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Nintendo Switch: Besonderheiten, Funktionen & kompatible Games



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Die Nintendo Switch - das neue Zugpferd der Japaner?
Die Nintendo Switch - das neue Zugpferd der Japaner?

Während die Konsolen-Konkurrenten von Sony und Microsoft sich mit ihrer aufgemotzten PlayStation Pro respektive Xbox Project Scorpio ein Wettbieten in Sachen technischem Branchenprimus liefern, geht Nintendo mit der am 12. Januar dieses Jahres offiziell vorgestellten Switch ganz andere Wege.

Ein cleverer Schachzug, nachdem die letzte Attraktion der Japaner – die Wii U – sich der namhaften Konkurrenz wirtschaftlich geschlagen geben musste. Etwas über 13,5 Millionen Exemplare wurden über die Ladentheke geschoben, ursprünglich peilten die Super Mario-Macher 100 Millionen verkaufte Stück an.

Grund genug umzudenken: Was die Köpfe hinter Zelda mit ihrem neuen Zugpferd an Innovationen in petto haben und für wen die Spielekonsole besonders interessant ist, verraten die nachfolgenden Zeilen.

Zwischen Flexibilität und Mobilität

Die Nintendo Switch kam letzte Woche, am 3. März für gut 300 Euro auf den Markt und das war auch der Zeitpunkt, an dem man sich vom primär stationären Betrieb verabschiedet hat. Im Gegensatz zu den leistungsstarken Mitbewerbern im Konsolen-Segment, setzt das japanische Unternehmen auf Mobilität und Flexibilität.

So kommt die Daddelkiste mit drei unterschiedlichen Modi daher: Demnach wird man zwar auch einen TV-Modus bieten, bei dem man den frischen Hardware-Output ganz klassisch über eine stationäre Basis unkompliziert an die heimische Flimmerkiste anschließen kann.

Punkten will die in Kyōto ansässige Entwicklerschmiede aber in anderen Bereichen. Die Nintendo Switch ist so konstruiert, dass eine Umwandlung in ein Tablet oder Handheld mit wenigen Handgriffen möglich sein soll. Nintendos frischeste Errungenschaft versteht sich also als Hybrid-Gerät.

Im Handheld-Modus ziehen wir die Gerätschaft einfach aus der Station und können so das Spielvergnügen unterwegs auf dem 6,2 Zoll großen Touchscreen-Bildschirm unterbrechungsfrei fortführen. Treffen wir darüber hinaus auf Reisen Freunde, können wir diese dank des Tisch-Modus auf eine Partie einladen. Dabei wird die Konsole per Halterung aufgestellt und der Controller entzweit.

Von links nach rechts: Der TV-, Tisch- und Handheld-Modus
Von links nach rechts: Der TV-, Tisch- und Handheld-Modus

Nintendos Controller heißen Joy-Cons

Ja, richtig gelesen. Möglich macht das der durchaus als innovativ und neuartig zu bezeichnende Joy-Con. Dieser Controller besteht aus zwei Teilen, die sogenannten Joy-Cons: Im Solo-Betrieb werden beide an den Seiten des Geräts befestigt.

Alternativ können die einzelnen Joy-Cons separat auch unabhängig voneinander vertikal oder horizontal verwendet werden. Eine Bewegungssteuerung sowie eine Vibrationsfunktion sind ebenfalls Teil des originellen Eingabegeräts. Eine integrierte Infrarot-Bewegungskamera erkennt sogar Bewegungen, Formen und die Entfernung von Objekten.

Freunde von kompetitiven oder kooperativen Spielformen können bis zu acht Nintendo Switch-Konsolen miteinander vernetzen, um Gefechte im Mehrspieler-Modus auszutragen. Je nach Spiel und Betriebsart soll die Lebenszeit des Akkus zwischen drei und sechs Stunden betragen – ein durchaus akzeptabler Wert.

Reichhaltiges Spiele-Portfolio

Zum Launch möchte Nintendo die Fans mit einem neuen Zelda-Abenteuer anlocken.
Zum Launch möchte Nintendo die Fans mit einem neuen Zelda-Abenteuer anlocken.

Doch bei aller technischen Innovation und Neuerfindung: Die Akzeptanz eines Spielesystems steigt und fällt mit dem verfügbaren Angebot an Software. Das war sich wohl auch Nintendo bewusst und hat sich einige hochkarätige Partner mit ins Boot geholt.

Zudem wurde die hauseigene Entwicklungsabteilung intensiv beschäftigt. Zum Start sticht vor allem ein Ableger einer eigenen Marke heraus: Der Zipfelmützenträger Link kehrt zurück und belebt die Legend of Zelda-Riege mit Breath of the Wild wieder.

Hinzukommen zum Startschuss Spiele wie Skylanders Imaginators, Just Dance 2017 oder 1-2 Switch. Um auch langfristig für ständigen Nachschub in Sachen Spielematerial sorgen zu können, lächelte man sich einige wichtige Dritthersteller an: Dazu zählen Big Player wie Electronic Arts, Activision, Capcom, Konami, Sega, Square Enix, Take-Two oder Ubisoft.

Wenn es nach Nintendo geht, werkeln im Moment 50 Entwicklerstudios an über 80 Titeln. Später sollen noch Ableger wie FIFA 18 oder Skyrim zum Spiele-Portfolio hinzustoßen sowie Super Mario Odyssey als Eigenproduktion. Die Spiele werden im Modulformat daherkommen.

Ausblick

Der Konzern aus dem Land der aufgehenden Sonne gibt sich also redlich Mühe für ordentliches Konsolenfutter zu sorgen. Die Zeit wird allerdings zeigen, ob die Dritthersteller auch langfristig mit an Bord bleiben.

Letztlich wird Nintendo in erster Linie nicht versuchen die Zielgruppe der Hardcore-Gamer, die jeden fehlenden Pixel auf dem Bildschirm ausfindig machen, zu überzeugen. Vielmehr richtet sich die Nintendo Switch an Gamer, die viel und gerne reisen sowie Familien und Kinder.

Dem Nintendo-Präsident Tatsumi Kimishima zufolge, wolle man den Spagat zwischen Core-Gamer und Familienfreundlichkeit schaffen und beide Gruppen ansprechen. Der Ansatz einer Hybrid-Konsole ist so oder so äußerst vielversprechend und grenzt sich zu den leistungsstärkeren Kontrahenten ab. Also genau das, was etwas mit der Wii U verloren ging.

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