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Apple iPad: Bestellzahlen und Co (2x Update: Apple wird aktiv!)



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Zugeordnete Tags Apple | iPad | Tablet | Vorbestellung

Zwei Tage danach…
Ach was war dies wieder herrlich, Apple stellt ein neues Gerät vor und die Welt steht Kopf. Wie schon beim iPhone und auch anderen Gerätschaften entzweit Apples Produktstrategie die Fachpresse, die Blogger und potentiellen Kunden/Nicht-Kunden. Da wird diskutiert und lamentiert warum das iPad tatsächlich der nächste, große Hit wird, oder aber eben gerade nicht. Man könnte meinen, die kalifornische Kult-Marke zieht den Termin für den Fasching vor, und Steve Jobs als alter Karnevalsprinz amüsiert sich prächtig in der Bütt. All dies mag sehr ergötzlich sein, uns als Handelsunternehmen interessiert jedoch primär der schnöde Mammon. Werfen wir doch hierzu einen kurzen Blick in die Anzahl der Vorbestellungen.
Apropos Bestellungen, nicht nur uns verwunderte am Abend der Präsentation die Tatsache, dass der Apple Store nicht die altbekannte Verschnaufpause einlegte und sich pünktlich mit den neuen Produkten zurückmeldete. Die Erklärung hierzu gibt es mittlerweile auch auf der deutschen Seite des Herstellers: „Dieses Gerät setzt eine Zulassung der amerikanischen Kommunikationsbehörde (Federal Communications Commission) voraus, die bisher noch nicht erteilt wurde. Bis zur Erteilung dieser Zulassung darf und wird es nicht zum Verkauf oder zum Leasing angeboten oder verkauft oder verleast werden.“

Mit anderen Worten, der „amerikanische TÜV“ hat noch nicht seinen Segen erteilt, mal ganz abgesehen von den umstrittenen Namensrechten bezüglich der Bezeichnung „iPad“ zwischen Apple und Fujitsu. Sprich erst wenn diese Problematiken vom Tisch sind, wird man das iPad auch direkt bei Apple bestellen können. Doch was soll es, wir und die anderen Händler sind nicht Apple, leben nicht in den Staaten, die Dollar-Preise sind bekannt und auch die voraussichtliche Lieferbarkeit. Ab in den Shop, Dollar zu Euro sicherheitshalber 1:1 rechnen und den Kunden die Möglichkeit geben vorzubestellen (gegebenenfalls spätere, günstigere Euro-Preise geben wir natürlich an die Vorbesteller zukünftig weiter). Bis jetzt scheint Apple dies auch nicht zu stören, zumindest hörten wir beim gestrigen Besuch unserer Ansprechpartner nichts Gegenteiliges. Doch wie gestaltet sich nun der Verlauf der Vorbestellungen?

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Wie immer müsst ihr mir verzeihen, dass ich euch keine absoluten Zahlen nennen kann/darf. Jedoch lasst mich sagen, wir können zufrieden sein. Zum jetzigen Zeitpunkt das iPad als Flop zu bezeichnen ist mehr als vermessen und entspricht keineswegs den Tatsachen. Entscheidend wird sein, wie sich später im Laufe des Jahres der reale Abverkauf gestallten wird, sobald die Geräte tatsächlich lieferbar sind. Auch wenn die absoluten Zahlen ein Geschäftsgeheimnis sind, so kann ich euch doch schon die Verteilung der einzelnen Modelle benennen (siege obiges Diagramm). Besonders das W-Fi-Modell erfreut sich einer größeren Beliebtheit, dies ist sicherlich dem Umstand des günstigeren Preises und der früheren Verfügbarkeit geschuldet. Das Einstiegsmodell mit 16 GB und die Top-Variante mit 32 GB führen hierbei die Liste der Vorbestellungen an. Das 3G-Modell wird dagegen verhaltener aufgenommen, mit Ausnahme des großen iPads mit 32 GB. In jedem Fall ist die Entscheidung Apples zu begrüßen, das iPad frei von Restriktionen anzubieten – ein Vertriebsvorteil für uns Händler, den es so bspw. beim iPhone damals nicht gab.

Update vom 30.01.2010 00:38 Uhr: Wie es scheint, hat Apple doch etwas gegen die vorzeitige Vermarktung seines neuesten Wunderspielzeugs. So musste bspw. unser Mitbewerber Amazon die Bestellmöglichkeit entfernen, ebenso wie das von Apple geschützte Bildmaterial. Auch die Listung des iPads im T-Online Shop (die nebenbei bemerkt unverständlicherweise für ein großes Echo sorgte, siehe hierzu Meldung bei Golem – kurz zur Erinnerung, der T-Online Shop operiert unabhängig von der Provider-Sparte des Konzerns), ist mittlerweile wieder rückgängig gemacht worden.

Apple versucht also vermeintlich die vorzeitigen Aktionen zur Vorbestellung des iPads zu verhindern, und wiederum die Kontrolle an sich zu reißen. Stand heute befindet sich das iPad nach wie vor noch in unserem (Cyberport) Shop, allerdings habe ich das ungute Gefühl, dass auch wir spätestens am Montag Post aus München bekommen. Sollten wir tatsächlich gezwungen sein, dass iPad aus dem Webshop zu entfernen, behalten die Vorbestellungen natürlich ihre Gültigkeit – es bleibt spannend, stay tuned!

Update vom 30.1.2010 14:35: Bei Golem findet sich nun ein weiterer Artikel der die aktuelle Lage aufnimmt, und sich teilweise unserer Informationen bedient (FCC-Freigabe). Von der deutschen Telekom selbst gibt es derweil keine Information zum Vorverkaufsstopp, Zitat: Auf die Frage, ob Apple einen Vorverkaufsstopp erwirkt hat, sagte sie: „Was mit Apple läuft, dazu sagen wir nichts“ Auch bei T-Mobile sei das iPad nicht im Angebot, sagte sie.

Update vom 01.02.2010 11:12: Auch wir sind nun vom Vorverkaufsstopp betroffen, siehe hierzu meinen neuen Artikel.

Update vom 02.02.2010: Neben dem Vorverkaufsstopp wurde uns nun zusätzlich noch die Verwendung von Apples Bildmaterial zum iPad verboten, auch hierzu gibt es nun einen ausführlichen Hintergrundbericht.

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1 Kommentar

  1. avatar
    Thorsten Erker schrieb am
    Bewertung:

    Hallo!

    Mit großem Interesse habe ich den Artikel gelesen und bin sehr gespannt, was die Zukunft bringt.

    Ich wünsche jedoch schon heute Microsoft und Google gutes Gelingen … und, lasst nicht die Köpfe hängen ;-)

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