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Apple iPhone 6 im Test



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Bereiche

Bewertung
Tolles Gerät zum hohen Preis
4,5

 Pro

  • Tolles Display
  • Hohe Helligkeit
  • Dünnes, elegantes Design
  • Super Performance
  • Beeindruckende Videos
  • Gute Handlichkeit
  • Beste Fotokamera

 Contra

  • Preis

Nach viele Gerüchten und einiger Wartezeit war es endlich soweit: Das lang ersehnte iPhone 6 traf bei mir ein und zauberte mir ein Lächeln aufs Gesicht. Was mich besonders begeisterte und was Apple vielleicht weniger gut gelungen ist, erfahrt ihr in meinem ausführlichen Testbericht.

Doch im Vorfeld möchte ich gleich erwähnen, dass ich nicht versucht habe, das iPhone 6 mutwillig zu verbiegen. Für diese Unternehmungen ist es ein zu spannendes Gerät, wenngleich es nicht für jeden Geldbeutel erschwinglich ist.

Lieferumfang

Verpackung & Design

iPhone 6 in Spacegrey
iPhone 6 in Spacegrey

Das iPhone 6 kommt, anders als sonst, in einer recht schlichten weißen Packung ohne Abbildung des Geräts daher. Natürlich ist die Box gewohnt hochwertig und stabil gehalten, sieht aber optisch nicht ganz so ansprechend aus wie ihre Vorgänger.

Viel wichtiger ist natürlich der Inhalt. Dieser besteht aus dem Smartphone selbst, dem üblichen Lightning-Kabel mit dazugehörigem Netzadapter und den bekannten Earpods für den Musikgenuss. Außerdem befindet sich in der Packung noch eine Kurzanleitung mit Sicherheitsinformationen und das Eject-Tool zum Öffnen des SIM-Schachts.

Kommen wir zum Wesentlichen, dem iPhone 6 selbst, das in einem völlig neuen Design und vor allem in einer neuen Größe erscheint. Auch wenn es durch das Display, das nun 4,7 statt nur 4 Zoll misst, deutlich an Abmessungen zugelegt hat, ist es nicht zu groß und lässt sich gut, wenn nicht sogar besser als sein Vorgänger halten. Hier braucht niemand Angst zu haben, dass es überdimensioniert ist oder in keine Hosentasche mehr passt.

Mit Abmessungen von 138 mal 67 Millimetern, der extrem schlanken Bauweise von nur 6,9 Millimetern und den abgerundeten Kanten liegt das Smartphone ausgesprochen gut in der Hand und fühlt sich extrem hochwertig an. Trotz der geringen Dicke wirkt es sehr stabil und ist ausgezeichnet verarbeitet. Das leicht gestiegene Gewicht von 129 Gramm fällt kaum auf und vermittelt ebenso einen guten und stimmigen Eindruck.

Besonders hervorzuheben ist das zu den Seiten hin abgerundete Display-Glas, das die Bedienung noch angenehmer macht.

Display

Sehr gutes Display mit Pixelschwäche

Silbernes Modell mit abgerundeten Ecken
Silbernes Modell mit abgerundeten Ecken

Das Display ist mit 4,7 Zoll zwar größer geworden, jedoch hat sich die Pixeldichte nicht weiter erhöht. Das Resultat ist zwar eine gestiegene Auflösung von 750 mal 1.334 Pixeln, nicht jedoch eine höhere Pixeldichte. Die Auflösung selbst zählt sicherlich nicht zu den höchsten auf dem Markt, jedoch reicht sie im Alltag vollkommen aus.

Zudem wurden das Display-Panel direkt mit der Glas-Abdeckung laminiert, wodurch die Helligkeit sowie die Farbdarstellung verbessert wurde. Selbst bei extremer Sonneneinstrahlung lässt sich der Screen sehr gut ablesen und wirkt einfach schön. Die Farben sind kräftig und realistisch, ohne übertrieben bunt zu wirken. Auch der Schwarzwert ist einfach beeindruckend und die Blickwinkelstabilität ist gewohnt gut.

