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Bye bye Nokia - Willkommen Microsoft Mobile



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Nokia Lumia 930 Windows Phone
Nokia Lumia 930 Windows Phone

Mein erstes Handy erhielt ich im Alter von 13 Jahren. Es war ein Nokia-Mobiltelefon. Leider kann ich euch nicht mehr verraten, welche Typenbezeichnung das selbst für damalige Verhältnisse recht groß geratene Handy trug. Mir sind jedoch zwei Dinge sehr positiv im Gedächtnis geblieben.

  1. Ich konnte mit Begeisterung und Ausdauer Snake spielen.
  2. Der Akku hielt problemlos mehrere Tage Spielen, SMS-Schreiben und Telefonieren aus.

Warum ich so in der Vergangenheit schwelge? Wenn ich die Geschichte in 20 Jahren erneut erzähle, werden einige Zuhörer fragen: „Wer war denn Nokia?“

Denn seit heute ist amtlich, was bereits seit längerer Zeit geplant war und bis Ende April abgewickelt werden sollte. Seit dem heutigen 25. April 2014 gehört die Mobilfunk-Sparte von Nokia offiziell zu Microsoft.

Wie konnte es dazu kommen?

Der finnische Mobilfunk-Hersteller wirkt in die Jahre gekommen. Allerdings nicht weil Nokia bereits seit 1865 existiert und zunächst Papier und Gummistiefel produzierte, sondern weil die Verkaufszahlen zuletzt zurückgingen. Außerdem hat es Nokia trotz Lumia-2520-Tablet verpasst, weitere Produktwelten außerhalb des Smartphone-Markts zu entfalten. Trotz ausdrücklichen Wunschs der Nutzer hat Nokia sich stets gegen eine Android-Oberfläche gewehrt, um eine eigene Identität zu behalten. Allerdings hat dies nicht zu mehr Verkäufen sondern letztendlich zur heute abgeschlossenen Übernahme geführt.

Welche Änderungen ergeben sich?

Künftig heißt die Handy-Sparte „Microsoft Mobile“ statt „Nokia“. Microsoft übernimmt damit auch die Vermarktungsrechte für die Lumia-Reihe, aus der das Nokia Lumia 1020 mit 41-Megapixel-Kamera hervorsticht und die Asha-Serie, deren im Herbst vorgestellte 500er-Modelle als günstige Einsteiger-Smartphones im Gedächtnis bleiben. Microsoft selbst erhofft sich von der Übernahme seine Stellung als ein führender Software-Anbieter in ähnlicher Form auch auf dem Hardware-Markt zu erhalten.

Durch den diese Woche abgeschlossenen Deal findet Microsoft 25.000 neue Mitarbeiter in den eigenen Reihen vor. Zudem wird der Konzern mindestens das nächste Jahr auch für die Verwaltung der Nokia-Webseite und für den Social-Media-Bereich verantwortlich sein. Das Unternehmen behält zudem die Option, zu einem späteren Zeitpunkt die Marke „Nokia“ wieder ins Rennen zu schicken.

Irgendwie ist es auch schade, das mit Nokia ein Bestandteil meiner Kindheit verloren geht. Mir fällt gerade noch ein, dass mein Nokia-Handy nur sehr wenig Speicher besaß. Deshalb musste ich regelmäßig SMS löschen. Das Positive daran war jedoch, dass nur die erlesensten literarischen Ergüsse meiner Freunde in Kurznachrichten-Form Platz fanden und nicht wie heute sämtliche zum Teil lieblose SMS von denen einige nur aus wenigen Worten und Smileys bestehen.

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