet aus dem Hause Dell
8-Zoll-Tablet aus dem Hause Dell
Display

8-Zoll-Screen mit Schwächen

Das Display ist der größte Minuspunkt des Dell Venue 8 Pro. Schon auf dem Homescreen fällt die vergleichbar geringe Auflösung des Tablets mit 1.280 mal 800 Pixeln auf. Bei einer Größe von 8 Zoll wirken kleinen Schriften auf dem IPS-Panel sehr pixelig und unscharf. Zudem empfiehlt Microsoft bei der Nutzung von Windows mindestens eine Auflösung von 1.280 mal 900 Pixel, um alle Inhalte korrekt darzustellen. Somit hätte die Auflösung durchaus etwas höher sein dürfen; besonders wenn ihr mit Office Texte verfassen möchtet, fällt das Lesen sehr schwer.

Ebenso unzureichend ist die Helligkeit des Displays. Bereits im gedimmten Zimmer musste ich die Helligkeit des Dell Venue 8 Pro auf den maximalen Wert stellen, was natürlich für die Akkulaufzeit nicht gerade förderlich ist. Arbeiten im Freien ist dadurch nahezu unmöglich. Vorbildlich sind dagegen die IPS-typisch gute Farbdarstellung und die hohe Blickwinkelstabilität des Displays. Selbst bei sehr hohem Betrachtungswinkel lassen sich alle Inhalte gut erkennen.

Strukturierte Rückseite für gutes Handling
Strukturierte Rückseite für gutes Handling
Hardware

Gute Leistung für gute Performance

Im Dell Venue 8 Pro wurde ein 1,86 Gigahertz schneller Atom-Z3740-Prozessor von Intel verbaut. Dessen vier Kerne arbeiten schnell genug, um alle Anwendungen flott und ruckelfrei zu starten. Ihm zur Seite stehen 2 Gigabyte Arbeitsspeicher, die für dieses Tablet völlig ausreichen.

Das Arbeiten mit dem Venue 8 Pro macht viel Spaß und der Wechsel zwischen den einzelnen Programmen klappt problemlos. Auch Windows-Spiele aus dem Store laufen angenehm flüssig – allerdings bilden hier besonders grafikhungrige Spiele die Ausnahme.

Etwas beunruhigend ist dagegen die Wärmeentwicklung: Bereits im normalen Betrieb wird das Tablet deutlich wärmer, als ich es gewohnt bin. Auf meinem Schoß würde ich es nicht lange liegen lassen wollen.

Speicher

Speicherplatz wird von Windows verbraucht

Dell gibt für das Venue 8 Pro eine Speicherkapazität von 32 Gigabyte an. Werft ihr jedoch direkt nach dem ersten Start einen Blick in den Explorer, werdet ihr feststellen, dass davon nur noch 10 Gigabyte übrig sind. Während Windows selbst schon 13 Gigabyte benötigt, wird noch reichlich Speicherplatz für die Wiederherstellungspartition aufgezehrt. Leider gehört dies zum typischen Problem von Windows.

Auch wenn ihr das Dell Venue 8 Pro zum Glück mit einer SD-Karte erweitern könnt, empfehle ich, die etwas teurere Version mit 64 Gigabyte Speicher zu kaufen. Diese bietet zudem auch mobiles Internet, worauf ihr bei der 32-Gigabyte-Version leider verzichten müsst.

Dell Venue 8 Pro mit speicherhungrigem Windows-System
Dell Venue 8 Pro mit speicherhungrigem Windows-System
Konnektivität & Kamera

Kein mobiles Internet & Kamera für Schnappschüsse

Wie bereits erwähnt, verfügt die günstigere Version des Dell Venue 8 Pro leider nicht über mobiles Internet, jedoch stehen für daheim WLAN a/b/g/n und Bluetooth 4.0 zur Verfügung. Außerdem befinden sich an der Seite der microUSB-Eingang sowie der Steckplatz für die microSD-Karte, die bis zu 64 Gigabyte groß sein darf.

Für Fotos und Videos ist auf der Vorderseite eine Kamera mit 1,2 Megapixeln und auf der Rückseite eine 5,0-Megapixel-Kamera verbaut, die jedoch beide ohne Blitzlicht auskommen müssen. Die Qualität der Aufnahmen reicht sicher für einen spontanen Schnappschuss, aber nicht für akzeptable Urlaubsfotos. In dem Preissegment geht das allerdings in Ordnung.

Sound

Gut platzierter Mono-Lautsprecher

Leider verfügt das Dell Venue 8 Pro nur über einen einzigen Lautsprecher. Der daraus resultierende Mono-Sound ist allerdings angenehm laut und relativ klar. Auch die Position des Lautsprechers ist gut gelöst, da er bei der Handhabung nur selten verdeckt wird. Daneben besteht natürlich die Möglichkeit, einen Kopfhörer an die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse anzuschließen.

Akku

Angemessene Akkulaufzeit

Die Laufzeit des Venue 8 Pro gibt Dell mit bis zu zehn Stunden an. In meinem Test war jedoch deutlich früher Schluss, was sicher auch an der Display-Helligkeit liegen könnte, die permanent auf 100 Prozent stehen musste. Zudem habe ich natürlich WLAN genutzt und mir das ein oder andere YouTube-Video von Cyberport angeschaut. Unter diesen Gesichtspunkten ist die Akkulaufzeit durchaus in Ordnung.

Schlanke Maße & guter Akku
Schlanke Maße & guter Akku
Software

Betriebssystem mit kostenloser Office-Version

Bei der Software setzt Dell auf Windows 8.1 mit 32 Bit. Hier kommt aber nicht das abgespeckte Windows RT zum Einsatz, sondern eine vollwertige Windows-Version, auf der ihr auch normale PC-Anwendungen laufen lassen könnt. Natürlich müsst ihr hier auch die Leistungsfähigkeit des Tablets beachten: Ein vollwertiges PC-Spiel wird auf dem Venue 8 Pro nur schwerlich laufen. Kleiner Anwendungen lassen sich jedoch problemlos installieren.

Besonders schön ist die beigelegte „Office 2013 Home & Student“-Lizenz. Damit könnt ihr direkt mit euren Büroarbeiten anfangen und seid nicht auf PC oder Notebook angewiesen.

Fazit

Starkes Tablet mit schwachem Display

Das Dell Venue 8 Pro ist alles in allem ein gutes und vor allem sehr gut verarbeitetes 8-Zoll-Tablet. Auch wenn es nicht zu den schlankesten Geräten gehört, liegt es, auch dank der hochwertigen Rückseite, gut in der Hand. Enttäuschend hingegen sind das niedrig auflösende und zu dunkle Display sowie der geringe verfügbare Speicherplatz. Dafür glänzt das Tablet mit genug Leistung und der damit verbundenen Performance sowie dem microSD-Port für mehr Speicherplatz.

Das Dell Venue 8 Pro gibt es in der 32-Gigabyte-Version bereits ab 229 Euro, wobei ich euch gleich zu den 64 Gigabyte inklusive mobilem Internet über 3G raten würde. Für diese Version werden dann, immer noch angemessene, 299 Euro an der Cyberport-Kasse fällig, sofern ihr euch mit einem Windows-Tablet anfreunden könnt.

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