Selbst wenn die Auflösung nicht zu den besten gehört, ist das Display unterm Strich aktuell das beste, das ich bisher gesehen habe. Die Laminierung hat hier nicht nur zu besseren Bildern geführt, sondern spart außerdem Platz.

Kamera

Tolle Kamera mit herausragenden Videos

iPhone 6 in neuer Größe und neuem Look
iPhone 6 in neuer Größe und neuem Look

Was auf dem größeren Display noch mehr Spaß macht, ist natürlich das Ansehen von Fotos und Videos. Hier hat Apple deutlich zugelegt, obwohl die Kamera des iPhone 5s auch schon sehr gute Fotos gemacht hat.

Nicht neu, wie von vielen erwartet, ist allerdings die Kamera-Auflösung – diese beträgt weiterhin 8 Megapixel. Hier mögen manche die Nase rümpfen, da es bei anderen Herstellern bereits Geräte mit 20 oder mehr Megapixeln gibt. Jedoch sollte hier jeder beachten, dass die Auflösung der Kamera nahezu nichts über die Qualität der Fotos aussagt, sondern lediglich über deren Größe.

Leider habe ich schon zu oft Smartphone-Kameras mit 20 Megapixeln gesehen, die schlechte und verwackelten Foto-Resultate geliefert haben. Anders macht es Apple beim iPhone 6. Hier wird zwar weiterhin auf die 8 Megapixel gesetzt, dafür wird die verbaute Kamera aber kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. So sehen nahezu alle geschossenen Fotos herausragend aus, wirken immer extrem scharf und sehr gut gesättigt.

Besonders auffällig sind die gute Performance bei wenig Licht und der extrem schnelle Autofokus. Eine Auslöserverzögerung ist nicht mehr spürbar und lässt sämtliche Konkurrenz weit hinter sich. Ein Klick auf den Auslöser wird unmittelbar mit einem Foto bestätigt, was mich selbst als DSLR-Nutzer begeistert hat.

Neben den Fotos kann man natürlich auch Videos in Full HD aufnehmen. Auch wenn das iPhone 6 gegenüber dem iPhone 6 Plus keinen optischen Bildstabilisator besitzt, wirken die Videos recht ruhig und der Fokus passt sich jederzeit der Situation an. Das besondere Highlight sind die Slow-Motion-Videos, die jetzt mit sagenhaften 240 Frames pro Sekunde aufgezeichnet werden. Besonders bei actionreichen Szenen macht es einfach Spaß, diese festzuhalten und später in Zeitlupe ansehen zu können. Auch ein Zeitraffer, in dem alles schneller abläuft als in der Realität, ist nun möglich und Live-Filter für Fotos sind auch an Bord.

Die Kamera im iPhone 6 ist bis dato die beste Smartphone-Kamera, auch wenn sie leider etwas aus dem Gehäuse hervorsteht – das hätte Apple durchaus besser lösen können. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran und wirklich störend ist es nicht.

Akku

Akku im Durchschnitt

iPhone 6 in Gold
iPhone 6 in Gold

Die größte Sorge, die viele Kunden bei größeren Displays haben, ist die Akkulaufzeit, denn ein größeres Display benötigt eben auch mehr Strom. Leider wurde aufgrund der schlanken Abmessungen hier auch nur ein minimal größerer Akku verbaut. Jedoch sorgen die neue Prozessortechnik und das bessere Display für etwas Akku-Ersparnis.

Im täglichen Gebrauch ist die Laufzeit des iPhone 6 damit ein wenig gestiegen. Normale Nutzer werden problemlos über den Tag kommen, Dauersurfer müssen bereits mittags ans Stromnetz.

