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Neuseeland 2010: Wanaka – Teil 8



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Bunte Freizeitunterhaltung…
Wanaka, etwas nördlich von Queenstown, am gleichnamigen See gelegen ist ein guter Ausgangspunkt in den Mt. Aspiring National Park. Allerdings nur, wenn man mit dem eigenen Mietauto unterwegs ist. Ansonsten wird es recht schnell und teuer. Aber auch ohne Auto gibt es in der näheren Umgebung von Wanaka genügend zu entdecken, egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Südlich von Wanaka befinden sich am Flugplatz gleich mehrerer Gelegenheiten zur Zerstreuung. Im Transport- & Toy Museum gibt es jede Menge „Krimskrams“ (über 30.000 Exponate) zu sehen, bei dem nicht immer klar ist, in welche Kategorie er gehört ;-).
In Vitrinen stapelt sich jede Menge Spielzeug aus den vergangenen Jahrzehnten, teilweise über 100 Jahre altes. Direkt daneben sind Unmengen alter PKWs, Fahrräder, Flugzeuge, Feuerwehrautos und auch Militärfahrzeuge zu finden. Ebenso normale, alte Motorräder und eines aus Weide geflochtenes, das „ForMaz“-Auto von 1982, was sich in beide Richtungen fahren lässt. Zusammengebaut aus den Frontpartien eines Fords und eines Mazdas. Ebenso interessant der 1958er Morris Minor „Furry“ – mit Plüschbezug. Viele der Ausstellungsstücke in den vier Hallen sind voll funktionsfähig und wurden teilweise schon für Filmaufnahmen genutzt. Und wenn Papa mit dem großen Spielzeug alleine sein will, können sich die Kinder auf dem Spielplatz austoben, denn von den Ausstellungsstücken darf nichts angefasst werden.

Transport and Toy-Museum
Transport and Toy-Museum
Transport and Toy-Museum
Transport and Toy-Museum
Transport and Toy-Museum
Neuseeland: Wanaka – Teil 1″

Wenige hundert Meter weiter findet sich das New Zealand Fighter Pilots Museum Wanaka, welches zum Gedenken an die neuseeländischen Fliegerasse und deren Crews aus den beiden Weltkriegen errichtet wurde. Neben vielen originalen Fotos, finden sich auch Ausstellungstücke von abgeschossenen Maschinen, Uniformen und Waffen in der Halle. Ebenso waren aktuell zwei originale Flugzeuge aus dem zweiten Weltkrieg zu sehen. Besonderns interessant sind die von den Piloten verfassten Berichte, in einem Fall auch parallel aus der gegnerischen Sicht. Neu war zum Beispiel für mich, das über 60 Prozent der zerstörten V-Raketen im Zweiten Weltkrieg auf das Konto von neuseeländischen Piloten gehen.

NZ Fighter Museum
NZ Fighter Museum
NZ Fighter Museum
NZ Fighter Museum
NZ Fighter Museum
Neuseeland: Wanaka – Teil 2″

Direkt daneben befindet sich der eigentliche Flugplatz, der vom Interessent klassisch mit einem Doppeldecker, normal mit einem Sportflugzeug oder mit Adrenalinschub in einem Düsenflugzeug zur Erkundung der Bergwelt abheben kann. Aus dem Sportflugzeug darf natürlich auch herausgesprungen, was sich dann Skydive nennt. Wer keinen Flugschein hat, gerne aber einen hätte, kann ihn in der ebenfalls vorhandenen Flugschule machen.

Airport Wanaka – Sieht schon seltsam aus, wenn die Verkleidung fehlt.
Airport Wanaka – die Variante für den Adrenalinkick.
Airport Wanaka
Wanaka – Dammwild-Farm
Wanaka – Dammwild-Farm
Neuseeland: Wanaka – Teil 3″

Wer stattdessen lieber etwas wandert, so wie ich, findet einige Wege direkt in Stadtnähe. Westlich den Eeaky Point Walk, gefolgt vom Beacon Point Walk und dem Outlet Track um die ganze Halbinsel und ein Stück des Clutha River bis nach Albert Town hinunter. Ebenso westlich befindet sich der Mt. Iron Walk, von dem man einen schönen Weitblick bis zum Lake Hawea und die dahinterliegenden Schnee bedeckten Gipfel hat. Dabei ist der Aufstieg aus der stadtwärtigen Richtung um einiges einfacher als an der steilen Rückseite. Östlich von Wanaka befindet sich der Waterfall Creek Walk, welcher ohne große Steigungen immer am Ufer des Sees entlang führt. Als örtliche Herausforderung gibt es den Aufstieg zum Roys Peak (1578 m) und in der Verlängerung den Skyline Track mit dem Mt. Alpha (1630 m). Aber bereits vom Roys Peak hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt, den See und die umgebende Bergwelt. Auf dem Skyline Track sind einige Klettereinlagen und am Ende die Durchquerung einiger Bäche inklusive. Durch seine Länge mit fast 24 Kilometern (lt. Infobroschüre sind es 19km) ist man auf diesem den ganzem Tag unterwegs und es geht circa 1600 Höhenmeter hinauf und wieder hinunter.