Das iPhone 6 zählt hier nicht zu den besten Geräten, aber auch keinesfalls zu den schlechtesten. Wenn man sich damit abfindet, dass die aktuellen Smartphones generell alle ein bis zwei Tage geladen werden müssen, wird man trotzdem glücklich. Eine deutlich bessere Akkulaufzeit bekommt ihr übrigens beim iPhone 6 Plus, das dafür aber auch deutlich größer ausfällt.

Hardware

Performance im Spitzenbereich

iPhone 6 & iPhone 6 Plus im Größenvergleich
iPhone 6 & iPhone 6 Plus im Größenvergleich

Apple hat dem iPhone 6 einen neuen Prozessor spendiert. Die hauseigene Apple-A8-CPU mit dem zusätzlichen M8-Motion-Prozessor sorgt für mehr als ausreichend Rechenleistung.

Die Schwierigkeit, ein Android-Gerät mit einem iPhone zu vergleichen, ist hier immer am größten. Während Apple auf einen 1,4 Gigahertz starken Dual-Core-Prozessor setzt, gibt es bei Android schon Octa-Core-CPUs mit über 2 Gigahertz. Diese Zahlen spiegeln aber nur die graue Theorie wider: In der Praxis ist der Apple-A8-Prozessor ideal auf das Apple-eigene Betriebssystem iOS zugeschnitten. Das zeigt sich darin, dass beim iPhone 6 jegliche Apps ohne Verzögerung blitzschnell starten, der Homescreen absolut ruckelfrei reagiert und der App-Wechsel enorm schnell vonstatten geht.

Android-Fans werden hier nur staunen. Ich selbst nutze Android-Geräte auch gern, aber es ist wirklich eine andere Welt, wenn das System so gut zur Hardware passt.

Konnektivität

Jetzt auch mit NFC für Apple Pay

iPhone 6 in Spacegrey
iPhone 6 in Spacegrey

Natürlich besitzt das iPhone 6 ebenso wie seine Vorgänger WLAN, diesmal sogar im schnellsten Standard a/b/g/n/ac, sowie Bluetooth 4.0 und auch UMTS und LTE für alle deutschen Netze. Neu ist hier NFC, das aber ausschließlich für Apple Pay gedacht ist und nicht wie bei Android zur Datenübertragung genutzt werden kann.

An Sensoren ist wieder alles dabei, was man sich wünschen kann: GPS und GLONASS, zudem sind ein Gyrosensor, Bewegungssensor, digitaler Kompass, Näherungssensor, Umgebungslichtsensor und ein Barometer verbaut worden.

Fazit

Top-Smartphone aus dem Hause Apple

Zusammenfassend kann man sagen, dass jeder, der bereits ein iPhone hatte, sich auch mit dem neuen Modell zu Hause fühlen wird. Großartige Neuerungen wird man vermissen, obwohl das Design komplett überarbeitet wurde und sich die Größe verändert hat.

Besonders positiv ist die Kamera zu erwähnen, die nochmals bessere Fotos schießt und besonders durch ihre extrem kurze Auslöseverzögerung und den schnellen Autofokus der Konkurrenz davonrennt. Aber auch das großartige Display mit den abgerundeten Seiten macht einen sehr guten Eindruck.

Auch darüber hinaus sieht das neue iPhone 6 sehr edel aus und schmeichelt der Hand – zudem ist die Bedienung auch nach wie vor noch mit einer Hand möglich. Das extrem dünne Gehäuse aus Aluminium setzt Maßstäbe und wenn ihr das Smartphone angemessen nutzt, werdet ihr trotz des hohen Preises lange eure Freude daran haben. Neben der bekannten Farbe Spacegrey gibt es das iPhone 6 auch in Gold und Silber, in den Speichergrößen 16, 64 oder 128 Gigabyte, die jedoch nicht erweiterbar sind. Dem Smartphone selbst kann ich volle fünf Sterne geben, lediglich für den hohen Preis ziehe ich einen halben Stern ab.

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