Skyline Track, Wanaka, New Zealand at EveryTrail

Der letzte Abschnitt des Tracks verläuft über Farmland, immer schön am Zaun entlang. Dafür brachten die auf den Weiden grasenden Tiere Abwechslung: Von Schafen, über Rinder bis hin zu Dammwild. Am Ende des Tracks wartet eine weitere Herausforderung, denn da dies kein Rundweg ist, muss man ja auch irgendwie wieder in die Stadt zurückkommen. Und so wurde dann, passend zum deutschen Feiertag, auf den letzten 10 Kilometern entlang der Straße auf dem Asphalt „gebüsst“. Nachdem schon 30 Kilometer in den Beinen steckten, zogen sich diese doch ganz schön in die Länge. Aber mit der richtigen „Marschmusik“ (Dune und Members of Mayday) wurden auch diese gemeistert. Dies war übrigens das erste Mal in diesem Urlaub, das ich das iPhone zum Musik hören verwendet habe.

Lake Wanaka am Morgen
Cardrona River
Skyline Track – auf dem Weg zum Roys Peak
Skyline Track
Skyline Track
Neuseeland: Wanaka – Teil 4″

Am letzten Tag wurde der Geist in Puzzling World gefordert bzw. verwirrt. Gefordert im Labyrinth, welches sich über zwei Ebenen erstreckt und verwirrt in den vier Illusionsräumen. Der Hologrammraum beeindruckt durch die gebotenen verschiedenen Ansichten des eigentlich ein und desselben Bildes, da kommt auch ein 3D-TV nicht mit. In einem großen Raum mit Gesichtern von Mutter Theresa, Albert Einstein und anderen, insgesamt 168 Gesichtern wird man beim durchlaufen von diesen verfolgt – ein sehr guter Effekt. Noch besser wird es im „gekippten Haus“, wo der Fußboden schräg ist, der Kopf sich aber weigert dies zu akzeptieren, weil die Einrichtung so gestaltet ist, das man es eben nicht sieht, sondern nur merkt. So passiert es dann, das ein Treppenlift von selbst hinauf fährt und das Wasser bergauf fließt. Schon bekannt aus den Herr-der-Ringe-Filme, bietet der vierte Raum optische Verzerrungen für den Betrachter. Auf der rechten Seite ist der Mensch noch normal groß im Türrahmen zu sehen, begibt er sich aber auf die linke Seite wird er optisch immer größer, bis er schließlich an die Decke stößt. Den Spaß sollte man sich auf jeden Fall gönnen, wenn man schon mal vor Ort oder in der Nähe ist. Die 12,50 NZ$ (ca. 6,50 Euro) sind auf jeden Fall eine gute Investition um mehrere Stunden Spaß zu haben.

Puzzling World
Puzzling World – Gesichterraum
Puzzling World – der Weihnachtsmann hat ein Problem
Puzzling World – Römische Toilette
Puzzling World – Römische Toilette
Neuseeland: Wanaka – Teil 5″

Mit dem Bus ging es weiter nach Queenstown, diesmal mit Connexions. Zwar nur ein kleines Unternehmen, welches Fahrten im Gebiet zwischen Invercargil, Dunedin, Queenstown und Wanaka anbietet, dafür gibt es mehrere Fahrten pro Tag, was spontane Reiseplanänderungen erleichtert. Eine einfache Fahrt von Wanaka nach Queenstown kostet 25 NZ$ (ca. 14 Euro).

Egal ob mit Bus oder eigenem Fahrzeug, es gibt zwei Wege um von Wanaka nach Queenstwon zu gelangen: Die kurze, steile Variante über die Crown Range (69 km) oder die lange flache über Cromwell (118 km). Letztere fand ich persönlich landschaftlich beeindruckender. Ab Cromwell führt die Straße entlang des Kawarau Rivers, vorbei an noch erhaltenen gebliebenen Behausungen der chinesischen Goldsucher, diversen Weingütern und der Kawarau Bridge, von der man sich am Seil festgebunden hinabstürzen kann – Auch Bungy Jumping genannt ;-).

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